Generalversammlung der European Equestrian Federation (EEF) bestätigt neuen Präsidenten und wählt neue Vorstandsmitglieder
Quentin Simonet als EEF Präsident bestätigt, Philine Ganders-Meyer neu im Vorstand
Der EEF Vorstand mit (v. l.) Emil Flam (NOR), dem 1. Vizepräsident Simone Perillo (ITA), dem 2. Vizepräsident Peter Cholakov (BUL), Vorstandsmitglied Marilena Mladin (ROU), Präsident Quentin Simonet, Nayla Stössel (SUI), Sandra Ruuda (SWE), Klaus Roeser (GER) und Generalsekretär Teodor Sheytanov (BUL). Philine Ganders-Meyer fehlt auf dem Bild.
Foto: Sam Barnes/Sportsfile 38 Nationen waren bei der EEF Generalversammlung vertreten, die sich über zwei Tage erstreckte.
Strategisches
Zu den Punkten auf der Tagesordnung gehörten nach Angaben des Verbandes unter anderem die Absegnung der Jahres- und Finanzberichte der Jahre 2025/26, Budgetplanungen sowie das Reglement für die EEF-Nationenpreisserie im Springsport für die Saison 2027. Hier wurde außerdem zugestimmt, dass Israel von der Region Nord in die Region Süd wechselt.
Ebenfalls zugestimmt hat die Generalversammlung der Strategie der EEF für die Jahre 2027 bis 2030. Diese sieht vor, die Unterstützung der nationalen Verbände zu intensivieren, den europäischen Pferdesport weiterzuentwickeln, den Wert des Pferdes in der Gesellschaft hervorzuheben und eine stärkere europäische Stimme aufzubauen.
Simonet im Amt bestätigt
Als Theo Ploegmakers im Frühjahr 2025 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen musste, war der Franzose Quentin Simonet (40) ihm nachgefolgt. Simonet kommt ursprünglich aus dem Fahrsport, arbeitet seit mehr als zehn Jahren für den französischen Verband und auch schon mehrere Jahre im EEF. Er hat die französischen Pferdesportler als Chef de Mission bei drei Olympischen Spielen gemanagt. Er wurde nun für die reguläre Amtszeit von vier Jahren zum EEF Präsidenten gewählt.
„Ich fühle mich durch das Vertrauen unserer nationalen Verbände geehrt und bin mir der Verantwortung, die mit diesem Mandat einhergeht, sehr bewusst. Die EEF ist eine gemeinschaftliche Organisation, und die Fortschritte, die wir machen, resultieren aus der engen Zusammenarbeit mit unserem Vorstand, unseren nationalen Verbänden und allen unseren Interessengruppen. Mein Ziel für die nächsten vier Jahre ist es, die EEF geeint und unabhängig zu halten und sich auf die Leistung für ihre Mitglieder und den europäischen Pferdesport zu konzentrieren“, so der Präsident.
Ganders-Meyer im Vorstand
Außer der Präsidentenwahl ging es auch neue Mitglieder im EEF Vorstand für die kommende Amtsperiode 2026 bis 2030. Nach mehreren Abstimmungsrunden wurden von sieben Kandidaten Philine Ganders-Meyer (GER), Emil Flam (NOR) und Marilena Mladin (ROU) in den Vorstand gewählt. Ganders-Meyer ist bei der deutschen FN für die Koordination der Disziplin Vielseitigkeit innerhalb des DOKR zuständig und selbst hoch erfolgreich im Sattel. Unter anderem wurde sie 2023 Deutsche Amateurmeisterin in der Vielseitigkeit. Außerdem ist sie so etwas wie die „Außenministerin“ von Pferdesport Deutschland, sie ist Leiterin der Teams „Internationales - FEI/EEF“ und seit 2023 auch die Leiterin des Bereichs Nachwuchsleistungssport.
Internationaler Vorstand
Der EEF-Präsident dankte allen sieben Kandidaten, die sich zur Wahl gestellt hatten, und würdigte die Bandbreite an Erfahrungen und Perspektiven, die sie in die Versammlung eingebracht hatten, sowie ihre Bereitschaft, einen Beitrag zur Gemeinschaft der 40 Verbände zu leisten. Während ihrer Präsentationen hoben die Kandidaten Prioritäten hervor, darunter Jugendentwicklung, Bildung, nachhaltiges Wachstum, Wohlergehen der Pferde, Innovation und Stärkung der europäischen Stimme. Er dankte auch den scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren Beitrag zum Verband.
Der EEF-Vorstand besteht nun aus Präsident Quentin Simonet (FRA), 1. Vizepräsidentin Simone Perillo (ITA), 2. Vizepräsident Peter Cholakov (BUL) und den Mitgliedern Nayla Stössel (SUI), Klaus Roeser (GER), Sandra Ruuda (SWE), Philine Ganders-Meyer (GER), Emil Flam (NOR) und Marilena Mladin (ROU).
Ausblick
Mit Blick auf seine kommende Amtszeit betonte Simonet, wie wichtig es sei, die neu verabschiedete Strategie in die Tat umzusetzen und die Verbindung zwischen der EEF und ihren Nationalverbänden zu stärken.
„Wir haben eine klare Strategie für die nächsten vier Jahre, und nun besteht unsere Aufgabe darin, diese Strategie in die Tat umzusetzen. Das bedeutet, die EEF unseren Nationalverbänden näher zu bringen, Europa eine stärkere Stimme zu geben, die Entwicklung unseres Sports zu unterstützen und sicherzustellen, dass das Pferd und sein Wert für die Gesellschaft weiterhin im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Gleichzeitig wollen wir eine starke und widerstandsfähige EEF aufbauen, die bereit ist, unsere Mitglieder und den Sport langfristig zu unterstützen.“