Die Ergebnisse der Kurz-VA in Vechta
Bestnoten für Valerian und Visconti
2024 in Verden gekört und für 43.000 Euro verkauft, nun bester Prüfling in Vechta: Valerian v. Va' Pensiero. Foto: Hannoveraner Verband Drei Tage vor Ort, einen Tag unter den Augen der Bewertungskommission mit dem eigenen Reiter, am nächsten Tag dann der Fremdreitertest – so sieht die Kurz-VA der Dressurhengste aus.
Die Springhengste sind ebenfalls drei Tage vor Ort, werden am ersten Tag aber nur beim Freispringen getestet und können später noch einmal die Halle mit Hindernissen in Augenschein nehmen. Am zweiten Prüfungstag werden zunächst Einzelsprünge und dann Sprungfolgen abgefragt.
Die Bewertungskommission der Dressurhengste setzte sich aus Peter Olsson und Klaus Storbeck als Richtern sowie Marco Bührig und Sina Aringer als Fremdreitern zusammen. Disziplinexperte für Dressur und Springen war Richard Hannöver. Bei den Springhengsten saß er zusammen mit Hubert Uhus und Reinhard Lütke-Harmann am Richtertisch. Als Fremdreiter war Bernd Osterkamp eingeteilte.
Die Dressurhengste
Beim Hengstmarkt im Anschluss an die Hannoveraner Körung 2024 war der Va‘ Pensiero-De Niro-Lauries Crusador xx-Sohn aus der Zucht von Thomas Heuer in Bienenbüttel mit 43.000 Euro verhältnismäßig günstig zu haben. Nun heißt der Braune Valerian und trat in Vechta für die Damil Dressage GbR an. Hier fegte er die Konkurrenz – darunter auch Hengste, die bei derselben Körung prämiert wurden – notenmäßig vom Tisch: 9,0 im Trab, 8,5 im Galopp, 8,1 im Schritt, 9,5 in der Rittigkeit und 9,0 in der Leistungsbereitschaft. Das ergab eine gewichtete Endnote von 8,87 und damit das beste aller Prüfungsergebnisse.
Die zweithöchste Note erhielt mit Framington v. Franklin-Romanov-Fidermark ein weiterer Kandidat der Verdener Körung 2024. Er kostete 38.000 Euro. Der Braune aus der Pferdezucht P & S in Farven wurde in Vechta von Michael Schenk angemeldet und von dessen Sohn Jakob vorgestellt. Im Trab überzeugte er mit 8,6. Die Galoppnote lautete 8,8. Hinzu kamen Schritt 8,0, Rittigkeit 9,0 und Leistungsbereitschaft 8,6. Das machte eine 8,64 insgesamt.
Prämien- und Siegerhengste
Zu den „Prominenten“ des Lots zählte unter anderem der Secret-Sohn Segantini Due. Den Namen trägt der bunte Rappe aus der Zucht von Dr. Christine Feichtinger und im Besitz des Landgestüts Celle nicht von Ungefähr. Er ist der Bruder zum ehemaligen Bundeschampion und WM-Finalisten Segantini von Dorothee Schneider. Bei besagtem Verdener Hengstmarkt bekam Celles Landstallmeister Dr. Axel Brockmann bei 275.000 Euro den Zuschlag. Jetzt in Vechta absolvierte er einen im wahrsten Sinne des Wortes „guten“ Test mit 8,0. Die Einzelnoten: trab 8,3, Galopp 7,9, Schritt 7,2, Rittigkeit und Leistungsbereitschaft je 8,3.
Ebenfalls geprüft wurde der Trakehner Siegerhengst von 2024, Havertz v. Blanc Pain-Millennium-K2. Der von Michaela Boehn gezogene Braune wurde damals im Rahmen der Auktion für offiziell 420.000 Euro an das Gestüt Sprehe verkauft. Stallreiterin Beatrice Arturi stellte ihn in Vechta vor. Mit den Einzelnoten 8,2 (Trab), 8,0 (Galopp), 7,1 (Schritt), 7,5 (Rittigkeit) und 8,0 (Leistungsbereitschaft) schloss er seinen Test mit einer gewichteten Endnote von 7,71 ab.
Springhengste
Und auch bei den Springhengsten hatte ein Hannoveraner die Nase vorn, diesmal einer aus dem Landgestüt Celle: der von Rainer Schulz in Burgdorf gezogene Visconti v. Valensky-Classe-Catrick, den Christopher Dittmann der Bewertungskommission präsentierte. Die waren begeistert von dem Schimmel. Die Springanlage bewerteten sie mit 9,0, die Rittigkeit sogar mit 9,2 und die Leistungsbereitschaft mit 8,8. Hinzu kamen 7,4 im Trab, 8,5 im Galopp und 7,0 im Schritt. Das bedeutete eine gewichtete Endnote von 8,76.
Mit dreimal 9,0 für Springanlage, Rittigkeit und Leistungsbereitschaft kam der Stakkato Gold-Julio-For Pleasure-Sohn Starline daher. Auch er ist ein Hannoveraner und stammt aus der Zucht des Gestüts Sprehe. Er hört auf den Namen Starline, war Prämienhengst der Körung 2024 in Verden und wurde anschließend offiziell für 100.000 Euro verkauft. Anmelder in Vechta war allerdings weiterhin das Gestüt Sprehe, wo er auch als Deckhengst gelistet ist. Heute war er mit einer 8,68 zweitbester Prüfling. Seine Grundgangarten wurden mit 7,0, 8,2 und 7,7 bewertet.
Die höchste Note für die Springanlage von 9,2 gab es für Casotoki v. Casolo-Catoki-Balou du Rouet, einen Holsteiner aus der Zucht und im Besitz von Tjark Witt und mit Marten Witt im Sattel. Die Rittigkeit wurde mit 8,5 beurteilt, die Leistungsbereitschaft mit 8,8. In den Grundgangarten gab es die 7,2, 8,6 und 7,4. Endergebnis: 8,64, Platz drei.