Leni-Sophie Gosmann holt den ersten Einzeltitel bei den Pony-Europameisterschaften in Le Mans
Erstes Einzelgold bei dritter EM für Pony-Dressurreiterin Leni-Sophie Gosmann
Aller guten Dinge sind drei – bei ihrer dritten EM holten Leni-Sophie Gosmann und Diamantini ihren ersten Einzeltitel.
FEI/Libby Law Photography Bereits gestern hatte Leni-Sophie Gosmann mit ihrem langjährigen Erfolgspartner Diamantini EA WE die Führung in der FEI Einzelaufgabe der Ponydressurreiter bei der EM in Le Mans übernommen. Und da sie bei der Gelegenheit ihre schärfsten Konkurrentinnen bereits ausgestochen hatte, war nicht wirklich zu erwarten, dass sich heute nach der zweiten Hälfte der Starter an der Reihenfolge auf den vorderen Plätzen noch viel ändern würde. Tat es auch nicht. Gosmann holte ihre erste Einzelgoldmedaille bei ihrem dritten und letzten EM-Auftritt im Ponylager.
Mit 75,567 Prozent verwies sie die Dänin Filippa Jæger Jensen im Sattel von Sir Sansibar auf den Silberrang (75,514). Über Bronze konnte sich bei ihrer ersten Europameisterschaft mit den Pony Lilly Kasselmann auf Nasdaq FH freuen (74,919).
Für die beiden weiteren deutschen Mannschaftsreiterinnen, Victoria Winkmann auf Peach und Lilli von Helldorff mit Nabucco HW, ging es auch um die Frage, wer von beiden morgen als drittes deutsches Paar in die Kür einziehen darf. In der Mannschaftsaufgabe waren Victoria und Peach noch das Streichergebnis. Doch heute drehten sie den Spieß um. Mit 74,432 Prozent sicherten sie sich Rang fünf hinter Steffanie Victoria Horsted Dyrlund mit Cosmo Callidus und damit einen Startplatz morgen in der letzten Medaillenentscheidung auf dem Viereck.
Lilli von Helldorff und Nabucco lieferten ebenfalls eine starke Prüfung, mussten sich mit 73,081 Prozent aber mit Rang sechs zufrieden geben und feuern die Kolleginnen dementsprechend morgen von der Tribüne aus an.
Vielseitigkeit – zweimal Bronze in Reichweite
Begonnen hatte der Tag in Le Mans heute morgen um 8.30 Uhr mit dem Gelände der EM-Vielseitigkeitsreiter. Die Führung der Deutschen nach der Dressur war hauchdünn und heute verloren sie sie im Cross. Oder anders gesagt, sie verteidigten eine Medaillenposition.
Die Prüfung begann aus deutscher Sicht wenig glücklich mit einem Ausscheiden von Justus Hayessen und Miss Windsor. An Hindernis vier hatten die beiden eine Verweigerung. An Sprung 5b stürzte Justus. Damit war die Reise für sie zu Ende. Danach lag der ganze Druck auf den drei verbliebenen Paaren und die kämpften sich alle durch bis ins Ziel.
Am besten gelang das Anna von Helldorff und Marlon. Nach der Dressur waren die beiden noch 16. Mit einem fehlerfreien und schnellen Geländeritt, der nur 2,4 Strafpunkte für Zeitüberschreitung brachte, arbeiteten sie sich um 13 Plätze auf die Bronzeposition vor. Ein wertvolles Ergebnis fürs Team!
Lea Brügger und Golden Girl’s Nelly lagen nach der Dressur in Führung und waren heute blitzschnell im Cross, kassierten allerdings einen Vorbeiläufer und damit 20 Strafpunkte. Das war teuer. Aktuell sind sie 19.
Die dritte deutsche Teamleiterin, Charlotte Eilers mit Nadeshi, war Elfte nach der Dressur und setzte im Cross auf Sicherheit. So kam sie ohne Spring-, aber mit acht Zeitfehlern ins Ziel. Damit sind sie nun 13. und damit das zweitbeste deutsche Paar der Gesamtwertung.
Einzelreiterin Greta Marie Löhr, die mit ihrem Rathcline Dream eine traumhafte Dressur hingelegt hatte (Rang drei mit 27,1 Minuspunkten), war ohne Hindernisfehler, aber 23 Strafpunkten für Zeitüberschreitung ins Ziel gekommen. Das ist aktuell der 22. Platz.
Einzelreiterin Nummer zwei, Franziska Niehoff mit Metallica SGN, hatte jeweils am ersten Element der Komplexe sieben und 16 eine Verweigerung, schaffte es aber ins Ziel.
Stand Mannschaftswertung
Frankreich hatte bereits nach der Dressur in Lauerstellung gelegen und konnte sich nach dem heutigen Geländetag an die Spitze des Feldes vorarbeiten mit 108,5 Minuspunkten.
Doch das Team Tricolore darf sich nicht einen Springfehler leisten, wenn die Iren fehlerfrei bleiben im Parcours. Das Quartett von der grünen Insel (bei dem allerdings ebenfalls ein Mannschaftsreiter im Cross ausschied) folgt Frankreich mit 111,8 Minuspunkten auf dem Fuß.
Deutlich größer ist der Abstand der Deutschen Mannschaft auf die vor ihnen platzierten. Mit 120,2 Minuspunkten ist aktuell Bronze in Reichweite. Komfortabel ist aber auch der Abstand zu den viertplatzierten Briten, die mit 147,4 Minuspunkten aus dem Gelände kamen.
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