Bundeschampionat 2026: Celler Landbeschäler Diacontinus und Crack-Sohn dominieren Qualifikationen bei Geländepferden

Wird das Bundeschampionat der Geländepferde 2026 ein Diacontinus-Festival?

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Symbolbild Vielseitigkeit. Foto: sportfotos-lafrentz.de Symbolbild Vielseitigkeit. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der Celler Landbeschäler Diacontinus ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr in Sachen Vielseitigkeit. Der Diarado-Sohn schält sich auch 2026 beim Bundeschampionat als Top-Lieferant für den Busch heraus. Aber ein Crack-Sohn stahl bei den Fünfjährigen allen die Show, nicht nur weil im Sattel eine Olympiasiegerin saß.

Diacontinus war der prägende Hengst in der Finalqualifikation der sechsjährigen Geländepferde in Warendorf, 23 Pferde waren in dieser Prüfung an den Start gegangen. Die zwei, die ganz vorne standen, hatten beide den Hannoveraner Hengst zum Vater. Und sie sind keine Unbekannten.


Die Elli nimmt Kurs auf Titelgewinn


Mit einer 8,9 (Springen (Multiplikator 2), Rittigkeit und Gesamteindruck: 9,0, Galopp: 8,5) setzte sich Die Elli, eine Hannoveraner Stute, die aus einer Escudo-Mutter gezogen wurde, an die Spitze des Feldes. In ihrem Sattel saß wie schon im vergangenen Jahr Jérôme Robiné. Damals hatte das Paar die Silbermedaille beim Bundeschampionat gewonnen.


Diacontinus auch auf Platz zwei


Nur ein Zehntel dahinter, allerdings mit westfälischem Abstammungsnachweis, rangierte mit Daisy Dynamite, die Ann-Catrin Bierlein vorstellte, die letztjährige Drittplatzierte bei der Deutschen Meisterschaft der Busch-Nachwuchspferde. Die Stute, ebenfalls eine Diacontinus-Tochter kam auf eine 8,8. Allein die Rittigkeit, die bei ihr mit einer 8,5, bei der Siegerin, Die Elli, aber mit einer 9,0 bewertet wurde, machte hier den Unterschied.


Platz drei ging an Sina Brügger mit Hallox, einem westfälischen Schimmel vom Hickstead Blue (8,6), gefolgt von Zoe Deusing, die den Holsteiner Ucello von United Way-Calandro mit einer 8,5 Auf Rang vier platzierte. Dieselbe Note, allerdings nach 0,2 Abzug, erhielt auch die Hannoveraner Stute Calla GS, eine Cascadello-Tochter, bei der Diacontinus der Muttervater ist. Paula Fatteicher hatte die Stute nach Warendorf gebracht.


Ergebnisse Qualifikation sechsjährige Geländepferde Bundeschampionat 2026


9,2 für die Olympiasiegerin – hier wächst ein Crack heran


57 Pferde gingen in der Qualifikationsprüfung für die fünfjährigen Geländepferde in Warendorf an den Start und einer überragte alle: Chris Tonic, ein Holsteiner Hengst vom Crack aus einer Dinken-Mutter gezogen bei Manfred Johannsen in Tornesch. Dreimal erhielt der Schimmel eine 9,5; für das Springen, das mit dem Faktor zwei multipliziert in die Note eingeht, für die Rittigkeit und den Gesamteindruck. Lediglich seine Galoppade wurde mit einer 8,0 bewertet. Das machte eine Endnote von 9,2. Der Schimmel wurde von Olympiasiegerin Julia Krajewski vorgestellt.


Zukunft mit Herkunft


Chris Tonic entspringt einem erfolgreichen Stamm. Seine Großmutter Lamina v. Sir Shostakovich war unter Inken Gräfin v. Platen-Hallermund auf Vier-Sterne-Niveau erfolgreich. Sie war unter anderem platziert bei den Deutschen Meisterschaften. Ihr Sohn Cascoblanco war 2022 und 2023 Bundeschampion unter Pia Leuwer. Laminas Tochter Zornmutige v. Cristo, eine Halbschwester zu Chris Tonics Mutter Ilina v. Dinken,  fohlte den Reservesiegerhengst der Holsteiner Körung 2013, Coruscant.


Kaderreiter mit Nachuwchspferden


Platz zwei in der ersten Abteilung ging an Arne Bergendahl mit Energy Ed, einem Hannoveraner v. Edward (8,6). Galoppade, Springen und Rittigkeit wurden jeweils mit einer 8,5, der Gesamteindruck mit einer 9,0 beurteilt. Und Jérôme Robiné, der die Siegerin bei den Sechsjährigen stellte, konnte sich auch hier weit vorne platzieren. 8,4 bedeuteten Platz drei in der ersten Abteilung für ihn und den Westfalen Crispin D, einem direkten Sohn des Cornet Obolensky aus einer Stute, die den Vollblüter Scalo xx zum Vater hat.


Der dritte Platz wurde insgesamt dreimal vergeben. Zwei Hannoveraner Diacontinus-Nachkommen kamen ebenfalls auf eine 8,4. Ayleen Stuhr ritt DiaLotta so Well und Lena Reinsdorf Dialario R mit dieser Note ins Finale.


In der zweiten Abteilung konnte der frisch gebackene Vater Ben Leuwer mit Fanta PH, einer beim Springpferdezuchtverband Oldenburg International (OS) registrierten Stute, die den Angloaraber Flic en Flac zum Vater hat, die goldene Schleife entgegennehmen. 8,8 lautete das Richterurteil, wobei Galoppade und Rittigkeit mit einer 8,5, Springen und Gesamteindruck mit einer 9,0 beurteilt wurden. Julia Krajewski platzierte in dieser Abteilung den Holsteiner Hengst Carbolin v. Clarimo-Quinar auf Platz zwei. 8,5 lautete die Endnote. Genauso viel erzielte auch Lotte Palmgren. Die Finnin ritt den Holsteiner Wallach Udo J von Uriko.


Ergebnisse Qualifikation fünfjährige Geländepferde Bundeschampionat 2026


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