Feine Bella NRW gewinnt Qualifikation zur Finalqualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal von München
Burg-Pokal Auftakt in München mit Ex-Bundeschampionesse an der Spitze
Siegerin zum Auftakt des Nürnberger Burg-Pokals von München: Feine Bella NRW mit Sabina Schrödter. Foto: Pferd International/Hubert Fischer Wer sich schon mal gefragt hat, was eigentlich aus der Bundeschampionesse der vierjährigen Stuten und Wallache von 2021 mit Namen Feine Bella NRW wurde – heute in München gab es die Antwort.
Seit 2024 ist Feine Bella im Beritt von Sabina Schrödter. Als Vierjährige holte die westfälische Fürstenball-Tochter mit Höchstnoten den Titel in Warendorf, damals noch unter Wiebke Hartmann-Stommel. Danach wechselte sie über eine Auktion in den Besitz von Helgstrand Dressage nach Dänemark, von wo aus sie sich für die WM der jungen Dressurpferde qualifizierte und hier fünfjährig Siebte wurde.
2024 ging sie erste Dressurpferdeprüfungen Klasse M mit Sabina Schröder. 2025 waren die beiden Seriensieger in regionalen M- und S-Prüfungen. 2026 waren sie bis München weiter ungeschlagen und sind es bislang auch noch. Die Stute ging eine gehorsame, exakte Prüfung ohne Fehler, die mit 72,878 Prozent bewertet wurde.
Bemerkenswert war nicht nur, wie dicht die vier Paare an der Spitze zusammenlagen, sondern auch, wie unterschiedlich die Einordnungen der Richter waren. Bei Feine Bella reichten sie von Rang sieben (70,244, Michaela Grupen bei H) bis eins (74,634, Christof Umbach bei E).
Die Verfolger
Wäre es nach Michaela Grupen und Chefrichterin Katrina Wüst bei C gegangen, hätte Katharina Hemmer mit ihrem von der Pike selbst ausgebildeten Escolar-Sohn Escanciador die Prüfung gewonnen. Schon in Hagen erfreute „Emil“ mit einer schön anzuschauenden Runde im Burg-Pokal und in München konnten sie noch einen draufsetzen: Platz zwei mit 72,317 Prozent, 75 Prozent von Katrina Wüst. Das ist ein neues Personal Best für die beiden.
Dicht dahinter reihte sich Nicole Grosch mit der neunjährigen Vitalis-Tochter Visser’s Hit Valeria VEC OLD (sic!) ein. Die beiden waren vor zwei Jahren Achte im Finale des Bundeschampionats der siebenjährigen Dressurpferde (nach Platz sechs bei den Fünfjährigen und einer weiteren Finalteilnahme als Sechsjährige) und nahmen bereits im vergangenen Jahr an Burg-Pokal Qualifikationen teil. Heute erhielten sie 72,293 Prozent, und auch bei ihnen gab es einen Richter, der sie an der Spitze hatte: Nicole Nockemann bei B.
Katrina Wüst hatte zwei Paare, die sie favorisierte, neben Katharina Hemmer auch Raphael Netz mit dem Glamourdale-Sohn Glamourdoc. Der Rappe war bis Klasse M von Charlott-Maria Schürmann ausgebildet worden. Raphael ritt ihn siebenjährig die ersten Turniere und belegte beim Bundeschampionat der Siebenjährigen Platz vier. Nun ist Glamourdoc achtjährig und präsentierte sich heute als der Prototyp des reell ausgebildeten, zufriedenen Dressurpferdes, vollkommen losgelassen und sehr schön im Seitenbild. 72,244 Prozent wurden es für die beiden.
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