Vorstellung und Diskussion von Möglichkeiten der Co-Existenz von Wölfen und Weidetieren beim Herdenschutztag in Nürtingen

Herdenschutztag an der HfWU Nürtingen: Wolf und Herdenschutz im Fokus

Szene
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Wie kann man Pferde und andere Tiere vor Attacken durch Wölfe schützen? Der zweite Herdenschutztag der HfWU Nürtingen am 12. Juni soll Antworten bringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wie gelingt wirksamer Herdenschutz, seit der Wolf wieder fester Bestandteil der heimischen Tierwelt ist? Antworten darauf will der zweite Herdenschutztag an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) am Freitag, 12. Juni, geben. Grundlagenwissen rund um den Wolf, die veränderte Gesetzeslage, Herdenschutz mit Herdenschutzhunden, die Bedeutung der Vokalisierung von Nutztieren sowie besondere Weidestandorte zählen zu den Themen des Tages.


Fragen, die beantwortet werden sollen


Anlass für die Veranstaltung ist die jüngst beschlossene Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs in Deutschland, die das Zusammenleben von Wolf und Nutztierhaltung neu ordnet. Welche Folgen hat der gesenkte Schutzstatus konkret für die Wolfsbestände in Deutschland – und worauf müssen sich Nutztierhaltende künftig einstellen? Wie verändert die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht den Alltag der Betriebe und ihre Herdenschutzmaßnahmen? Und welche aktuellen Forschungsergebnisse helfen beim Herdenschutz weiter? Diesen Fragen widmet sich der Herdenschutztag in Vorträgen und Diskussionen.


Fachleute aus Forschung, Behörden und landwirtschaftlicher Praxis erläutern die Faktenlage zum Wolf und geben Nutztierhaltenden eine Orientierung, wie ihre Zukunft mit dem Wolf aussehen kann.


Ausgerichtet wird der Herdenschutztag von der HfWU gemeinsam mit einer Studierendengruppe des sechsten Semesters Pferdewirtschaft. Im Zentrum stehen wissenschaftliche Erkenntnisse zum Herdenschutz, die rechtlichen Entwicklungen rund um das Jagdrecht und praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Wolf. Die Veranstaltung will das vorhandene Wissen bündeln, den Austausch zwischen Nutztierhaltenden und Fachleuten fördern, Sorgen ernst nehmen und gemeinsam Lösungswege für einen wirksamen Herdenschutz aufzeigen.


Programmvorschau


Das Vortragsprogramm startet um 9 Uhr und versammelt Fachbeiträge von Expertinnen und Experten der HfWU sowie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Der erste Themenblock vermittelt das juristische Hintergrundwissen zum geltenden Jagdrecht und erklärt, was die Änderungen für den Umgang mit dem Wolf bedeuten.


Im zweiten Block stellen die Referierenden zentrale Ergebnisse hochschuleigener Forschungsprojekte zu Herdenschutzhunden, Herdenschutzzäunen und zur Vokalisation von Nutztieren vor.


Eine ausführliche Präsentation des Herdenschutzprojekts Südschwarzwald rundet diesen Teil ab und liefert Nutztierhaltenden neue Impulse für den eigenen Herdenschutz.


Am Nachmittag greift eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Wölfe: Neuer Schutzstatus und Aufnahme in das Jagdrecht“ die wichtigsten Punkte des Vormittags noch einmal auf. Betroffene Tierhaltende können hier aktiv mitdiskutieren, Fragen stellen und eigene Anliegen sowie Sorgen rund um Wolf und Herdenschutz einbringen. Die Runde bietet zudem die Gelegenheit, direkt mit Fachleuten wie Klaus Lachenmaier vom Landesjagdverband ins Gespräch zu kommen.


Gegen 16 Uhr klingt der Herdenschutztag mit Raum für persönliche Gespräche aus.

Die Teilnahme am Herdenschutztag ist kostenfrei. Um Anmeldung unter herdenschutztag26@hfwu.de wird gebeten.


Veranstaltungsdetails


Freitag, 12. Juni 2026, 9:00 bis 16:00 Uhr

HfWU Nürtingen, Gebäude CI6 Alte Turnhalle

Heiligkreuzstraße 3, 72622 Nürtingen


 


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