Nach Lahmheit in Aachen: WM Vielseitigkeitspferd Zinny auf dem Weg der Besserung
Update von der italienischen Stute Zinny von Paolo Torlonia nach WM in Aachen
Paolo Torlonia mit Zinny bei der EM 2025 in Blenheim.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Paolo Torlonia und die zehnjährige Stute Zinny, eine Cash-Enkelin aus einer Tochter des legendären Trakehners Abdullah, die in Italien zur Welt kam, waren im WM Cross von Aachen ohne Hindernisfehler bis zum letzten Hindernis gekommen. Doch hier spürte der 29-Jährige, dass die Stute nicht in Ordnung ist. Er war schon auf dem Weg zum letzten der 28 Hindernisse des Kurses, als er sie anhielt und ins Ziel führte. Tatsächlich ging die Stute lahm.
Am gleichen Tag berichtete die FEI, die Stute sei für weitere Untersuchungen in die nahegelegene Tierklinik gebracht worden. Gestern kam dann die Nachricht, dass sie sich eine Weichteilverletzung zugezogen habe. Es ist dementsprechend kein Knochen beteiligt, was eine sehr gute Nachricht ist. So liest sich auch die Nachricht des Reiters selbst aus Social Media:
„Nur wenige Galoppsprünge vor dem letzten Hindernis fühlte sie sich nicht gut an. Darum bin ich so schnell wie möglich vom Pferd runter. (…) Danke an alle, die gefragt und uns unterstützt haben. Das bedeutet uns viel. Wir kommen wieder.“
Paolo Torlonia und Zinny
Paolo Torlonia hat Italien schon als Ponyreiter bei Europameisterschaften vertreten und später bei den Jungen Reitern. Sein erstes Seniorenchampionat bestritt er bei der Euro 2021 als Einzelreiter und beendete. Das erste Mal zum Team gehörte er im vergangenen Jahr in Blenheim mit Zinny. Die Mannschaft belegte Rang acht.
Torlonia hat Zinny selbst ausgebildet und stellte sie siebenjährig bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde vor, wo sie Platz 31 von 70 Pferden belegten. In der Einzelwertung der EM von Blenheim waren die beiden 27.
WM Teilnehmer bei der WM
Zinny war übrigens nicht die einzige Teilnehmerin der WM der jungen Vielseitigkeitspferde vor drei Jahren, die jetzt in Aachen reüssierte. Lara de Liedekerke-Meiers Kiarado D’Arville, der sich gestern mit einer fehlerfreien Parcoursrunde auf Rang 25 der WM Aachen vorarbeitete, hatte 2023 in Lion d’Angers Silber gewonnen.
Der Ire MGH Zabaione von Padraigh McCarthy war in Lion d’Angers Neunter und belegte bei der WM Rang 24 und war Vierter mit der Mannschaft.
Peter T. Flarups H.Carald Z belegte in Lion d’Angers Platz 24 und war in Aachen als Einzelpaar am Start, erreichte allerdings nicht das Ziel des Cross.
Die Holsteiner Stute Lillet, die in Aachen mit Tamie Smith Einzelpaar für die USA war, ging in Lion d’Angers noch unter Deutschlands Geländertrainer, Mannschaftsolympiasieger Andreas Dibowski. Sie kam ohne Hindernisfehler ins Ziel des Cross, wurde aber vor dem Springen zurückgezogen.
Renegade, österreichische Desirao-Tochter von Katrin Khoddam-Hazrati (AUT), die gestern als 49. beendeten, waren in Lion d’Angers 47.