Erfolgreicher Freitag für die deutschen Springreiter beim Global Champions Tour-Turnier in Rabat, Marokko
Deutsche Springreiter sahnen in Marokko ab, Monaco Aces gewinnen GCL
Ioli Mytilineou und Casanova Hastak waren das einzige Paar, das heute in Rabat zweimal null sprang.
Foto: Liuba Buzzola/LGCT Dass Riesenbeck International die Global Champions League Gesamtwertung gewinnen würde, stand ja schon seit der vorletzten Etappe in Kairo fest. Heute beim letzten Global Champions Tour und League Turnier in Rabat, Marokko, haben sie noch einmal unterstrichen, dass der Erfolg nicht von ungefähr kam. Nach der ersten Runde über 1,60 Meter lagen Philipp Weishaupt auf Oreo K und der Youngster des Teams, der 24-jährige Ire Ciaran Nallon, im Sattel von Iglesias D.V. noch an vierter Stelle. Einen Springfehler hatte keiner der beiden, aber Ciaran war etwas zu langsam und kassierte zwei Strafpunkte für Zeitüberschreitung.
Das passierte dem Talent von der grünen Insel kein zweites Mal. Diesmal setzte er auf den zwölfjährigen ZfdP Wallach Christians Carrado, der fehlfrei über den 1,55 Meter Parcours flog. Philipp Weishaupt sattelte seinen Seriensieger der Saison, den neun Jahren jungen Callao L v. Congress aus der Zucht von Kai Ligges. Der war nicht nur fehlerfrei, sondern auch blitzschnell. Damit beendete das Team die Prüfung mit den zwei Zeitfehlern. Das bedeutete Platz zwei hinter der einzigen Mannschaft, die viermal fehlerfrei ins Ziel kam, die Monaco Aces in Gestalt von Yuri Mansur auf Alfons Santo Antonio und Vitiki sowie Ioli Mytilineou auf Casanova Hastak, die als einziges Paar doppelnull sprangen.
Satter Bonus für die GCL Platzierten
Zusätzlich zu den jeweiligen Preisfeldern, die bei den einzelnen Etappen ausgeschüttet werden, gibt es am Ende der Saison Boni für die Sieger und Platzierten der Gesamtwertungen von Global Champions League und Tour. Und das ist nicht wenig. Riesenbeck International kassierte als Sieger satte 2 Millionen. Die Istanbul Warriors auf Rang zwei können sich über 1,4 Millionen freuen. Eine Million zusätzlich verdiente New York Empire und 750.000 Euro die Prague Lions.
Und das ist es ja noch nicht gewesen mit dem Geldsegen. Diese vier Mannschaften sind qualifiziert für die sogenannten Playoffs, die ja statt in Riad in Verona stattfinden. Hier gibt es zusätzlich über 11 Millionen zu gewinnen, davon allein 9,85 Millionen in der Global Champions League und der Rest im Super Grand Prix der Etappen-Sieger der Tour. Die Entscheidung fällt über drei Runden: Viertelfinale (1,35 Millionen), Halbfinale (2 Millionen) und Finale (6,5 Millionen).
Freitag ist Weishaupt-Tag
Philipp Weishaupt hatte heute einen Lauf: zwei Springen – ein Sieg, ein zweiter Platz. Den ersten Platz holte er in der zweiten Runde der Global Champions League mit Callao L, der schon 2023 seine ersten CSI Erfahrungen mit Chef Ludger Beerbaum im Sattel sammelte. Dann wurde er eine Zeitlang von Philipp Hartmann geritten und seit Anfang vergangenen Jahres nun von Philipp Weishaupt. 2025 war zum Kennenlernen, 2026 sind die beiden durchgestartet. Das heute war der siebte Sieg (!) und die elfte Top drei Platzierung für den Schimmel allein in dieser Saison.
In 65,83 Sekunden waren Weishaupt und Callao L noch einmal fast zwei Sekunden schneller als Sophie Hinners und Event de l’Heribus, die in 67,67 Sekunden auf den zweiten Platz sprangen. Yuri Mansur sprang mit seinem treuen Vitiki auf Rang drei (68,15). Über Rang vier konnte sich Global Champions League Neuzugang Sandra Auffarth mit dem selbst gezogenen Comcador OLD freuen (68,88).
Seinen zweiten Erfolg heute hatte Philipp Weishaupt in der ersten GCL-Prüfung gefeiert, in der es über 1,60 Meter geht. Hier trug sein belgischer Kannan-Sohn Oreo D.R. ihn auf den zweiten Platz. Schneller (und zwar deutlich, 72,01 zu 74,32 Sekunden) waren nur Simon Delestre (FRA) und Golden Boy DK.
Ebenfalls platziert: Sophie Hinners und ihr Mannschaftsweltmeister Singclair. Die kleine Null-Fehler-Maschine aus Schweden sprang auf Rang sieben.
Alle Ergebnisse aus Rabat finden Sie hier.
