Deutschland gewinnt Nationenpreis Vielseitigkeit Marbach, Jung siegt, Krajewski Zweite
Deutscher Doppelsieg beim Nationenpreis Marbach
Große Freude bei (v.l.) Ben Leuwer, Michael Jung, Libussa Lübbeke und Julia Krajewski, im Vordergrund Equipechefin Dr. Annette Wyrwoll, beim Nationenpreissieg in Marbach 2026. Foto: FEI/Libby Law Vier Deutsche unter den Top Ten, drei davon aus der Abordnung, die im Nationenpreis an den Start gegangen war. Beim CCIO4*-S in Marbach hatte Bundestrainer Peter Thomsen gut lachen. Nicht nur, weil die deutsche Mannschaft den Sieg im Nationenpreis auf der schwäbischen Alb davon getragen hatte.
Mit Michael Jung und Julia Krajewski gab es auch noch einen deutschen Doppelsieg in der Einzelentscheidung zu feiern: Zwei Olympiasieger, der eine, der Sieger, mit seinem Olympiasieger fischerChipmunk FRH, die andere, Julia Krajewski, mit dem Iren Tullabeg Platinum auf Platz zwei.
Dreimal Top 10
Michael Jung hatte auf der Geländestrecke am Samstag nicht das allerletzte aus Chipmunk herausgeholt und war mit 6,8 Zeitfehlern ins Ziel gekommen. Das Resultat, 28,0, brachte er dann sonntags sicher über den Parcours im Stadion von Marbach nach Hause.
Auch Julia Krajewski und der Zwölfjährige Ire „Paul“ kamen ohne Abwurf über den Kurs. Mit 32,9 Punkten landeten sie auf Platz zwei in der Einzelwertung. Die dritte Teamreiterin, Mannschaftseuropameisterin Libussa Lübbeke, brachte die von ihrer Familie gezogene Caramia FRH mit einem Abwurf durchs sonntägliche Springen (37,9). Der eine Springfehler vereitelte ein komplett deutsches Podium. Ohne die vier Strafpunkte hätte es für die beiden rechnerisch für Platz drei gereicht, so wurde es Rang sieben.
Debüt für Zuccini MN
Der vierte deutsche Teamreiter, Ben Leuwen, hatte nach einem Vorbeiläufer mit Zuccini MN im Cross einen Abwurf am Aussprung der zweifachen Kombination kassiert. Mit 76,1 Strafpunkten lieferte das Duo das Streichergebnis. Es war für den von der Initiative Road2LA unterstützten neunjährigen Holsteiner der erste Nationenpreis-Einsatz.
Klarer Sieg für die deutsche Equipe
Team Germany stand vorn mit 98,8 Minuspunkten. Es folgte die Abordnung aus Belgien (123,3), die mit zwei Olympiareiterinnen, Karen Donckers (mit Leipheimer van’t Verahof 41,9/11.) und Lara van de Liederkerke-Meier (mit Kiarado d’Arville 37,2/6.) auf die schwäbische Alb gekommen waren.
Dritte wurde die Mannschaft aus Schweden (130,8). Beste Reiterin der Skandinavier war Louise Romeike mit dem Holsteiner Caspian v. Crumble (34,4/3.).
Deutsches Berufsreiterchampionat 2026
Noch in die Top Ten schaffte es Nina Schultes mit dem 19-jährigen Grand Prix v. Grafenstolz (40,8). Die Platzierung war gleichbedeutend mit dem vierten Rang im Deutschen Berufsreiterchampionat, das zum wiederholten Mal von Michael Jung gewonnen wurde. Die Plätze zwei und drei gingen an Julia Krajewski und Libussa Lübbeke.
Endstand Nationenpreis Marbach 2026