Qualifikation für den Großen Preis in Abu Dhabi
Bucci der Beste, Haariger Moment für Hinners
Alles anschnallen, die Casalia Airlines heben ab! Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Ganze 14 Paare hatten es ins Stechen des 1,50 Meter-Springens geschafft, das als erste Qualifikation für den Großen Preis von Abu Dhabi am Sonntag galt. Gegen die Uhr häuften sich dann allerdings die Fehler. Am besten kam der Italiener Piergiorgio Bucci mit der neun Jahre jungen Casall-Tochter Casalia über den Parcours. Mit fehlerfreien 43,35 Sekunden legten sie als eines der mittleren Paare im Feld eine neue Messlatte an der sich die nachfolgenden Paare die Zähne ausbissen.
Am dichtesten dran war Omar Abdul Aziz Al Marzooqi für die Vereinigten Arabischen Emirate. Er stellte mit der französischen Emerald-Tochter Emeraude de Zabala ein hoch interessantes Pferd vor. Die zehn Jahre junge Stute ist nicht nur optisch ganz der Vater, sie springt auch so. Sie ging zunächst unter spanischer und dann mit Kim Hoogenraat unter niederländischer Flagge, ehe sie Mitte vergangenen Jahres an die Al Shira’aa Stables verkauft wurde und seither von Marzooqi geritten wird. Auf diesem Niveau war das heute ihre bislang beste Platzierung.
Dritter wurde der Brite Jack Whitaker auf seinem wunderbaren Mylord Carthago-Sohn Valmy de la Lande. Ausgebildet von Jacks Vater Michael Whitaker ist der Schimmel seit zehn Jahren mit der Familie unterwegs und das merkt man. Einmal anklopfen dann ging es los auf eine stilistisch toll anzuschauende Runde des 24-jährigen Briten mit seinem 17-jährigen Franzosen, der ihn unter anderem 2022 beim Weltcup-Finale in Leipzig auf Rang fünf getragen hatte und fit wie eh und je ist, wie er heute zeigte.
Hinners kurz aus dem Gleichgewicht gebracht
Ein extra großes Paket Möhren hat sich heute Sophie Hinners‚ zehnjährige Zangersheider Stute Kaleni Jo verdient. Der erste Umlauf des Paares war wie aus dem Lehrbuch. So lief es auch im Stechen, zumindest bis zum vorletzten Sprung. Die Stute schlug einmal mehr über den Stangen nach hinten aus. Vielleicht war das der Grund, dass Hinners in der Landung kurz das Gleichgewicht verlor und nach vorne über kippte. Sie berappelte sich jedoch schnell wieder, nahm die Stute auf und fand eine Distanz auf den letzten Oxer ins Ziel, den sie ebenfalls fehlerfrei hinter sich brachten. Am Ende belegten sie mit 44,48 Sekunden Rang vier.
Daniel Deußer und Gangster v/h Noddevelt hatten bereits einen Abwurf im ersten Umlauf. Ebenso erging es Marco Kutscher und Aventador S. Dafür konnte Deußer sich mit der BWP-Stute Pepita van’t Meulenhof, übrigens eine mütterliche Halbschwester zu oben genanntem Emerald, im 1,45 Meter-Einlaufspringen trotz zweier Zeitfehler an zehnter Stelle platzieren.
Alle Ergebnisse aus Abu Dhabi gibt es hier.