Körung der Springhengste
Ein Großteil der Niedersachsenhalle war mit Planen abgedeckt, als eine Woche nach den Dressurhengsten die Youngster mit Springabstammung zur Hannoveraner Körung 2025 antraten. Offenbar war das Interesse an den 52 Youngstern mit Zukunftsperspektive für den Parcours weniger groß. Gekört wurden letztlich 29 Hengste, fünf zudem prämiert.
Am begehrtesten unter den Verdener Springtalenten war die Katalognummer 108 v. Aganix du Seigneur-Cascavello-Colman-Barnaul xx. Rafal Krajewski war stolzer Züchter und zusammen mit Ralf Ferri auch Aussteller des bunten Fuchses aus dem Stamm, der auch den gekörten 1,60 Meter-Springhengst Carinjo von Patrice Delaveau hervorgebracht hat sowie unter anderem das Olympiapferd Monaco von Gerco Schröder. Für 125.000 Euro ging der Zuschlag an Kunden aus Belgien.
Nicht der Schönste, aber am Sprung in der Tradition seiner Vorfahren stehend – so kam die Katalognummer 115 daher. Caterina Schulz-Beelitz hat den Chacco Blue-Nabab de Reve-Lord Z-Carthago-Sohn aus bestem belgischen Mutterstamm (Emerald van’t Ruytershof, Le Blue Diamond van’t Ruytershof, Jilbert van’T Ruytershof, Messi usw.) gezogen. Über die Turnierauktion auf dem Hof Rosenbusch war er als Fohlen zu Hauke Heinrich in Lensahn gewechselt, der nun Zeuge wurde, wie sein Youngster für 102.000 Euro unter den Hammer kam. Ein Zucht- und Ausbildungsstall in Niedersachsen erhielt den Zuschlag.
Ebenfalls als Fohlen versteigert, jedoch in Verden, wurden zwei weitere Prämienhengste. Das war zum einen die Katalognummer 130, ein schick aufgemachter Schwarzbrauner, unverkennbar beeinflusst von seinem Vater, dem Vielseitgkeitsvererber Nummer eins auf der Welt, Diarado. Paul Bergen hatte den einstigen Holsteiner Siegerhengst an seine Chacoon Blue-Contender-Grundstein-Tochter Candy Girl angepaart. Über den Verdener Fohlenfrühling hatte sich 2023 Carola Grotheer in Worpswede den Zuschlag für den korrekten Junghengst gesichert. Nun geht er in die USA. 95.000 Euro investierte ein Stammkunde aus Übersee.
Das andere ehemalige Verdener Auktionsfohlen, das die Niedersachsenhalle nun als Prämienhengst verließ, war die Katalognummer 111, ein noch jugendlicher, blutgeprägter Sohn des Baloutaire PS aus einer Van Helsing-Carismo-Prinz Gaylord-Mutter, der den Stamm des 1986er Weltmeisters The Natural repräsentiert. Züchter sind Bernhard und Helmut Jasken in Hagen. Die IB Berger stellte den Schwarzbraunen zur Körung vor. Für 33.000 Euro erhielt ein Sportstall in Tschechien den Zuschlag.
Last nut not least wurde die Nummer 99 prämiert, ein korrekt aufgemachter Rappschimmel v. Valensky-Stolzenberg-Contendro-Raphael, gezogen und ausgestellt von Peter Wisch in Otterndorf. Seine Mutter, die Staatsprämienstute Stina, ist eine hoch erfolgreiche Schaustute und hat bereits einen prämierten Sohn v. Grey Top. Aus dem Stamm gingen nicht nur erfolgreiche Spring-, sondern auch hoch dekorierte Dressurpferde hervor, wie der Sion-Sohn Sterntaler von Matthias Alexander Rath oder Frederic Wandres‘ ehemaliger Weltmeister der Jungen Dressurpferde, Zucchero v. Zonik. Bei 28.000 Euro fiel für diesen Prämienhengst der Hammer.
Der Durchschnittspreis für die 26 verkäuflichen gekörten Springhengste lag bei 37.981 Euro.