Frühjahrsturnier Luhmühlen
Lara de Liederkerke-Meier gewinnt Luhmühlener CCI3*, Jahncke die nationale Prüfung
Heike Jahncke und Mighty Spring sind bestens vertraut mit den Gegebenheiten in Luhmühlen. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Lara de Liederkerke-Meier verbindet mit Luhmühlen unter anderem ihr erster Fünf-Sterne-Sieg. 2024 gewann sie auf Hooney d’Arville den deutschen CCI5*-L. Dieses Wochenende hatte sie den zehnjährigen Quintus mit in die Heide gebracht. Sie hat den belgischen Diarado-Sohn selbst ausgebildet und war mit ihm unter anderem 2023 bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde am Start. Letztes Jahr konnten sie die ersten Vier-Sterne-Prüfungen beenden, auch in Luhmühlen, wo sie allerdings einen Stopp im Cross hatten.
Anders dieses Wochenende. Auf Drei-Sterne-Niveau präsentierte der Wallach sich souverän mit der einzigen fehlerfreien Runde im Gelände. So kamen zum Dressurergebnis von 27,2 Minuspunkten nur die vier Fehler für den Abwurf im Parcours hinzu. 31,2 Minuspunkte genügten, um das beste Paar nach der Dressur, die WM-Aspiranten Malin Hansen-Hotopp und ihren 14-jährigen Holsteiner Carlitos Quidditch, auf Rang zwei zu verweisen. Die eröffneten die Saison mit einem ruhigen Geländeritt beim ersten Outing und nahmen 8,8 Zeitfehler in Kauf.
Über Rang drei konnte sich bei ihrem Heimspiel Anna Siemer auf der ebenfalls erst zehnjährigen Hannoveraner Stute Grazia K freuen. Siemer hatte die Gem of India-Tochter 2024 von Andreas Brandt übernommen und war mit ihr schon mehrfach platziert in Drei-Sterne-Prüfungen. Zum Ende der Saison 2025 wagten sie sich auch schon an CCI4* heran, konnten hier aber bislang noch nicht beenden. Doch der Einstieg in diese Saison gelang mit 27,8 Minuspunkten in der Dressur (dem gleichen Ergebnis wie im Vorjahr an gleicher Stelle), fehlerfreiem Springen und 6,8 Zeitfehlern im Cross. Das bedeuteten 34,6 Minuspunkte in Summe.
Jahncke dominiert nationale Prüfung
Zwölf Paare waren in der nationalen M/S Vielseitigkeit am Start. Hier schafften es zwei Paare innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel des Geländes, die sich so nach Mittelfeldplatzierungen in der Dressur an die Spitze kämpften, allen voran Heike Jahncke mit ihrer nun 16-jährigen Mighty Magic-Tochter Mighty Spring.
Nach der Dressur lagen die beiden mit 32,3 Minuspunkten auf Rang sieben. Die Zeit war auch ein Thema im Parcours. Ohne Zeitstrafpunkte kam nur ein Paar ins Ziel. Bei Jahncke und Mighty Spring waren es 1,6 Minuspunkte, die zum Dressurergebnis addiert wurden. Die 33,9 Minuspunkte bedeuteten letztlich den Sieg.
Das zweite Paar ohne Fehl und Tadel im Gelände waren Pauline Knorr und die ebenfalls hannoversch gezogene Aevolet v. Anke. So waren es nur die 0,4 Minuspunkte im Parcours, die zur 36,3 Minuspunkte-Dressur hinzukamen. So konnten sie sich mit einem Zehntelpunkt Vorsprung Platz zwei sichern.
Das knapp geschlagene Paar auf Rang drei waren Calvin Böckmann und Altair de la Cense, die schon nach der Dressur Dritte waren (31,2), im Parcours einen Abwurf kassierten und im Gelände 1,6 Zeitfehler.
Im Parcours waren lediglich Arne Bergendahl und Bronco NRW fehlerfrei. Schlussendlich wurden sie Vierte.
Die Zwei-Sterne-Prüfungen in Luhmühlen werden erst morgen entschieden. Alle Ergebnisse finden Sie hier.