Sieg in der Mannschaftswertung für Dressur Junioren bei den Europameisterschaften in Olomouc

Deutschlands Junioren holen Gold im Viereck von Olomouc

Dressur
Martha Raupach und Francis Drake OLD – bei den Future Champions (Foto) noch unter 70 Prozent in der FEI-Mannschaftsaufgabe, heute mit gut 71 Prozent Teil des EM-Gold-Teams.
Foto: Mirka Nilkens Martha Raupach und Francis Drake OLD – bei den Future Champions (Foto) noch unter 70 Prozent in der FEI-Mannschaftsaufgabe, heute mit gut 71 Prozent Teil des EM-Gold-Teams. Foto: Mirka Nilkens
Nach den U25- und U21-Reitern haben die Dressur Junioren bei ihren Europameisterschaften in Olomouc ebenfalls Gold in der Mannschaftswertung geholt. Mit Abstand.

Wenn die Konkurrenz gehofft hatte, der Ausfall der eigentlich für das deutsche Team vorgesehenen Paare Eve Catherine Bartels/Villeneuve und Ava Osing/Destacado eröffne ihnen Chancen, an den Mädels mit dem Bundesadler vorbeizuziehen, wurden sie in den vergangenen beiden Tages eines besseren belehrt. Bereits gestern hatten die Nachrückerinnen Birte Niessing auf Destino (70,243) und Greta Louise Wagner mit Vanessa H (72,333) das deutsche Team mit jeweils neuer persönlicher Bestleistung in Führung gebracht. Ihre Teamkolleginnen machten den Sack heute zu.


Martha Raupach und Francis Drake OLD kamen nicht ganz an Wagners Top Ergebnis heran, lieferten mit 71,151 Prozent aber eine solide Leistung. Und dann kamen Clara Kohoutek und ihr Dark Dancer und zeigten nochmal, wie die FEI-Mannschaftsaufgabe für die Junioren idealerweise geritten werden sollte.  Das war eine Prüfung aus einem Guss in wunderschöner Anlehnung mit großer Harmonie und Mut zum Risiko, wo gefragt. Zu Recht gab es satte 74,545 Prozent für die Preis der Besten-Siegerin.


So belegten die deutschen Junioren am Ende die Plätze eins, drei, vier und sieben der Einzelwertung. Da war kein Vorbeikommen – was umso bemerkenswerter ist angesichts der Tatsache, dass Olomouc für alle vier die erste Europameisterschaft ist.


Das Goldteam von Olomouc
Das Goldteam von Olomouc

Die weiteren Medaillen


Mit 218,029 Prozent setzte das deutsche Quartett sich wie schon in den anderen Altersklassen gegen Dänemark (212,302) und die Niederlande durch (210,454).


In der niederländischen Mannschaft ist ein Paar hervorzuheben: Annabell de Bock mit ihrem erst siebenjährigen Vivaldi-Hofrat-Sohn Ostilio. Die beiden standen als letztes Paar unter besonderem Druck, denn die Schweizer hatten mit 209,546 Prozentpunkten stark vorgelegt. Beeindruckt vom Druck? Nicht die 16 Jahre junge Annabell. Die ritt mit schönem, stabilen Sitz, gefühlvoller Einwirkung und toller Anlehnung zu einem neuen Personal Best von 70,818 Prozent und sicherte ihrem Team damit Bronze. Da war der Jubel groß und das bei dem schönen Ritt zu recht.


Children


Die Farben der Streifen auf den Flaggen der vier top platzierten Children am Ende von Teil zwei der Einlaufprüfung hatten alle die gleichen Farben (Gelb, Rot und Schwarz), allerdings in unterschiedlicher Abfolge und abwechselnd vertikal und horizontal gestreift.


Es siegte die Belgierin Emilija Rucinskaite auf ihrem achtjährigen Wallach Nice Guy STW v. Just Wimphof. Sie erhielt starke 91,50 Prozent von Thomas Lang und Knut Danzberg, die bei E die reiterliche Darbietung bewerteten. Auch in Sachen Technik konnte der Ritt in der Children-Aufgabe auf dem Niveau der Klasse L sich sehen lassen. Von Maarten van der Heijden bei H erhielten sie gar 79,107 Prozent. Insgesamt wurden es 83,548 Prozent.


Platz zwei sicherten sich Linda Schuchmann und ihr ebenfalls erst achtjähriger Fürstenball-Sohn mit 81,066 Prozent. Die Note bei E: 91 Prozent. Die belgischen „Overnight Leader“ Shirley Vanerom und ihre Sir Donnerhall-Tochter Ogami van het Beukenhof konnten sich unter den Top drei halten mit ihren 81 Prozent.


Rang vier sicherte sich der Quotenmann in der deutschen Delegation, Jasper Rasche auf seinem Lord Loxley-Sohn Limoncello (E: 87,250/79,697). Für die vierte deutsche Reiterin, Antonia Hansmeyer mit Gentle van Wittenstein, die bereits gestern an der Reihe gewesen war, wurde es Platz sieben.


Die erste Prüfung der Children war tatsächlich eine reine Einlaufprüfung. Es gibt in der Altersklasse der zwölf- bis 14-Jährigen auf Großpferden keine Kür, nur Mannschafts- und Einzelwertung, die in den kommenden Tagen auf dem Programm stehen.


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