Vier weitere Medaillen für deutsche Nachwuchsdressurreiter in den Einzelwertungen bei Europameisterschaften in Olomouc
Zum Abschluss zweimal Silber, zweimal Bronze für Junioren und Children bei EM in Olomouc
Emilija Rucinskaites Nice Guy findet es doof, dass nur die Reiter aufs Podium dürfen …
Foto: FEI/Lukasz Kowalski Dass Sandra Sysojevas Tochter Emilija Rucinskaite (BEL) mit ihren noch nicht ganz 13 Jahren und ihr schicker KWPN-Wallach Nice Guy das Paar sein würden, dass es dieses Wochenende bei den Europameisterschaften der Children in Olomouczu schlagen gilt, zeichnete sich bereits bei den Future Champions in Hagen ab, wo sie bereits alle drei Prüfungen gewannen, die letzte mit über 80 Prozent. Damit machten sie in den vergangenen Tagen in Olomouc weiter.
Sie entschieden sowohl die EM-Einlaufprüfung als auch die Einzelwertung der Mannschaftsaufgabe mit jeweils Ü80 Prozent für sich und setzten heute in der Einzelaufgabe noch eins drauf: 83,215, 90,750 Prozent für Sitz, Einwirkung, Präzision des Reitens und Gesamteindruck, dazu technische Bewertungen von 74,074 bis 77,778 Prozent. Damit schnappte sie sich nach Silber mit dem belgischen Team heute ihre erste Goldmedaille bei Nachwuchseuropameisterschaften – vermutlich nicht die letzte.
Silber und Bronze nach Deutschland
Linda Schuchmann und ihr Fürstenball-Sohn Figo de Halliers hatten ihr Wochenende auf Rang zwei begonnen und beendeten es auch als zweitbestes Duo des diesjährigen Children EM-Jahrgangs: Silber mit 79,357 Prozent.
Cecilia Marie Hohl und ihre Oldenburger Stute Saluna W OLD haben hingegen eine richtige Aufholjagd hingelegt: von Platz 17 in der Einlaufprüfung über Rang vier in der Mannschaftswertung aufs Einzeltreppchen mit ihrem besten Ergebnis des Wochenendes von 78,491 Prozent. Bronze!
Kür Junioren – zwei weitere Medaillen
In Olomouc hatte der Himmel gegen Ende der Kür der Junioren beschlossen, die Natur brauche mal wieder ein bisschen Wasser – ausgerechnet in dem Moment, als Clara Kohoutek und Dark Dancer im Viereck waren und mit ihrer Kür bereits begonnen hatten. Plötzlich fing es an zu stürmen. Die Buchstaben fielen um, der Himmel zog sich immer weiter zu, die Zuschauer verließen fluchtartig die Tribünen, die Prüfung wurde unterbrochen. Dann wurde der Wind weniger, dafür setzte der Regen ein. Aber irgendwann mussten Clara und Dark Dancer ran. Es goss in Strömen, von gleichen Bedingungen konnte da nicht mehr die Rede sein. Aber die beiden Sieger von gestern trotzten tapfer dem Wetter, zeigten eine tolle Trabtour mit unzähligen halben Volten, Traversalverschiebungen und Schulterhereins. Auch im Galopp gelang ihnen das meiste in schönster Harmonie, sehr gleichmäßiger, sicherer Anlehnung und bei tragendem Hinterbein. Nur ein Wechsel wollte nicht funktionieren, so dass Clara einmal durchparieren musste. Aber alles in allem eine schöne Kür, die mit 78,030 Prozent bewertet wurde.
Die 17-Jährige sah allerdings beim Herausreiten schon so aus, als wüsste sie, dass es nicht reichen würde, um ihre ärgste Konkurrentin aus Dänemark, Ida Bøllingtoft Asmussen mit der Sezuan-Tochter Gozzip, zu schlagen. Sie sollte recht behalten. Ida und ihrer eleganten Stute war zuvor eine richtige Sternstunde gelungen, die mit einem neuen Personal Best von 78,610 Prozent bewertet worden war und ihnen am Ende die Goldmedaille bescherte.
Bronze und mehr
Greta Louise Wagner und Vanessa H waren als Nachrückerinnen ins Team berufen wurden und beendeten das Wochenende als zweitbestes Paar des deutschen Aufgebots mit zwei Einzelbronzemedaillen neben der in Gold für die Mannschaftswertung. Heute in der Kür konnten die beiden sich mit 76,20 Prozent über eine neue persönliche Bestleistung freuen.
Auch dahinter blieb es bei der Rangierung aus der Einzelaufgabe – Vierter wurde Ulf Möllers italienischer Schüler Matteo Borghesi mit Incognito (76,035), gefolgt von Birte Niessing auf Destino (75,795), die ebenfalls ursprünglich nur als Reservisten vorgesehen gewesen waren.
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