Niederlande benennen ihr Dressurteam für die WM Aachen 2026

Das niederländische Dressurteam für die WM Aachen

Dressur
2025 waren Dinja van Liere und Mauro Turfhorst siegreich in der Intermédiaire I in Aachen. Jetzt sind sie Teil des WM-Teams.
Foto: Sportfotos-lafrentz.de 2025 waren Dinja van Liere und Mauro Turfhorst siegreich in der Intermédiaire I in Aachen. Jetzt sind sie Teil des WM-Teams. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Im Anschluss an den CHIO Rotterdam haben die Niederlande ihre Dressur Mannschaft für die WM Aachen benannt.

Die Zusammenstellung des Teams von Bondscoach Patrick van der Meer ist wenig überraschend:


Marieke van der Putten mit Zantana RS2 OLD N.O.P. (B.: RS2 Dressage Centre de Horst bv)

(Reservepferd) Kuvasz RS2 (B.: RS2 Dressage Centre de Horst bv)


Dinja van Liere mit Mauro Turfhorst N.O.P.T. (B.: Reesink Stallions bv und Stoeterij Turfhorst bv)


Thamar Zweistra mit Hexagons Mr Magnum N.O.P.T. (B.: Perry Boogaard und Stal Hexagon bv)

(Reservepferd) Kingsdale (B.: Marieke de Pundert)


Rowena Weggelaar mit Don Quichot (B.: Nelly Weggelaar)


Reserve: Lynne Maas mit Electra (B.: Lynne Maas)


Über die Mannschaft


Für Patrick van der Meer wird es das dritte Championat im Amt als verantwortlicher Trainer. Stärkstes Paar der Mannschaft sind Marieke van der Putten (43) und Zantana, die schon letztes Jahr bei der EM in Crozet dabei waren und in Rotterdam Grand Prix und Kür mit hohen Punkten gewannen. Van der Meer:


„Es ist wunderbar, ein solches Paar im Team zu haben. Die beiden entwickeln sich stetig weiter, und wie ich kürzlich schon sagte: Für dieses Pferd scheint es keine Grenzen zu geben. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dieses Paar zur Weltspitze gehört, und ich hoffe, dass sie das in Aachen unter Beweis stellen können.“


Neunjähriger Newcomer


Nachdem Dinja van Liere (35) in Crozet die letzten Runden mit ihrem WM-Bronzemedaillengewinner von 2022, dem Hengst Hermès, drehte, hat sie nun mit dem wie Zantana von Zonik abstammenden Mauro Turfhorst einen Nachfolger gefunden. Van der Meer ist bewusst, dass der schöne Hengst den Zenit seiner Karriere noch nicht erreicht hat.


„Man sieht, wie Mauro mit jedem Turnier in seine Rolle hineinwächst. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, ist er ein Pferd, das sich irgendwann mit den Besten der Welt messen könnte. Zusammen mit einer Reiterin wie Dinja bilden sie ein unglaubliches Paar“, so der Trainer.


Noch ein Neunjähriger


Mauro Turfhorst ist nicht der einzige Vertreter des M-Jahrgangs von 2017 im niederländischen Team. Auch Thamar Zweistras (43) Hexagons Mr. Magnum ist neun Jahre jung und ebenfalls ein Pferd, das sein Potenzial noch längst nicht ausschöpfen kann, ist van der Meer überzeugt:


„Ein fantastisches Pferd, das praktisch keine Schwächen hat. Er braucht noch Zeit, um an Kraft zu gewinnen, und ist in dieser Hinsicht etwas unerfahrener als Mauro, aber mit Thamar im Sattel haben wir jemanden, der dieser Aufgabe absolut gewachsen ist“, so der 55-Jährige


Junge Reiterin, erfahrenes Pferd


Bei der EM in Crozet waren die erst 21-jährige Rowena Weggelaar und ihr 18-jähriger Don Quichot erstmals Teil einer niederländischen Championatsmannschaft. Dass sie nun wieder dabei sind, erklärte Patrick van der Meer so:


„Rowena hat eine starke Saison hinter sich, die eigentlich schon im Winter begonnen hat. Ihre Leistung bei den nationalen Meisterschaften war etwas weniger überzeugend, aber wenn man beim letzten Sichtungsturnier in Rotterdam – also genau dann, wenn es darauf ankommt – noch einmal zulegt, hat man sich den Platz im Team einfach verdient; man gehört dorthin, Punkt. Sie ist noch U25-Reiterin und hat ihre gesamte Dressurkarriere noch vor sich; in Aachen kann sie wertvolle Erfahrungen sammeln.“


Ziele in Aachen


Was die Erwartungen für Aachen angeht – von Medaillen spricht van der Meer nicht. Er sagt, neben dem Ziel, die derzeit bestmöglichen Prüfungen zu zeigen, stehe vor allem die Olympia-Qualifikation im Fokus. Dafür ist eine Platzierung unter den besten sechs Teams erforderlich – das US-Team ausgenommen, da dieses bereits automatisch für Los Angeles 2028 qualifiziert ist.


Sowohl Mauro Turfhorst als auch Mr. Magnum tragen übrigens zusätzlich ein „T“ hinter dem N.O.P. Kürzel der niederländischen Olympiapferde, weil sei Teil eines speziellen Talentförderprogramms sind.


Van der Meer: „Ich bin wirklich stolz auf dieses N.O.P.T.-Programm. Es hat uns ermöglicht, einige hochtalentierte Pferde zu sichern, darunter die beiden genannten. Es funktioniert hervorragend.“


 


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