Bob Ellis gestorben: Olympia-Parcoursbauer der Londoner Spiele 2012 lebt nicht mehr
Ein Leben für den Springsport – Parcoursbauer Bob Ellis ist tot
Bob Ellis (1947-2026). Foto: FEI Der Pferdesport kannte Robert Ellis als „Bob the Builder“ bzw. „Bob der Baumeister“. Seit den frühen 1970er Jahren widmete er sich dem Parcoursbau. 1989 wurde er zum internationalen FEI-Parcoursbauer ernannt. Seine Karriere führte ihn in mehr als 30 Länder, wo er Kurse für namhafte Veranstaltungen entwarf – darunter FEI Weltcup-Springen, Nationenpreise, Europameisterschaften und einige der bedeutendsten Pferdesport-Events weltweit. An bekannten Schauplätzen wie der London International Horse Show, in Hickstead und bei der Royal Windsor Horse Show war er eine vertraute Erscheinung.
Highlight: Olympia
Der Höhepunkt von Bob Ellis‘ Laufbahn war 2012 die Rolle als Parcoursbauer bei den Olympischen Spielen in London. Im Greenwich Park entwarf er die Springkurse für die olympischen Reitwettbewerbe. Über Ellis‘ Kurse mit z. B. Red Busses als Mauer und den Trafalgar-Löwen als Ständern sprangen seine Landsleute zu olympischem Mannschaftsgold.
Neben seiner fachlichen Arbeit engagierte sich Ellis als Mentor für jüngere Parcoursbauer. Er teilte sein Wissen gerne, half bei der Ausbildung des Nachwuchses und trug so zur Weiterentwicklung des internationalen Springsports bei. Sein ruhiges Auftreten, sein trockener Humor und seine Begeisterung für den Pferdesport machten ihn in der internationalen Gemeinschaft zu einer geschätzten Persönlichkeit.
FEI Springsport-Direktor Todd Hinde: „Seine Kurse vereinten technische Qualität mit Fairness und Kreativität. Er wird für seine Herzlichkeit und seine Bereitschaft, andere zu unterstützen und zu inspirieren, in Erinnerung bleiben.“