Bundestrainer Otto Becker benennt die Mannschaft für das League of Nations Finale 2026 in Barcelona

Das Quintett für das League of Nations Finale der Springreiter in Barcelona

Springen
Die Joker fürs deutsche Team beim League of Nations Finale in Barcelona: Kendra Claricia Brinkop und Replay van't Paradijs.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Die Joker fürs deutsche Team beim League of Nations Finale in Barcelona: Kendra Claricia Brinkop und Replay van't Paradijs. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Getreu dem Motto "Never change a winning team" setzt Bundestrainer Otto Becker für das League of Nations Finale in Barcelona auf bewährte Kräfte.

Seit der gestrigen Entscheidung in St. Tropez steht fest, welches die acht besten Springteams der Welt sind, die am 4. Oktober beim League of Nations Finale in Barcelona aufeinander treffen. Und wir wissen, wer nicht dabei ist: die Niederlande und die Schweiz.


Deutschland hatte den Startplatz allerdings auch vorher schon sicher und Bundestrainer Otto Becker hatte Zeit, sich zu überlegen, wen er zu der prestigeträchtigen Saisonentscheidung schicken will. Es wurde diese Mannschaft:



  • Marcus Ehning mit Coolio

  • Sophie Hinners mit Iron Dames My Prins

  • Jörne Sprehe mit Toys

  • Richard Vogel mit Cloudio


Das Trio Ehning/Vogel/Hinners hat sich dieses Jahr nicht nur bei der Weltmeisterschaft bestens bewährt, sondern auch bei anderen Gelegenheiten. So war z. B. Hinners‘ nach Verletzung wieder genesener My Prins, EM-Bronzemedaillengewinner von 2025, in Spruce Meadows das einzige Pferd, das zwei Runden fehlerfrei sprang. Außerdem gehörten die drei schon im Vorjahr zum Team, das den dritten Platz belegte. 2023 und 2024 war Deutschland jeweils siegreich gewesen.


Das Reservistenpaar


Überraschend ist schon eher Besetzung des Reservistenplatzes. Dafür hat Bundestrainer Becker Kendra Claricia Brinkop und den erst neunjährigen gekörten BWP-Hengst Replay van’t Paradijs vorgesehen. Der vertrat die deutschen Farben erstmals in Hickstead bei einem Fünf-Sterne-Nationenpreis. In Runde eins musste er sich noch akklimatisieren: acht Strafpunkte. Aber in Runde zwei sprang er null.


Nebenbei bemerkt ist der Hengst nicht nur als Sportler hoch interessant, sondern auch züchterisch. Alleine die Abstammung: Bamako de Muze-Emerald-Heartbreaker-Nabab de Reve-Lys de Darmen-Lugano van la Roche. Und dann stimmt auch noch die Leistung des gesamten Stammes. So hat Replay mit Mona Lisa van’t Paradies nicht nur eine ebenfalls über 1,60 Meter erfolgreiche Vollschwester, sondern mit Mona Lisas Tochter, Pretty Woman van’t Paradijs von Willem Greve, auch eine in Weltcup-Springen siegreiche Nichte. Aber das nur nebenbei.


Der Modus


Das Finale der League of Nations wird im gleichen Modus ausgetragen wie die einzelnen Stationen: im ersten Umlauf starten alle vier Reiter einer Mannschaft und es gibt ein Streichergebnis. Im zweiten Umlauf sind dann jedoch pro Nation nur noch drei Paare am Start und jedes Ergebnis zählt. Wie sehr dieser Modus das Ergebnis auf den Kopf stellen kann, hat man gestern in St. Tropez gesehen.


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