Frederic Wandres reitet Veuve Clicquot FRH zum ersten Intermédiaire II-Sieg
Siegreiches Inter II-Debüt für 2024er Vize-Bundeschampion Veuve Clicquot FRH
Frederic Wandres und Veuve Clicquot FRH beim Training in Hagen. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Das Heimspiel in Ankum bot Frederic Wandres die passende Gelegenheit, den gerade achtjährig gewordenen Hannoveraner Wallach Veuve Clicquot FRH erstmals in Klasse S*** zu zeigen. Die beiden gewannen die Intermédiaire II mit 72,281 Prozent.
Zu den Highlights ihrer Vorstellung zählten die Verstärkungen und die Serienwechsel. Aber auch für die Passagereprisen gab es zum Teil Wertnoten bis 7,5. Die erste Piaffe auf der Diagonalen, also ohne Anlehnung an die Bande, bewerteten alle Richter mit 7,0. Die zweite gelang nicht ganz so gut. Auch für die Pirouetten erhielt Veuve Clicquot FRH Bewertungen bis 7,5.
In den Fußnoten (die es national ja glücklicherweise weiterhin gibt) erhielt das Paar für die Reinheit der Gänge die Noten 9 - 7,5 - 7,5, für alles, was in den Bereich Schwung fällt 7 - 8 - 8, für Durchlässigkeit und Gehorsam des Pferdes 7 - 7 - 6,5 und für Sitz und Einwirkung des Reiters 7,5 - 8 - 8.
Über Veuve Clicquot FRH
Veuve Clicquot FRH ist ein achtjähriger Hannoveraner Wallach v. Vitalis-Fürst Heinrich aus der Erfolgszucht von Josef Bramlage, der beispielsweise auch den Bundeschampion, dreifachen WM-Silbermedaillengewinner, Burg-Pokal Dritten und Mannschaftseuropameister der Junioren, Vitalos FRH, gezogen hat. Der stammt zwar auch von Vitalis ab, aber ansonsten bestehen keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Pferden.
Veuve Clicquot, genannte „Ville“, wird eigentlich von Frederic Wandres Verlobtem, Lars Ligus, geritten. Er stellte den Fuchs 2022 vierjährig in seiner ersten Dressurpferdeprüfung der Klasse A vor und qualifizierte ihn im Jahr darauf erstmals fürs Bundeschampionat. Mit einem Sieg im kleinen Finale konnten sie sich für die Entscheidung empfehlen, wo sie letztlich Zwölfte wurden.
Deutlich weiter vorn landeten sie im Jahr darauf bei den Sechsjährigen. Hier holten sie Silber hinter Eva Möller auf Be Sure, Burg-Pokal Finalist des vergangenen Jahres.
Apropos Burg-Pokal – Ville ging letztes Jahr ebenfalls mehrere Qualifikationen, aber mit dem Ticket nach Frankfurt wollte es nicht klappen – vielleicht ja dieses Jahr zum Louisdor-Finale.
Erstes Mal Ü70
Lediglich Reinhard Richenhagen bei H hätte das Siegerpaar Frederic Wandres und „Ville“ auf dem zweiten Platz gesehen und mit nur einem Punkt Vorsprung Friederike Tebbel und den zehnjährigen San Amour-Sohn Serious an erster Stelle. Die beiden sind ebenfalls ein eingespieltes Duo, kennen sich seit fünf Jahren und haben schon die ersten Dressurpferdeprüfungen der Klasse L zusammen bestritten. Letzte Saison sammelten sie ihre ersten S***-Platzierungen. Heute knackten sie das erste Mal die 70 Prozent-Hürde. Und das deutlich: 71,491 Prozent.
Damit ließen Tebbel und Serious die U25-Mannschaftseuropameister des Vorjahres hinter sich, Elisabeth von Wulffen und Triple A, die es auf 69,737 Prozent brachten.