Heidemarie Dresing gewinnt Bronze in der Kür bei der WM der Para-Dressurreiter

WM Küren der Para-Dressurreiter – Bronze für Dresing und Brandt, Silber für Mispelkamp

Heidemarie Dresing und Poesie nehmen einen kompletten Medaillensatz von dieser WM mit heim.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Heidemarie Dresing und Poesie nehmen einen kompletten Medaillensatz von dieser WM mit heim. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Sonntag ist Kür Tag bei der WM der Para-Dressurreiter, und der begann aus deutscher Sicht schon mal mit einer Medaille für Heide Dresing, die nun einen kompletten Medaillensatz hat.

Fast 81 Prozent erhielten Heidemarie Dresing und ihre Fürstenball-Tochter Poesie für ihre WM-Kür in Grade II. 80,807 Prozent waren es, um genau zu sein. Besser waren nur US-Mannschaftsweltmeisterin Fiona Howard mit Diamond Dunes, die mit 81,866 Prozent ihre zweite Goldmedaille an diesem Wochenende holte, und die Britin Jemima Green. Sie ritt den erst achtjährigen Oldenburger Wallach Fantabulous v. Foundation mit 80,933 Prozent zu Silber.


Wie dicht die Leistungen beieinander lagen, verdeutlichen auch die Platzziffern der einzelnen Richter. Zwei der Unparteiischen hatten Howard auf Rang eins, drei sahen sie an zweiter Stelle. Jemima Green war bei vier Richtern Dritte und bei einem Erste. Heidemarie Dresing wurde von zwei Richtern auf Rang eins gesehen, von zweien auf Platz zwei und von der US-Richterin Kristi Wysocki auf Rang vier. Die hatte allerdings auch ihre Landsfrau nicht an erster Stelle, sondern die Britin Green.


Heidemarie Dresing war überglücklich, als sie aus dem Viereck kam – auch wenn die Stute bei den Grußaufstellungen den Schreck aus der ersten Prüfung immer noch nicht ganz vergessen zu haben schien und nicht so ruhig stand wie sonst. Die Tatsache, dass sie trotz dieser Angst jede Prüfung abgeliefert hat, ist für Heide Dresing ein umso größerer Grund zur Freude, beweist es doch, wie sehr Poesie ihr vertraut. „Ich bin da mega stolz auf Poesie. Das ist so ein tolles Pferd und es macht so mega Spaß, sie zu reiten. Das andere, das müssen wir halt noch üben. Ich lerne sie auch immer noch besser kennen, was sie da so triggert. Sie ist ansonsten, wenn sie aus dem Stall kommt, ja so ruhig und gelassen, auch beim Abreiten. Nur da drin (im Stadion) hatte sie jetzt ein kleines Problem. Aber sie läuft ja dann trotzdem gut.“


Die Bronze-Brandt


Einen Riesenerfolg verbuchte dann im Grade IV Helen Brandt. Bei ihrer ersten Weltmeisterschaft konnte sie mit ihrem Vulkan Vegas IB auf Anhieb eine Einzelmedaille erringen. Mit 78,005 Prozent holte sie Bronze hinter der Französin Alexia Pittier im Sattel des elfjährigen Hannoveraners Sultan v. Sarotti Mocca-Sahne (78,645). Der Titel ging ziemlich überlegen an die US-Reiterin Kate Shoemaker mit Vianne. Mit 83,305 Prozent tanzten die beiden zu ihrer dritten Goldmedaille an diesem Wochenende.


Die zweite deutsche Grade IV-Reiterin, Anna-Lena Niehues mit Vive l’Amour, die bereits am ersten Tag eine Einzelmedaille geholt hatte, wurde heute mit 76,085 Prozent Sechste.


Silber zum krönenden Abschluss


Als letztes mussten die Reiter des Grade V ins Viereck und ausnahmsweise ging der Sieg nicht in die USA. In diesem Grade ist gar keine US-Reiterin am Start. Dafür schlug die große Stunde für die Schwedin Lena Malmström auf der 14-jährigen Floricello-Tochter Fabulous Fidelie. Sie waren schon 2022 in Herning bei der WM am Start, aber weit von den Medaillenrängen entfernt. Letztes Jahr holten sie Bronze in der EM Kür in Ermelo. Nun sind sie Weltmeister. Ihre 79,675 Kür sollte heute keiner überbieten.


Regine Mispelkamp und Highlander Delight’s konnten sich mit 78,185 Prozent über Silber freuen. Bronze ging mit 77,440 Prozent in die Niederlande, an Britney de Jong auf Caramba N.O.P..


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