Mannschaftsgold für die Niederlande bei der Junge Reiter EM im Springen, Deutschland nur auf Rang sechs
Durchmarsch für die niederländischen U21-Springreiter zum EM Gold, Pech für Deutschland
Thijmen Vos und Cadillac Z, eines der Paare, die zweimal fehlerfrei blieben im Nationenpreis um die Mannschaftswertung bei der Junge Reiter EM der Springreiter 2026. Sie führen die Einzelwertung an.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Das nennt man wohl einen Durchmarsch. Von Tag eins an bestimmten die Niederländer das Geschehen bei den Junge Reiter EM der Springreiter in Hagen und sie hielten ihre Form bis zum Schluss, um sich am Ende Mannschaftsgold zu sichern. Ähnlich klar war die Entscheidung um die Silbermedaille für Irland, während der Kampf um Bronze spannend bis zum Schluss war. Wozu auch der Aufbau von Parcourschef Christian Wiegand beitrug, der den U21-Paaren heute auf der letzten Linie noch eine dreifache Kombination in den Weg stellte, wo bei so manchem Kraft und Konzentration schon nicht mehr voll da waren.
Das Problem hatten die Niederländer nicht. Mit Thijmen Vos auf Cadillac Z und Liesje Vrolijk im Sattel von Detective Vive Z stellten sie gleich zwei Doppel- bzw. Triplenuller, denn sie waren – wie ihre Kollegen auch, schon im Zeitspringen fehlerfrei gewesen und liegen damit auch in der Einzelwertung an erster und dritter Stelle.
Komplettiert wurde die siegreiche Mannschaft um Vincent Voorn durch Logan Fiechter mit Lieverella (0/4) und Finn Boerekamp auf Danny Boy (4/8), der heute theoretisch gar nicht mehr hätte einreiten müssen.
Endergebnis der „oranjen“ Goldreiter: 5,8 Strafpunkte.
Silber für Irland
Ähnlich souverän war der Auftritt der Iren. Auch sie waren von Tag eins an auf Silberkurs unterwegs und verließen diesen auch nicht. Tom Wachman setzt in seinem letzten Junge Reiter-Jahr auf den von Kendra Claricia Brinkop ausgebildeten Do It Easy, der seinem Namen mit Nullrunden in allen drei Umläufen bislang alle Ehre gemacht hat.
Die Heldin der Stunde der Iren ist Tabitha Kyle auf dem 18-jährigen Energiebündel Desterly. Tabitha ritt die nicht ganz einfach zu handelnde Tolan R.-Tochter mit bewundernswerter Ruhe ebenfalls dreimal strafpunktfrei ins Ziel.
Was die Rolle des Streichergebnisses angeht, wechselten sich Coen Williams auf Dominante Z und Ben Walsh mit Zenith vd Donkhoeve Z ab. Bei ersterem lautete die Bilanz acht und vier Fehler, bei letzterem vier und neun.
Endergebnis: 11,11 Strafpunkte.
Battle um Bronze
Vor dem Finale lagen die Briten auf Medaillenkurs und die Belgier auf Rang vier. Hier waren Bart Jay Junior Vandecasteele und Lotti Blue Z die Helden der Stunde, die das Team mit einer fehlerfreien Runde als letztes Paar im Finale im Rennen hielten und Druck auf die britische Schlussreiterin aufbauten. Das war Rachel Proudly mit der OS-Stute Capri aus der Zucht der Familie Rothenberger. Ob es der Druck oder einfach Pech war, jedenfalls hatten die beiden einen Abwurf und bescherten Belgien damit Bronze.
Komplettiert wurde das glückliche Quartett durch Lauranne Spits auf Parel van het Russeltveld (0/4), Paris Vandousselaere mit Chacco’s Girl (0/16) und Louise Ameeuw im Sattel von Kaliber (0/4).
Pech für Deutschland
Es sollte nicht sein für das deutsche Team um Peter Teeuwen bei dieser EM. Nachdem im Zeitspringen nur Max Paschertz und Cathilde fehlerfrei ins Ziel gekommen waren, legten Romy Rosalie Tietje und Casdadino, Tjade Carstensen mit Lintero, Emma Bachl und Condolcessa sowie eben Paschertz und Cathilde gestern drei starke Nullrunden. Doch die Form konnte außer Romy heute keiner mehr halten.
Bei U25 Springpokalsieger Tjade Carstensen gab es erneut acht Strafpunkte. Das hätte auch wieder das Streichergebnis sein können. Doch bei Emma Bachl und Condolcessa kamen zehn Fehler zusammen. Paschertz und Cathilde sahen bis zum letzten Sprung vor der Dreifachen noch ebenso souverän aus wie an den Tagen zuvor. Doch dann fielen drei Stangen.
Endergebnis: Rang sechs für das Team. Kleiner Trost: Mit 5,22 Strafpunkten ist Romy Rosalie Tietje noch in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen. Die Paare auf den ersten sechs Plätzen trennt kein Springfehler voneinander. Da kann also noch einiges passieren.
Morgen geht es auf dem Hof Haunhorst um die Mannschaftsentscheidung der Junioren – wo Deutschland in Führung liegt – sowie das Finale der Einzelwertung der Children.