Gert Gussmann ist gestorben
Abschied von Baden-Württembergs einstigem Zuchtleiter Gert Gussmann
Gert Gussmann
Foto: DoMa Gussmann, ausgebildeter Agrarwissenschaftler mit Schwerpunkt Tierzucht an der Universität Hohenheim und Absolvent der Karlsruher Führungsakademie, kam 1981 nach seiner Referendarausbildung am Tierzuchtamt Ulm als Berater zum Pferdezuchtverband Baden-Württemberg nach Stuttgart. 1989 übernahm er dort das Amt des Zuchtleiters – eine Position, die er fast 25 Jahre lang prägen sollte.
Wirken für die süddeutsche Pferdezucht
In dieser Zeit setzte er entscheidende Impulse für die süddeutsche Pferdezucht: Er richtete die Zucht konsequent am Markt aus, führte das Sporthengstprogramm und das Sportstutenregister ein und trieb die Weiterentwicklung des süddeutschen Züchterverbundes voran. Gussmann setzte sich zudem für die gemeinsame Rassebezeichnung „Deutsches Sportpferd“ ein und trug dazu bei, dass der Württemberger und das Prädikat „FBW“ international an Anerkennung gewannen. Auch als Richter im Land war er vielen ein Begriff; er engagierte sich für eine Reform der Hengstleistungsprüfungen und für strengere Selektionsmaßnahmen in der Zucht.
Gleichzeitig setzte er sich für die Württemberger Pferde im Sport ein, indem er neue Serien schuf wie den PSA-Cup für vierjährige Springpferde (PSA= „Packt sie aus“), den Gert Gussmann Cup für vierjährige Dressurpferde und den Thomas Konle Cup für Nachwuchstalente im (Spring-)Sattel.
Lebenlange Leidenschaft
Im November 2014 verabschiedete sich Gert Gussmann nach fast 25-jährigem Wirken für die Landeszucht in den Ruhestand – seiner Leidenschaft für das Pferd und der Branche blieb er darüber hinaus verbunden.
Gert Gussmann hinterlässt seine Frau Ingrid, seine Söhne Philip (mit Jillian und Timo) und Lukas (mit Katharina) mit ihren Familien, seine Brüder Klaus und Bernd Gussmann sowie die Familien Schäfer und von Eichhorn.