Außenseiter Dardanos gewinnt mit 84,8:1 Quote das 157. Deutsche Galoppderby
Außenseiter Dardanos sorgt für die größte Galoppderby-Sensation der jüngeren Geschichte
Dardanos mit Wladimir Panov (grüne Kappe) gewinnt das Deutsche Galoppderby 2026. Foto: Frank Sorge, galoppfoto.de Das Deutsche Galoppderby, das sind 2.400 Meter, an deren Ende 390.000 Euro Siegprämie locken. Und die gingen 2026 an den von Andreas Wöhler in Spexard trainierten dreijährige Soldier-Hollow-Sohn Dardanos unter Jockey Wladimir Panov. 17 Konkurrenten hatten das Nachsehen. Für Trainer Wöhler war es bereits der sechste Derby-Sieg, für Panov dagegen der erste.
Im Schlussspurt klar das Galoppderby gewonnen
Dardanos galoppierte von Anfang an im Vorderfeld, während unterwegs Kairos, Chiefland und Salitos – alles Pferde aus der Besitzergemeinschaft Liberty-Racing – das Tempo verschärften. Auf der Zielgeraden hatte der Außenseiter schließlich die größten Reserven und setzte sich mit einer Länge durch. Der Lohn: 390.000 Euro Siegprämie.
„Das ist der beste Tag meiner Karriere. Ich kann das gar nicht fassen“, sagte Panov nach seinem ersten Derby-Erfolg. „Wir hatten immer eine gute Position und Dardanos ist ein sehr unkompliziertes Pferd.“
Geduld zahlte sich aus
Für Trainer Andreas Wöhler kam der Sieg weniger überraschend als für die Wetter. Dardanos hatte sich nach seinem zweiten Platz im Hoffnungspreis in Dortmund deutlich gesteigert. „Er hat das letzte Rennen noch gebraucht. Danach hat er sich stark verbessert und einfach Zeit benötigt“, sagte Wöhler. „Das Derby zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes.“
Bemerkenswert ist auch die Geschichte des Siegers. Dardanos wechselte einst für lediglich 10.000 Euro auf der BBAG-Jährlingsauktion den Besitzer. Nun gewann er das bedeutendste Rennen des deutschen Turfs, eine profitable Investition.
Liberty Racing dominiert das Derby
Fast ebenso bemerkenswert war das Abschneiden von Liberty Racing. Die Besitzergemeinschaft belegte mit Chiefland, Salitos und Kairos die Plätze zwei bis vier und stellte damit gleich drei Pferde unmittelbar hinter dem Sieger.
Eine besondere Randnotiz: Dardanos-Mitbesitzer Friedrich von Lenthe, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender bei den VGH Versicherungen, ist zugleich an den Liberty-Racing-Syndikaten beteiligt. Damit war er an den ersten vier Pferden des Derbys beteiligt. Das hat es in der 157-jährigen Geschichte des Rennens noch nie gegeben.
„Es ist unbeschreiblich und überwältigend“, sagte von Lenthe. „Wir kommen aus der zweiten Reihe und treten nun einmal in die erste Reihe.“ Ein besonderes Lob richtete er an den Siegreiter: „Dem Jockey haben wir das Vertrauen geschenkt, weil er das Pferd kannte.“