FEI League of Nations – die Teilnehmer der ersten Etappe in Abu Dhabi

Auftakt FEI-Nationenpreisserie Springen – Beckers Fanta Vier

Springen
Foto: FEI Foto: FEI
Wie schon 2025 ist Abu Dhabi die erste Station der FEI League of Nations, also dem, was früher die Nationenpreisserie der Springreiter war. Bereits jetzt steht fest, welche Mannschaft dort mit welchen Reitern antritt.

Abu Dhabi ist die erste von vier Etappen auf dem Weg zum großen Finale Anfang Oktober in Barcelona. Nach Abu Dhabi geht es über den Atlantik nach Ocala in Florida und zurück nach Europa, wo Rotterdam und St. Tropez-Gassin die letzten beiden Stationen ausrichten. Bei jeder Station werden 700.000 Euro verteilt. Beim Finale in Barcelona sind es sogar 1,6 Millionen.


Neuer Name, neuer Modus


Die Umbenennung von „Nationenpreisserie“ in „League of Nations“ war Teil einer kompletten Restrukturierung des Konzepts für die Nationenpreise der Springreiter, zu dem auch die Veränderung des bislang bekannten und bewährten Modus gehörte. 2024 wurde erstmals unter dem neuen Konzept geritten. Das sieht vor, dass die Teams wie gewohnt zweimal über einen identischen Parcours reiten. Während im ersten Umlauf noch vier Reiter an den Start gehen und das schlechteste Ergebnis gestrichen wird, sind es nach dem neuen Konzept allerdings nur noch drei Paare pro Nation im zweiten Umlauf.


So funktioniert die Qualifikation


Auch die Qualifikation für die Serie wurde angepasst. Pro Saison dürfen zehn Nationen teilnehmen. Die besten acht der Qualifikationen treten beim Finale an.


Ein Startplatz für die Saison gehört den Vorjahresgewinnern des Finales – 2026 also Großbritannien. Die anderen neun Plätze werden nach der Weltrangliste vergeben, wobei die Ergebnisse bis einschließlich 31. Oktober berücksichtigt werden.


Jeder internationale Springreiter erhält Punkte für seine Ergebnisse. Je besser die Ergebnisse und je hochklassiger die Prüfungen, desto mehr Punkte. Für die Rangierungen der Nationen werden die Punkte der jeweils besten sechs Reiter der jeweiligen Nation (inklusive des besten U25-Reiters) addiert. Die dabei generierten Punkte bestimmen die Rangierung der Nation und damit die Frage, ob sie zu den Top neun gehören, oder nicht.


Dass in Abu Dhabi nicht nur zehn, sondern elf Teams antreten, liegt daran, dass die Vereinigten Arabische Emirate als Gastgeber ebenfalls zugelassen sind. Daneben reiten in der Wüste die britischen Titelverteidiger, die USA, Belgien, Irland, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande, Italien und Brasilien. Und Deutschland.


Die Mannschaftsaufstellungen


Welches Team mit welchen Reitern antritt, steht bereits fest. Hier der Überblick:


Deutschland

Marco Kutscher wird zum ersten Mal seit Neuerfindung der Serie dabei sein. Daniel Deußer, Sophie Hinners und Jörne Sprehe komplettieren das Team von Equipechef Otto Becker.


USA

Robert Ridland schickt ein starkes Amazonenteam mit Natalie Dean, Callie Schott, Sarah Segal and Skylar Wireman.


Belgien

Belgiens Equichef Peter Weinberg verlässt sich auf Rik Hemeryck, Jos Verlooy, Wilm Vermeir and Annelies Vorsselmans.


Irland

Die Iren waren letztes Jahr in Abu Dhabi siegreich. Nun werden sie erstmals von Jessica Kürten angeführt, die sich für folgende Besetzung entschieden hat: Trevor Breen und Michael Pender, die schon letztes Jahr dabei waren, zusammen mit Shane Breen und Niamh McEvoy, für die es der erste Start in der League of Nations wird.


Frankreich

Unter den französischen Farben treten Simon Delestre, Olivier Perreau und Jeanne Sadran an. Neben dem erfahrenen Trio ist mit Nicolas Sers auch ein neues Gesicht dabei. Der 26-Jährige war 2025 Zweiter im Großen Preis von St. Gallen und Neunter im King George V Gold Cup von Hickstead.


Niederlande

Wout-Jan van der Schans überlässt ebenfalls nichts dem Zufall und baut auf Kim Emmen, Frank Schuttert, Leopold van Asten und Jur Vrieling.


Italy

Für Italien reiten Piergiorgio Bucci, Giacomo Casadei, Paolo Paini und Clara Pezzoli.


Schweiz

Die Schweiz setzt diesmal nicht auf die Stars wie Guerdat, Fuchs & Co. sondern auf eine Reihe Newcomer bzw. Comebackler: Jason Smith, Romain Duguet, Gaëtan Joliat und Barbara Schnieper.


Brasilien

Pedro Paulo Lacerda hat als Brasilianischer Chef d’Equipe entschieden, die beiden Neulinge João Victor Castro Aguiar Gomes de Lima und Luiz Felipe Neto de Azevedo aufzustellen, zusammen mit den erfahrenen Nationenpreisreitern Luciana Diniz und Pedro Junqueira Muylaert.


Großbritannien

Die Briten sind Olympiasieger, gewannen letztes Jahr Silber bei der EM und das League of Nations Finale. Für Schritt eins auf der Mission Titelverteidigung hat die geniale Di Lampard ein junges Team benannt: Tim Gredley, Joseph Stockdale, Jack Whitaker und die Debütantin Jodie Hall McAteer.


UAE

Last but not least ist mit der Gastgebernation zu rechnen, die letztes Jahr einen super zweiten Platz hinter den Iren belegt hatte. Getreu nach dem Motto „Never change a winning team“ treten dieses Jahr erneut die vier an, die auch letztes Jahr abgeliefert haben: Abdullah Mohd Al Marri, Omar Abdul Aziz Al Marzooqi, Abdullah Humaid Al Muhairi and Humaid Abdulla Khalifa Al Muhairi.


Ähnliche Beiträge

Luciana Diniz und Vertigo du Desert siegen Abu Dhabi
Luciana Diniz und Vertigo du Desert siegen Abu Dhabi Zum Artikel
Wer kann, der kann – Willem Greve siegt, Holsteiner Nachwuchs überzeugt
Wer kann, der kann – Willem Greve siegt, Holsteiner Nachwuchs überzeugt Zum Artikel
Tierschutz-Vorfall bei Sichtung zum „Preis der Besten“ 2026 in München-Riem – Veranstaltung abgebrochen
Tierschutz-Vorfall bei Sichtung zum „Preis der Besten“ 2026 in München-Riem – Veranstaltung abgebrochen Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing