Dinja van Liere und Mauro Turfhorst mit deutlichem Sieg in der Kürund mehr aus Verona

Dinja van Liere zum zweiten und deutsche Topplatzierungen im Parcours von Verona

Dressur
Ein Paar, das den niederländischen Dressurfans wieder Grund zum Freuen gibt: Dinja van Liere und Mauro Turfhorst.
Foto: sportfotos-lafrentz.de/Sharon Vandeput Ein Paar, das den niederländischen Dressurfans wieder Grund zum Freuen gibt: Dinja van Liere und Mauro Turfhorst. Foto: sportfotos-lafrentz.de/Sharon Vandeput
Dinja van Liere haben ihrem Wochenende in Verona heute Abend in der Kür die Krone aufgesetzt – erster Sieg, erstes Mal Ü80 Prozent.

Bereits gestern im Grand Prix zeigten Dinja van Liere und ihr neun Jahre junger KWPN-Hengst, dass mit ihnen dieses Wochenende zu rechnen ist. Heute in der Kür legten die Zwölften der WM-Kür in Aachen noch eine Schippe drauf. Sie ließen Grand Prix Reiten einfach aussehen. Es war eine tolle harmonische und fehlerfreie Runde mit stabilerer Piaffe-Passage-Tour zu einem Medley, in dem sich Whitney Houston mit „It’s not right but it’s okay“ und andere Pop-Klassiker abwechselten. Im Schritt zog der Rappe viel besser zur Hand, und auch im Galopp hatte Dinja van Liere den Rappen heute sicherer vor sich. Die Pirouetten zu „Higher Love“ und „What about us“ waren ein Highlight und die Serienwechsel daraus gelangen, sowohl die Zweier als auch die Einer. Unter dem Strich kamen die beiden auf 84,225 Prozent. In Aachen, ihrer ersten Kür, waren sie noch knapp an der 8 vor dem Komma vorbeigeschrammt. Heute kratzten sie auch in der technischen Bewertung knapp an dieser magischen Schallmauer.


 


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WM-Überraschung Nummer zwei auf Rang zwei


Waren Mauro Turfhorst und Dinja van Liere schon so etwas wie die niederländischen Joker bei der WM in Aachen, waren Will Marq und Simone Pearce das für Australien erst recht. Niemand hatte damit gerechnet, dass sie bis ins Kür-Finale vordringen würden. Pearce selbst auch nicht, weshalb sie gar keine Kür vorbereitet hatte. Am Ende wurden sie 16. Das lief heute deutlich besser. Seit Aachen hat Pearce sich mit den Linien einiges einfallen lassen. Gefühlt ging es in dieser Kür keinen Meter einfach geradeaus und sie überraschten mit z. B. dem Übergang aus den Zweiern in die Einerwechsel, den man nicht erwartet hatte. Will Marq vielleicht auch nicht, denn eigentlich springt er die sicherer. Aber er machte toll mit, vor allem in den Piaffen, die erneut ein Highlight waren. Am Ende kamen sie auf 81,305 Prozent – auch für sie eine Ü80-Premiere.


Das reichte, um Sandra Sysojeva und ihre treue Maxima Bella erneut auf Platz drei zu verweisen. Die beiden hatten auch heute Fehler in den Wechseln, erhielten 80,130 Prozent.


Eigentlich steht der Springsport in Verona im Mittelpunkt. Aber die Stimmung heute Abend bei der Fieracavalli anlässlich der ersten Grand Prix Kür m Rahmen des Weltcup-Turniers schrie nach Fortsetzung. Gesprungen wurde aber auch.


Deutsche Springreiter vorn dabei


Und das sehr erfolgreich aus deutscher Sicht. Highlight war das 1,55 Meter-Zeitspringen, das einen französischen Doppelsieg sah mit Julien Epaillard, Sieger vom Weltcup-Springen in Lyon am vergangenen Wochenende, auf Donatello d’Auge und Simon Delestre im Sattel eines neuen Pferdes, der Hannoveraner Stute Crazy Daisy v. Chacco-Blue (Z.: Joachim Schwarze), die in Verona ihr drittes gemeinsames Turnier bestreiten.


Dahinter freute sich Daniel Deußer im Sattel des 13-jährigen Belgiers Navarro van het Eelsh0f über den dritten Platz. Der Weltranglisten-Erste Richard Vogel wurde Vierter, und zwar auf einem Pferd, das zu dem von ihm in Lyon angesprochenen großen Nachwuchshoffnungen zählen dürfte: dem erst achtjährigen Holsteiner Wallach Cherano v. Cascadello-Heraldik xx aus der Zucht von Horst-Henning Lienau. Im Frühjahr 2025 kam Cherano zum Team Will & Vogel, ging aber hauptsächlich auf nationalen Turnieren mit Vogel und Sophie Hinners. International beschränkt sein Erfahrungsschatz sich auf zwei Turniere. Das heute war die bislang größte Herausforderung für ihn – und er hat sie mit Bravour gemeistert: Platz vier nach fehlerfreiem Ritt.


Hans Dieter Dreher und Elysium komplettierten den deutschen Erfolg am frühen Abend in Verona auf Rang zehn.


Schewe und seine Neue aus dem Hause Meyer-Zimmermann


Am Nachmittag sicherte sich Tom Schewe mit der elfjährigen KWPN-Stute Katrien (v. Verdi TN), die er von Janne Friederike Meyer-Zimmermann übernommen hat, Platz drei in einem 1,45 Meter-Zwei-Phasen-Springen der Fünf-Sterne-Tour. Siegerin war Frankreichs Megane Moissonnier auf dem Kannan-Sohn Kandoo, gefolgt von dem Italiener Paolo Paini auf Armaan v. Mylord Carthago. Hansi Dreher und Vestmalle des Cotis waren mit zwei Nullrunden als Zehnte ebenfalls noch im Geld.


Alle Ergebnisse aus Verona finden Sie hier.


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