Springreiter Abdullah Alsharbatly ist bis Ende September gesperrt
Abdullah Alsharbatly nach zweimal Blut am Pferd vorerst nicht mehr im Turniereinsatz
Abdullah Alsharbatly mit Diriyah, ehemals Dubai du Cedre, bei der Weltmeisterschaft in Aachen.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Auf der Liste der „Suspended Athletes“ der FEI taucht Abdullah Alsharbatly nicht auf. Aber in der FEI Datenbank ist er seit dem 31. August gesperrt. Das Turnierverbot endet am 30. September. Den Grund dafür hat Worldofshowjumping.com zuerst publik gemacht: Alsharbatly wurde zweimal innerhalb eines Jahres mit Blut am Pferd erwischt, nicht bei der WM in Aachen, wo er mit seinen Ritten für allgemeines Entsetzen sorgte, sondern am 4. Juni in Spruce Meadows, Kanada, und erneut am 27. August in Gijón, Spanien.
Wenn es die Stewards eine Blutung feststellen, die durch Ausrüstung oder Einwirkung des Reiters hervorgerufen wurde, führt dies laut neuem Regelwerk jedesmal zu einem „Jumping Recorded Warning“, also einer Verwarnung. Eine können sich die Reiter leisten. Doch bei der zweiten innerhalb eines Jahres werden sie automatisch für einen Monat gesperrt und müssen 1000 Schweizer Franken Strafe zahlen.
Zahlen
Eine Erstverwarnung haben inzwischen eine ganze Reihe Reiter bekommen. 537 FEI-Springturniere aller Kategorien haben seit Januar bis jetzt stattgefunden. Dabei wurden 323 „Jumping Recorded Warnings“ von der FEI ausgestellt, im Durchschnitt also rund 8,7 pro Wochenende.
Die meisten Verwarnungen wurden an britische Reiter verteilt, 47.
Dahinter folgen:
- Mexiko (26)
- Frankreich (21)
- USA (17)
- Italien (17)
- Belgien (16)
- Ägypten (12)
- Brasilien (12)
- Deutschland (10)
- Irland (9)
- Spanien (9)
- Katar (8)
- Portugal (7)
- Saudi-Arabien (7)
- Schweden (6)
- Schweiz (6)
- Libyen (6)
- Polen (5)
- Niederlande (5)
- China (5)
- Argentinien (5)
- Syrien (4)
- Tschechien (4)
- Kanada (4)
- Venezuela (3)
- Ukraine (3)
- Israel (3)
- Ungarn (3)
- Dänemark (3)
- Türkei (2)
- Norwegen (2)
- NI2 (= „Neutral Individual“ für früher russische Reiter) (2)
- Monaco (2)
- Finnland (2)
- Estland (2)
- Dominikanische Republik (2)
- Chile (2)
- Österreich (2)
- je eine Verwarnung gab es für Uruguay, Thailand, die Slowakei, Serbien, Rumänien, Puerto Rico, Paraguay, Neuseeland, Marocco, Luxemburg, Litauen, Lettland, Kuwait, Kasachstan, Iran, Hongkong, Griechenland, El Salvador, Kolumbien, Bulgarien, Weißrussland und Australien.
Die vollständige Liste mit den „Jumping Recorded Warnings“ finden Sie hier.