EM Le Mans mit weiteren Top-Ergebnissen auf dem Viereck und Parcours-Gold für die Briten

Zwischenstand Pony-EM Le Mans – auf dem Viereck läuft’s!

Dressur
Auch in der Einzelwertung auf Goldkurs: Leni-Sophie Gosmann und Diamantini EA WE.
Foto: FEI/Libby Law Photography Auch in der Einzelwertung auf Goldkurs: Leni-Sophie Gosmann und Diamantini EA WE. Foto: FEI/Libby Law Photography
Tag drei bei der Pony-EM in Le Mans brachte weitere Top-Ergebnisse in der Dressur für Deutschland.

Nachdem die deutschen Dressurreiter bei der Pony-EM in Le Mans gestern für das siebte Mannschaftsgold in Folge gesorgt hatten ging es heute mit Teil eins der Einzelwertung weiter. In der FEI-Einzelaufgabe dürfen noch alle vier Mitglieder der jeweiligen Mannschaften an den Start gehen. In der Kür sind es nur noch die besten drei, sollten sich alle vier qualifizieren. Heute in der ersten Hälfte der Einzelwertung gingen sowohl die beiden stärksten deutschen Paare aufs Viereck als auch die Nummer eins im dänischen Silberteam. So wurde schon Tag eins ein potenzieller Kampf um die Medaillen. Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, ist nicht auszuschließen, dass es bei der aktuellen Rangierung bleibt – zumal auch das zweitbeste dänische Paar seine Einzelaufgabe bereits absolviert hat.


An der Spitze des Feldes steht mit 75,567 Prozent die nun dreifache Mannschaftseuropameisterin Leni-Sophie Gosmann mit ihrem Erfolgspartner Diamantini EA WE. Sie hatten bereits gestern das beste Einzelergebnis der FEI-Mannschaftsaufgabe erzielt. Doch Dänemarks Nummer eins, Filippa Jæger Jensen, und ihr Sir Sansibar sind ihnen dicht auf den Fersen. Gestern hatte sich der schicke zehnjährige Palomino-Wallach noch etwas von der Umgebung ablenken lassen. Heute konnten sie sich deutlich steigern mit 75,514 Prozent.


Platz drei belegen derzeit Lilly Kasselmann auf Nasdaq FH, die Zweitplatzierten von gestern. Der Schwede Mats Eriksson sah die beiden mit satten 77,162 Prozent sogar auf Rang eins, aber die Kollegen bei C, M und B hatten sie auf Rang vier. Unter dem Strich kam das Paar aus Hagen auf 74,919 Prozent und ist damit auf Bronzekurs.


Eine große Konkurrentin haben Lilly und Nasdaq bereits hinter sich gelassen, nämlich die Dänin Steffanie Victoria Horsted Dyrlund mit Cosmo Callidus, der einst für Deutschland unter Lilly Marie Collin Goldmedaillen in Serie gesammelt hat. Sowohl die dänische Richterin Kirsten Soegaard bei M als auch der Deutsche Thomas Kessler bei B sahen das dänisch-deutsche Duo auf Rang eins. Bei Kessler hatten sie satte 76,351 Prozent. Doch insgesamt kamen sie nicht ganz an Kasselmann und Nasdaq heran, 74,757 Prozent, Platz vier.


Die beiden weiteren deutschen Goldmädels, Victoria Winkmann mit Peach und Lilli von Helldorff auf Nabucco HW, gehen morgen um 14.38 Uhr und 15.10 Uhr ins Viereck.


Vielseitigkeit


Auch die deutschen Vielseitigkeitsreiter konnten sich auf dem Viereck gut in Szene setzen. Die Mannschaft mit Justus Hayessen/Miss Windsor (33,3), Charlotte Eilers/Nadeshi (31,7), Anna von Helldorff/Marlon (32,5) und Lea Brügger/Golden Girl’s Nelly (22,4) führt mit 86,6 Punkten knapp vor Belgien (88,9) und Italien (92,0).


Lea und Golden Girl’s Nelly haben mit ihrem Topergebnis nicht nur der Mannschaft die Führung gesichert, sondern auch sich in der Einzelwertung. Und das deutlich. An zweiter Stelle rangiert mit 26,8 Minuspunkten die französische Teamreiterin Noa Pelle im Sattel von Gin GT La Templerie, gefolgt von Deutschlands Einzelreiterin Nummer eins, Greta Marie Löhr mit Rathcline Dream, die mit ihren 27,1 Minuspunkten das Bestergebnis des gestrigen Tages erzielt hatten.


Einzelreiterin Nummer zwei für Deutschland ist Franziska Niehoff auf Metallica SGN. Sie haben sich mit 29,2 Minuspunkten einen aussichtsreichen fünften Rang gesichert.


Das Herzstück für die Buschreiter steht morgen ab 8.30 Uhr auf dem Programm. Dann geht es in den Cross. Die Startzeiten für die deutschen Ponyreiter:


8.39 Uhr: Justus Hayessen mit Miss Windsor


9.15 Uhr: Charlotte Eilers und Nadeshi


9.24 Uhr: Greta Marie Löhr und Rathcline Dream


10 Uhr: Anna von Helldorff und Marlon


10.18 Uhr: Franziska Niehoff und Metallica SGN


10.36 Uhr: Lea Brügger und Golden Girl’s Nelly


Springen – Gold für die Briten


Nachdem der Auftakt für das deutsche Quartett im Parcours ganz und gar nicht nach Wunsch verließ, waren die Hoffnungen groß, dass die Springmannschaft sich heute im Nationenpreis zumindest vom letzten Platz würden lösen können. Doch es sollte nicht sein. Nach diversen Springfehlern und einer Eliminierung blieb es bei Rang acht von acht für das Team um Equipechefin Nina Stegemann. Allein Janne Neumann und Hegerie de Lanlore hatten mit null und vier Fehlern die richtigen Antworten im Parcours.


Sehr viel besser lief es für die Briten, denen es mit drei Doppelnullern durch Henry Leggott auf Blossom’s Big Claim, Lucia Nicole Caroline mit Holly Blue und Sophia Rogers auf Neil gelang, ihr Ergebnis aus dem Zeitspringen von 14,14 Fehlern zu halten.


Damit konnten sie die Iren noch vom Thron schubsen. Die waren mit 7,35 Strafpunkten heute in den Nationenpreis gegangen. Doch drei Abwürfe im ersten Umlauf waren einer zu viel – Silber mit 15,35 Fehlern für Charlie Flynn auf Montana (4/0), Ted Fagan mit Ballyfore Rosie (0/0), Robbie Sheehan auf Pjotr van de Groenheuvel (4(0) und Sam Widger im Sattel von BP Bon Jovi (4/4).


Mit deutlichem Abstand (38,50 Fehler) ging Bronze an Belgien. Auf dem Treppchen standen Elise Thirion mit Dance Floor du Cauroy (4/0), Maureen Bourse mit Galliano d’Argan (20/4), Imke Boden im Sattel von Cappuccino van Paemel Z (4/0) sowie Feline Matthees auf Karday van Orchid’s (8/12).


 


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