Springergebnisse vom Freitag vom Turnier der Sieger und aus Valkenswaard

Ahlmann, Ehning, Weishaupt – Freitagssieger im Parcours

Springen
Tja, letztes Jahr schien beim Auftritt von Baloubets Rose und Marcus Ehning vor dem Münsteraner Schloss noch die Sonne … 
Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Tja, letztes Jahr schien beim Auftritt von Baloubets Rose und Marcus Ehning vor dem Münsteraner Schloss noch die Sonne … Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de
In Münster und Valkenswaard wurde heute unter anderem international gesprungen. Es lief für die deutschen Springreiter.

Turnier der Sieger in Münster


Die beiden neuen Mannschaftsweltmeister Marcus Ehning und Sophie Hinners hatten ihre Regenfestigkeit ja schon bei der Siegerehrung in Aachen unter Beweis gestellt. Diese Eigenschaft konnte man heute auch beim Turnier der Sieger in Münster gut gebrauchen. Zwischenzeitlich rauschte der Regen derart vom Himmel, dass die Prüfung unterbrochen wurde. Ehning und Hinners gehörten zu den Reitern, die das nicht schrecken konnte. Und ihre Pferde auch nicht.


Marcus Ehning gewann das 1,45 Meter-Zeitspringen im Sattel der elfjährigen Hannoveraner Stute Baloubets Rose Dree Boeken v. Baloubet du Rouet mit dem einzigen fehlfreien Ritt unter 60 Sekunden. Das war schon der zweite Sieg für einen deutschen Springreiter an diesem Tag, nachdem zuvor Hannes Ahlmann mit der neunjährigen Holsteiner Comme il faut-Tochter Cimarosa das Eröffnungsspringen für sich entscheiden konnte.


Am dichtesten dran an Ehnings Zeit war seine Aachener Mannschaftskollegin Sophie Hinners, die den neunjährigen KWPN-Wallach Michael Jackson v. Diamant de Semilly vorstellte, die wiederum Stefan Engbers auf der zehnjährigen AES-Stute Be Gledis hinter sich ließ. Be Gleis ist eine Tochter des mit Shane Breen international erfolgreichen Golden Hawk, stammt auch aus der Zucht der Breen Equestrian Ltd. und gehört den Beerbaum Stables.


Baloubets Rose war nicht das einzige Pferd, das Marcus Ehning heute Freude gemacht hat. Im Hauptspringen des Tages über 1,50 Meter gegen die Uhr hatte er seinen Aachen-Sieger Stargold gesattelt, der sich bestens in Form präsentierte und fehlerfrei auf Platz zwei sprang.


Schneller war nur Hans Thorben Rüder im Sattel seines Routiniers Singu v. Singulord Joter, der seine 17 Jahre in genau 67 Sekunden Lügen strafte. Dritter wurde der ZfdP Wallach Christian’s Carrado v. Christian, den der Ire Ciaran Nallon für die Beerbaum Stables vorstellte. Apropos …


Weishaupt und Riesenbeck in Valkenswaard siegreich


20 Jahre nach ihrer Gründung macht die Global Champions Tour dieses Wochenende wieder dort Halt, wo ihre Wurzeln sind: auf der Anlage von Jan Tops in Valkenswaard. Die erste 1,60 Meter-Entscheidung ist schon gefallen, und zwar zugunsten von Philipp Weishaupt, der mit seiner Zukunftshoffnung Callao L einmal mehr siegreich war. Mit mehr als drei Sekunden Vorsprung sicherten sie sich die Qualifikation der Einzelreiter vor dem Iren Marc McAuley im Sattel von L’Arc En Ciel Z und dem Holsteiner Verbands-Duo Arne van Heel (NED) mit seinem zehnjährigen Keaton, der immer mehr in die Fußstapfen eines Casall oder eines Zuccero tritt.


Die frisch gebackene Reitmeisterin Sandra Auffarth war auf dem selbst gezogenen Comcador trotz eines Abwurfs ebenfalls platziert, Platz neun. Und Daniel Deußer hatte mit Bingo Ste. Hermelle zwei Abwürfe, wurde 13., war ebenfalls noch im Geld.


In der Global Champions League Etappe konnte das Team Riesenbeck International seine Führung der Gesamtwertung mit einem Sieg weiter ausbauen. Marco Kutscher im Sattel von Pikeur Lemar NRW und Maximilian Weishaupt mit dem ehemaligen Holsteiner Verbandshengst Zuccero waren das einzige Quartett, das in beiden Umläufen fehlerfrei blieb.


Einen sehr guten Eindruck hinterließ Global Champions League Neuling Sandra Auffarth im Team Valkenswaard United. Sie mit Quirici H und Hans-Dieter Dreher auf Elysium waren jeweils fehlerfrei. Dass es trotzdem Platz sechs wurde, lag an den Abwürfen von Teamkapitänin Edwina Tops-Alexander mit Fellow Castlefield (4) und Caetlin van de Heffinck (8).


Einzelwertung


Diverse Schleifen gab es für die deutschen Springreiter auch in den Einzelwertungen der beiden Umläufe. Im ersten über 1,60 Meter demonstrierte aber erst einmal Scott Brash, dass er seinen üblen Sturz bei der WM in Aachen gut überstanden hat. Mit Hello Chadora Lady nahm er Frankreichs Simon Delestre auf Golden Boy fast eine ganze Sekunde ab.


Hinter Victor Bettendorf (LUX) und Gibbs Un Prince auf dem dritten Platz reihte sich Katrin Eckermann im Sattel von Iron Dames Cascajall als beste Deutsche auf Rang vier ein. Marco Kutscher und Lemar waren Achte, Dreher und Elysium Zehnte und Weishaupt und Zuccero Zwölfte.


Im zweiten Umlauf konnte sich Sandra Auffarth über Rang fünf freuen und Marco Kutscher an sechster Stelle über seine dritte Schleife. Weishaupt war Neunter.


 


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