Baden-Württemberger Verbände finanzieren Projektstelle zur Beratung in Sachen Schulpferde, Vereine und Pferdesportbetriebe
Schaffe, schaffe, Schulpferde-Betrieben helfen – Baden-Württemberg startet interessanten Modellversuch
Symbolbild Reitschule. Foto: sportfotos-lafrentz.de Was predigen Eltern seit Generationen, wenn der quengelnde Nachwuchs ein Haustier haben möchte? „Du weißt schon, dass du dich dann jeden Tag darum kümmern musst.“ Und: „Die Anschaffungskosten sind ja nicht das Thema …“. Ein vergleichbarer Grundgedanke steht hinter der Initiative, die der PferdeSportverband BW gemeinsam mit dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg (PZVBW) auf den Weg gebracht hat.
Ein Schulpferd + Konzept „so wie immer schon“ = Misserfolg
Dass immer weniger geeignete Schulponys und-pferde in Deutschland zur Verfügung stehen, wird nicht erst seit gestern diskutiert. Dass ein Betrieb, der Reitunterricht anbietet durchaus ein Erfolgsprojekt sein kann, davon liest man. Leuchtturmprojekte finden ihren Weg in die Öffentlichkeit. Initiativen wie das Schulpferdeprogramm der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)/Pferdesport Deutschland unterstützen Betriebe bei der Beschaffung eines Schulpferdes. Und dann? Dann muss der Betrieb zusehen, dass er erfolgreich agiert. Genau hier setzt die Idee der beiden Verbände in Baden-Württemberg an.
Der PferdeSportverband BW ist mit knapp 94.000 Mitgliedern in rund 800 Vereinen der größte Pferdesportverband Deutschlands und der zehntgrößte Sportfachverband in „The Länd“. Der PZVBW ist gemessen an der Anzahl registrierter Fohlen der zweitgrößte Zuchtverband innerhalb des DSP. Und der siebtgrößte in Deutschland. Die neue, auf eine Teilzeitstelle ( 50 Prozent) zugeschnittene Position wird von beiden Verbänden finanziert. Die Aufgabe: bei Schulpferdearbeit, Mitgliedergewinnung und der Frage, wie ein Verein neue Zielgruppen überhaupt erreicht, unterstützen.
Hilfe vor Ort
Die künftige Projektmitarbeiterin oder der künftige Projektmitarbeiter soll Vereine und Betriebe nicht nur beraten, sondern auch bei der Umsetzung vor Ort begleiten. Nur Ideen am Schreibtisch zu entwickeln reicht den Verbänden ausdrücklich nicht. Das macht die Ausschreibung deutlich. Zum Aufgabenfeld gehören unter anderem die Beratung von Schulpferdebetrieben. Es sollen Analyse erstellt und individuelle Entwicklungsbedarfe identifiziert werden. Daraus Handlungsempfehlungen zu entwickeln, Informationsveranstaltungen, Workshops und Netzwerktreffen zu planen, sind auch Teil der Stellenbeschreibung.
Wer gesucht wird
Gefragt ist eine Persönlichkeit mit Studium oder vergleichbarer Qualifikation aus Sportmanagement, Vereinsmanagement, Pädagogik oder Betriebswirtschaft, die die Strukturen des organisierten Pferdesports kennt und idealerweise bereits Erfahrung in Vereinsberatung, Projektarbeit oder Organisationsentwicklung mitbringt.
Kommunikationsstärke, Freude an der Arbeit mit Ehrenamtlichen und eine selbstständige, lösungsorientierte Arbeitsweise werden vorausgesetzt – ebenso Reisebereitschaft innerhalb Baden-Württembergs und ein Führerschein der Klasse B.
Flexibilität
Im Gegenzug bieten die Verbände eine Stelle mit großem Gestaltungsspielraum, flexibler Arbeitszeit und der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten, dazu leistungsgerechte Vergütung sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Modellversuch ist zunächst auf drei Jahre projektioniert.
Bei Interesse kann man sich bei Miriam Abel , der Geschäftsführerin des PferdeSportverband BW, per E-Mail oder postalisch bewerben.
miriam.abel@pferdesport-bw.de