Christian Simonson bringt US-Dressurreiter zurück in die Top Ten der Welt
US-Dressurreiter auf dem Weg zurück an die Weltspitze
Mehrfach wurden Christian Simonson und Indian Rock bei ihrem letzten Wellington-Start mit Neunen von den Richtern bedacht, unter anderem für die Rechtspirouette. Foto: Wellington International/Centre Line Media Christian Simonson hatte nach den Olympischen Spielen 2024 den KWPN-Hengst Indian Rock von Emmelie Scholtens übernommen. Außerdem reitet er den von Adelinde Cornelissen ausgebildeten Fleau de Baian (mit dem er allerdings bei ihren letzten Start ausschied, weil der Parzival-Vollbruder sich auf die Unterlippe gebissen hatte). Mit Indian Rock gewann Simonson im Januar die Weltcup-Qualifikation in Wellington und sicherte sich damit einen Startplatz beim Finale in Fort Worth, Texas. Dieser sowie weitere Erfolge bescherten Simonson so viele Punkte, dass er nun die Nummer neun der Weltrangliste ist.
Neue Kaderzusammensetzung
Und die Ergebnisse aus Wellington haben nun auch dazu geführt, dass es wieder einen Elite-Kader der US-Dressurreiter gibt. Neben Simonson und Indian Rock gehören dem auch Marcus Orlob und Jane an, die 2024 in Paris für die USA am Start waren, aber ihre Prüfung nicht beenden konnten, weil die Stute sich am Bein verletzt hatte. Um hier gelistet zu werden, müssen die Paare Ergebnisse von 74 Prozent und besser in Grand Prix und/oder Grand Prix Special aufweisen können.
Um in den „Pre-Elite“ Kader aufgenommen zu werden, also dem Pendant zum deutschen Perspektivkader, muss man in den USA 71 Prozent und mehr in Grand Prix und Special erreicht haben. Das trifft nun auch auf die Olympia-Bronze- und WM-Silbermedaillengewinnerin von 2016 bzw. 2018 zu, Kasey Perry-Glass mit dem 14-jährigen KWPN-Wallach Heartbeat W.P. v. Charmeur. Sie hatten im Juli in Aachen erstmals über 71 Prozent im Special erhalten und bestätigten dieses Ergebnis nun mit 72,022 Prozent im CDI3* Grand Prix von Wellington, kamen im Special diesmal aber nicht über 68,553 Prozent. Dennoch reichte das, um nun neben Anna Marek mit Fayvel und Christian Simonsons Stallkollegen im Zen Elite Equestrian Center, Endel Ots mit Bohemian, gelistet zu werden.
Hier gibt es die Übersicht mit allen Kadermitgliedern der USA.
Christine Traurig, Chef d’Equipe und Technische Beraterin, kommentierte: „Dass zwei unserer Paare die Kriterien für den Elite-Kader erfüllen, ist ein Beweis für die Arbeit, das Training und die Zusammenarbeit, die in den letzten Monaten so inspirierend waren, und ich bin sehr gespannt auf das, was vor uns liegt.“
Die Spitze der Weltrangliste – ein paar Veränderungen
Abgesehen von der Tatsache, dass es nun wieder einen US-Reiter unter den Top Ten gibt, hat sich auch ansonsten manches verändert in der Weltspitze der Dressurreiter. Zwar wird die Rangliste der Reiter immer noch von Justin Verboomen angeführt, aber dahinter konnte sich Isabell Werth von Rang drei zurück auf Platz zwei schieben. Die Britin Becky Moody, die vorher Zweite war, ist nun Vierte. Dazwischen rangiert ihre Landsfrau Charlotte Fry, die vorher Vierte war.
Carl Hester (GBR) ist nach wie vor Fünfter. Auf dem sechsten Platz rangiert ebenfalls wie im Vormonat Frederic Wandres. Dahinter konnte sich Patrik Kittel (SWE) um zwei Plätze verbessern. Isabel Freese (NOR) ist Achte vor Simonson und die Schwedin Maria von Essen bildet den Abschluss der Top Ten.
Weitere Deutsche unter den besten 50
- 13. (vorher 16.) Raphael Netz
- 14. (7.) Katharina Hemmer
- 26. (18.) Ingrid Klimke
- 28. (34.) Moritz Treffinger
- 37. (39.) Carina Scholz
- 46. (45.) Svenja Kämper-Meyer
- 50. (54.) Laura Strobel
Die vollständige Liste finden Sie hier.