Luhmühlen 2026: Julia Krajewski führt nach Tag 1 in CCI4*-S, US-Amerikanerin Hallie Coon liegt in CCI5*-L vorn

Julia Krajewski nach Dressur-Tag 1 in Luhmühlen vorne in CCI4*-S

Vielseitigkeit
Julia Krajewski  liegt mit dem Iren Tullabeg Platinum nach dem ersten Teil der CCI4*-S in Führung. Foto: TGL / Thomas Ix Julia Krajewski liegt mit dem Iren Tullabeg Platinum nach dem ersten Teil der CCI4*-S in Führung. Foto: TGL / Thomas Ix
Nach 23 von 50 Paaren liegt Julia Krajewski in der CCI4*-S, der Prüfung, in der die Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit 2026 entschieden wird, in Führung. Unter den Top 10 finden sich vier Deutsche. In der CCI5*-L Prüfung haben die ersten neun von 20 Kombinationen die Dressur hinter sich gebracht. Hier hat aktuell die US-Amerikanerin Hallie Coon mit Kapriccio die Pole Position inne.

Mit ihrem Olympiapferd Nickel, einem der Road2LA-Pferde, ist Julia Krajewski erst morgen an der Reihe. Gegen 12.14 Uhr wird sie als vorletzte Bewerberin am Freitag im Stadion von Luhmühlen erwartet. Heute hatte sie den Iren Tullabeg Platinum gesattelt. Über dessen mit 27,2 Strafpunkten bewerteten Ritt war die Olympiasiegerin mehr als zufrieden: „Er war super, wir verbessern kontinuierlich unser Dressurergebnis. Es fällt ihm sicher nicht zu, aber er gibt immer sein Bestes und das hat er auch heute getan. Ich reite sehr gern hier im Luhmühlener Stadion. Es ist zwar sehr groß, hat aber eine gute Atmosphäre. Vielleicht liegt es an der Dekoration – die Pferde scheinen sich wohlzufühlen. Aber letztlich ist es ja auch so, dass es sich auf das Pferd überträgt, wenn ich mich als Reiter gut fühle.“


Neben Krajewski blieb nur die in England ansässige Neuseeländerin Samantha Lissington unter der 30-Strafpunkte-Marke. Für ihre Diarado-Tochter Delarado war es das erste Mal in ihrer Karriere, dass sie diesen Wert erreichte. Entsprechend zufrieden war die Reiterin. Im April hatte das Paar in Strzegom die CCI4*-S-Prüfung gewonnen.


Hinter der 25-jährigen US-Reiterin Cosby Green und dem Iren Highly Suspicious (31,0), im vergangenen Jahr Vierte in der CCI5*-L in Luhmühlen, reihten sich drei Deutsche ein.


Deutsches Trio auf Rang vier bis sechs


Vanessa Bölting und Ready to Go NRW (31,8), Christoph Wahler und sein im vergangenen Jahr erworbenerSchimmel Gainsbourg de Bedon (32,8) und Nadine Marzahl mit Victoria (33,5) haben damit eine gute Ausgangsbasis für die Geländeprüfung am Samstag. Wahler hat aber auch noch den erfahrenen D’Accord FRH mit in Luhmühlen. Er wird den Siebten von Badminton 2025 morgen im Viereck präsentieren. Für das Paar geht es auch darum, sich für eine Nominierung fürs deutsche WM-Team zu empfehlen.


Wendig muss sein, wer vorne mitmischen möchte


Für die Geländestrecke, die der Brite Mike Etherington-Smith gebaut hat, erstmals unterstützt von Kai-Steffen Meier, gilt: Auch die Rittigkeit zählt. So der Eindruck von Julia Krajewski: „Die Aufgabenstellungen sind alle klar und es ist ein schöner Vier-Sterne-Kurs. Ich denke, dass die Zeit ein entscheidender Faktor sein wird, auch durch die vielen Wendungen. Der Boden ist sehr gut. Da der Sandboden viel Feuchtigkeit benötigt, wird er vom Veranstalter regelmäßig und intensiv bewässert und ich gehe davon aus, dass das bis Samstag beibehalten wird.“


Zwischenergebnis Dressur CCI4*-S nach Tag 1


US-Amerikanerin führt nach erster Hälfte CCI5*-L Luhmühlen


Hallie Coon reitet in Luhmühlen den KWPN-Wallach Kapriccio erstmals auf Fünf-Sterne-Niveau. Mit 27,8 liegt sie in der CCI5*-L nach neun von 20 Teilehmern an der Spitze. Viele britische Reiterinnen und Reiter hatten sich kurzfristig abgemeldet, sodass das Teilnehmerfeld weniger groß ausfällt als erwartet. Hallie ist so wie das an zweiter Stelle liegende Pferd mit Vornamen heißt: Happy. „Er ist einfach das beste Pferd, das ich mir wünschen könnte. Man muss nur dafür sorgen, dass er sich wohlfühlt – dann schenkt er einem sein ganzes Herz. Das ist ein wunderbares Gefühl und ich möchte auf keinem anderen Pferd der Welt sitzen.“


Coon setzte sich vor den Weltranglistenersten Tim Price und Happy Boy. Zwei Taktfehler im Mitteltrab ließen die Noten absacken. Der Neuseeländer kam auf 31,7 Strafpunkte. Hinter dem Briten Stephen Heal und Hagonda (33,6) rangiert Prize‘ Ehefrau Jonelle mit Grappa Nero auf Rang vier.


5-Sterne Debütantin aus Luhmühlen in Luhmühlen


Zwei Deutsche geben ihr Debüt in der schwersten Kategorie, die der Vielseitigkeitssport zu bieten hat. Für Katharina Meyer, ein echter Local Hero – die Mutter eines Dreijährigen reitet für den ZRFV Luhmühlen – war der Auftritt mit Aspen T v. Canstakko in vielerlei Hinsicht besonders: „Alleine hier vor dieser Kulisse reiten zu dürfen, war mir eine Ehre. Ich war dabei, als er auf die Welt kam, habe die ganze Nacht bei ihm in der Box verbracht. Diese Aufgabe nun gemeinsam mit ihm hier zu meistern, ist natürlich sehr emotional.“ Die Lokalmatadoren kamen auf 41,4 Strafpunkte.


Bundestrainer Peter Thomsen kann wegen eines Unfalls nicht den Deutschen Meisterschaften beiwohnen.


Zwischenstand Dressur CCI5*-L Luhmühlen 2026


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