Tierschutz! Ermittlungen nach Abbruch Sichtung Preis der Besten in München-Riem
Tierschutz-Vorfall bei Sichtung zum „Preis der Besten“ 2026 in München-Riem – Veranstaltung abgebrochen
In München-Riem finden alljährlich Turnier- und Zuchtveranstaltungen statt.
ARCHIVBILD. Foto: sportfotos-lafrentz.de In der Nacht vom 14. auf den 15. Februar ist es auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem zu tierschutzrelevanten Vorfällen im Stallbereich gekommen. Das hat Pferdesport Deutschland per Pressemitteilung bekanntgegeben, Demnach hätten mehrere Ponys am frühen Sonntagmorgen Auffälligkeiten aufgewiesen bei der bayerischen Sichtung für den „Preis der Besten“. Die Veranstaltung wurde daraufhin am Sonntagmorgen abgebrochen.
Was geschah genau bei der Sichtung zum Preis der Besten in München-Riem?
Wie mitgeteilt wurde, werden aus ermittlungstechnischen Gründen keine weiteren Details zum genauen Hergang veröffentlicht. Klar ist jedoch, dass die Vorfälle den Tierschutz betreffen. Die Olympia-Reitanlage in München-Riem ist eine der wichtigsten Turnierstätten in Bayern. Hier finden Turniere, Sichtungen und Körungen statt.
Nach Angaben des verantwortlichen Tierarztes Dr. Michael Zeitelhack seien nur wenige Ponys betroffen. Den Allgemeinzustand der Tiere beurteilte er insgesamt als gut. Nach aktuellem Stand seien keine Folgeschäden zu erwarten. Die Hintergründe der Vorfälle sind derzeit unklar.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eingebunden ist auch das zuständige Kreisveterinäramt. Der Vorfall sorgte dafür, dass die bayerische Sichtung für den „Preis der Besten“ abgebrochen wurde. Der Preis der Besten ist eine bundesweite Prüfung für die besten Nachwuchssportler.
Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), reagierte prompt. „Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem. Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste. Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Vorkommnisse vollständig aufgeklärt und entsprechend geahndet werden“, erklärte er.
Auch Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischer Reit- und Fahrverband, äußerte sich deutlich zu den Ereignissen in München. „Die Ereignisse der vergangenen Nacht machen uns betroffen und fassungslos. Für uns steht das Wohl der Ponys und Pferde über allem. Die Entscheidung, die Sichtung abzubrechen, war daher alternativlos. Wir arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen und setzen alles daran, die Vorkommnisse vollständig aufzuklären.“