CCI5*-L Luhmühlen 2026: Britischer Doppelsieg für Caroline Harris und Emily King, Katharina Meyer Siebte

CCI5*-L Luhmühlen 2026: D. Day in der Heide – Caroline Harris siegt, Katharina Meyer Siegerin der Herzen

Vielseitigkeit
Caroline Harris (GBR) und D. Day siegten in der Fünf-Sterne-Prüfung von Luhmühlen 2026. Foto: sportfotos-lafrentz.de Caroline Harris (GBR) und D. Day siegten in der Fünf-Sterne-Prüfung von Luhmühlen 2026. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Caroline Harris heißt die Siegerin des CCI5*-L in Luhmühlen. Die Britin setzte sich vor Emily King und den erfahrenen Valmy Biats. Dritter wurde Boyd Martin mit dem Pferd der verunglückten Elisabeth Halliday. Und eine Lokalmatadorin rührte alle zu Tränen.











Caroline Harris hat in Luhmühlen den zweiten Fünf-Sterne-Sieg ihrer Karriere gefeiert. Mit D. Day blieb die Britin im Springen ohne Fehler und verteidigte damit die Führung, die sie sich am Samstag mit der schnellsten Geländerunde erarbeitet hatte. Es war die einzige Cross Country-Runde, die innerhalb der Idealzeit blieb. 15 von ursprünglich 20 Pferden waren im Springen noch am Start.


Mit D. Day hatte die Britin 2024 die 5*-Prüfung im französischen Pau gewonnen. Der Billy Mexico-Sohn sprang über den Parcours mit Leichtigkeit bund Engagemnet „Ich bin immer noch überwältigt. Er hat einfach unglaublich viel Herz und gibt jedes Mal alles, wenn ich ihn reite. Ich vertraue diesem Pferd vollkommen und weiß, dass er im Springen bis zum Schluss für mich kämpft, solange ich meinen Job ordentlich mache. Normalerweise tut er alles dafür, keine Stange zu berühren. Deshalb konzentriere ich mich einfach darauf, einen guten Grundgalopp und einen gleichmäßigen Rhythmus zu halten. Er liebt Zuschauer – wenn er Applaus hört, denkt er, alle sind nur seinetwegen hier. Nach Emilys Nullrunde in das tobende Stadion einzureiten hat uns zusätzlich beflügelt.“


Emily Kings Valmy Biats – wenn ein 17-Jähriger sich wie sieben anfühlt


Platz zwei ging an Emily King mit Valmy Biats. Vor dem Springen lag sie nur knapp hinter Harris und setzte die spätere Siegerin bis zum letzten Sprung unter Druck. Valmy Biats, 17 Jahre jung und schon zweimal unter den Top Fünf in Badminton, fühlte sich sichtlich wohl in der Lüneburger Heide: „Auf dem Papier ist er vielleicht schon etwas älter, aber heute hat er sich angefühlt wie ein Siebenjähriger. Er ist wie Benjamin Button – jedes Jahr fühlt er sich jünger und besser an. Er hat so eine großartige Einstellung und kämpft jeden Tag für mich. Sein großes Herz ist einfach außergewöhnlich.“


Boyd Martin: „hier geht was…“


Dritter wurde der US-Amerikaner Boyd Martin mit Shanroe Cooley, dem Pferd, mit dem die US-Amerikanerin Elisabeth Halliday schwer verunglückt war. Das Paar zeigte eine solide Dressur (35,7/11.), eine sichere und zugleich schnelle Geländerunde und ein fehlerfreies Springen. Der mehrfache Olympiareiter sagt, der Trip war die Reise wert: „Als ich hier angereist bin, wollte ich zunächst mit einem respektablen Ergebnis beenden. Dann lief es im Gelände so gut, dass ich dachte ‚hier geht was, los geht’s!‘ Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist ein enormer Aufwand, von Amerika bis nach Luhmühlen zu kommen. Deshalb bin ich den Besitzern, Unterstützern und Trainern unglaublich dankbar, dass sie diese Reise ermöglicht haben. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was sportlich an diesem Wochenende für uns drin sein wird. Hier in Luhmühlen auf dem Podium zu stehen, hat meine Erwartungen definitiv übertroffen.“


Siegerin der Herzen


Katharina Meyer und der selbstgezogene Aspen T beenden das CCI5*-L in Luhmühlen als Siebte und die Reiterin kann es nicht fassen. Und ganz Luhmühlen freut sich mit ihr. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Emotionen pur begleiteten Katharina Meyer und Aspen T während der Tage von  Luhmühlen. Die Lokalmatadorin gab ihr Debüt auf Fünf-Sterne-Niveau. Nach durchwachsener Dressur (41,4/) 20.) lieferte sie mit Aspen, der aus eigener Zucht stammt, die viertbeste Geländerunde mit 4,4 Zeitfehlern ab. Im Springen blieben die beiden ohne Fehler – Platz sieben (47,8).: „Aspen ist in Luhmühlen geboren und aufgewachsen und ich kenne ihn inzwischen seit sechzehn Jahren und bin ihm einfach so dankbar. Gestern hatte ich das Gefühl, als würde er die Geländestrecke bereits kennen. Er hat vieles selbstständig gelöst, und ich bin unglaublich stolz auf ihn. Heute war er im Springen ebenfalls einfach perfekt. Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und so zu reiten wie immer. Mit dem Glücksschwein meiner Kinder in der Tasche, habe ich Aspen vor dem Aufsteigen über die Nase gestreichelt und gesagt: ‚Komm, wir machen das.‘ Neben diesen Legenden zu sitzen, fühlt sich für mich immer noch unwirklich an – es ist eine große Ehre. Und dann hier mit einer Nullrunde Siebte zu werden, ist einfach fantastisch.“


Immer wieder kämpfte Katharina Meyer mit den Tränen. Ihre Emotionalität, ihr für alle erkennbares Glück, ließ sogar die Augen der Routiniers auf dem Podium ins Schwimmen geraten.


Im Vorfeld hatten viele internationale Reiterinnen und Reiter ihre Pläne geändert und geplante Starts kurzfristig abgesagt. Insider wollten wissen, dass der Boden in Luhmühlen ein Grund sei, trotz aller Bemühungen der Organisatoren. Siegerin Harris widerspricht dem deutlich: „Es war einfach eine großartige Woche. Der Boden war gestern und heute perfekt, der Kurs hat von Anfang bis Ende konzentriertes Reiten gefordert – wir hatten einfach eine fantastische Woche.“


Endergebnis CCI5*-L Luhmühlen 2026












































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