Ingrid Klimke, Pia und Ben Leuwer gut platziert bei Vielseitigkeit in Saulieu, Frankreich
Erfolgreiches Turniercomeback für Pia Leuwer nach Babypause, Klimke mehrfach platziert in Saulieu
Hanami und Pia Leuwer, ein Paar, das von der Initiative Road2LA unterstützt wird.
Foto: chrissis-pferdebilder.com Das nennt man doch mal vorbildliche elterliche Aufgabenteilung – während Pia Leuwer hochschwanger war mit ihrem ersten Kind hat ihr Mann Ben auch ihre Pferde mit trainiert und fit gehalten. Dazu zählte auch die Road2LA-Kandidatin Hanami. Mitte Juli kam Sohn Hugo zur Welt, nun sitzt Pia wieder selbst im Sattel und ihr Mann kümmert sich derweil um den Nachwuchs. Dass er als Interimsbereiter einen guten Job gemacht hat, konnte man am vergangenen Wochenende bei der Vielseitigkeit in Saulieu, Frankreich, sehen.
Erstmals wieder dabei, gleich Rang zwei
Besser hätte sich Pia Leuwer den Wiedereinstieg kaum wünschen können. Sie und die neunjährige Westfalen Stute Hanami v. Hambacher haben schon Platzierungen auf CCI4*-Niveau. In Saulieu haben sie mit zwei Sternen angefangen und beendeten direkt mit ihrem Dressurergebnis. 27,4 Minuspunkte hatten sie erhalten. Das war vor Gelände und Springen Rang zwei und blieb es bis zum Schluss.
Besser war nur der Thailänder Korntawat Samran mit dem elfjährigen Selle Français-Hengst Fiorano des deux Lacs, der mit 26,1 Minuspunkten schon auf dem Viereck ein paar Prozentpunkte mehr bekommen hatte, und diese auch ins Ziel von Cross und Parcours brachte. Samran hatte am Wochenende zuvor mit einer herausragenden Geländerunde im WM Cross von Aachen begeistert. Dass der 28-Jährige, der gebürtig aus Bangkok stammt, in Europa Turniere reitet, ist nichts Ungewöhnliches. Er trainiert seit langem mit dem Franzosen Maxime Livio und war unter anderem als Einzelreiter bei den Olympischen Spielen in Tokio am Start.
Ben Leuwer war in der Prüfung ebenfalls am Start und platziert. Er ritt den erst siebenjährigen „rheinischen Hannoveraner“ Alf PH v. Alaba-FS Louis Le Bon auf Rang vier. Nach der Dressur waren sie noch 16. mit 32,4 Minuspunkten, konnten sich aber dank fehlerfreiem Cross und Springen auf Platz vier vorarbeiten.
Zwischen das Ehepaar Leuwer setzte sich – ebenfalls mit Dressurergebnis (30,0) – der Mexikaner Gerardo Parroquin Delfin auf Brigada.
Ingrid Klimkes Kallista ohne Fehler im Cross zur CCI4*-Schleife
Seit Mitte vergangenen Jahres stellt Vielseitigkeitsolympiasiegerin Ingrid Klimke die belgische Halbblutstute Kallista vor. Sie hat sie von Sven Lux übernommen, der die vom Holsteiner Chatman abstammende Fuchssttute seinerseits rund zwei Jahre ritt und von 2*- auf 4*-Niveau gebracht hat. In CCI3*-Prüfungen waren Klimke und Kallista von Beginn an ein Match. Auf Vier-Sterne-Niveau waren sie in Oudkarspel platziert, hatten aber auch zwei Stürze und bei den letzten beiden Prüfungen je einmal eine 20-Strafpunkte-Situation im Cross. Jetzt in Saulieu kamen sie ohne Hindernisfehler, lediglich mit 11,6 Zeitfehlern ins Ziel. Im Parcours kamen dann allerdings noch 9,6 Strafpunkte (Ein Abwurf, 5,6 Zeitfehler) hinzu, so dass aus einem möglichen zweiten Platz letztlich der achte wurde.
An der Spitze des Feldes stand mit dem achtjährigen Selle Français-Wallach Iam du Loir v. Canturano ein weiteres viel versprechendes Nachwuchspferd aus der Erfolgsschmiede des Thomas Carlile. Die beiden waren Zweite nach der Dressur (26,4), hatten zwei Zeitfehler im Parcours und 7,2 Strafpunkte im Gelände. Damit kamen sie auf 35,6 Minuspunkte, was locker reichte, um die Dressur-Ersten, Alexis Goury und Hatchi Des Loges (neunjähriger Selle Français-Wallach v. Catcher Mail), auf Platz zwei zu verweisen (43,7). Die beiden hatten sechs Strafpunkte im Parcours (Abwurf, zwei Zeitfehler) und 12 Zeitfehler im Cross.
Dressur-Queen Candy
Außerdem hatte Ingrid Klimke ihre achtjährige Hannoveraner Stute Candy v. Carridam mit nach Frankreich genommen, um sie im CCI3* zu reiten. Bei ihren letzten fünf Auftritten waren die beiden jedesmal unter den Top drei platziert und auch in Saulieu führten sie das Ranking nach der Dressur an (25,0). Candy sprang fehlerfrei im Parcours, hatte aber ein paar Zeitfehler im Gelände, was sie bei starker Konkurrenz, die fast alle in der Zeit ins Ziel kamen, sechs Plätze kostete. Am Ende wurden es 31,8 Minuspunkte und Rang sieben.
Sieger war hier erneut Thomas Carlile, diesmal auf der siebenjährigen Selle Français-Stute Juste Unetoile v. Upsilon, die letztes Jahr Siebte bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde war. Sie beendeten mit ihrem Dressurergebnis (28,5).
Ebenfalls platziert mit einem Youngster war Brandon Schäfer-Gehrau. Er stellte im CCI1*-Intro die Holsteiner Stute Limoncello v. Livello aus der Zucht von Friedrich Riewerts und im Besitz seines neuen Arbeitgebers, den Lips Stables, vor. Mit nur ein paar Zeitfehlern in Parcours und Cross zusätzlich zum Dressurergebnis von 28,6 Minuspunkten wurden die beiden Zweite.
Alle Ergebnisse aus Saulieu finden Sie hier.