Der belgische Dressurrichter und Steward Jacques van Daele ist gestorben
Abschied von Dressurrichter und Steward Jacques van Daele
Jacques van Daele.
Foto: FEI/Paardensport Vlaanderen Am 4. Juli ist Jacques van Daele nach schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 72 Jahre alt.
Jacques van Daele hatte diverse Aufgaben innerhalb der Dressurwelt inne. Er war internationaler Vier-Sterne-Richter, Technischer Delegierter, Steward und als solcher auch ein wichtiger Teil des FEI Aus- und Weiterbildungssystems. Bei sechs Olympischen Spielen sowie diversen Welt- und Europameisterschaften war er in offizieller Funktion. In Deutschland war er ein vertrauter Anblick am Abreiteplatz des CHIO Aachen, wo er als über Jahre als Chefsteward im Einsatz war.
Zu den Pferden kam van Daele übrigens über die Polizei. Nach seinem Studium der Forensik begann er als Ausbilder für die Pferde der belgischen Polizei. In den 1980er-Jahren begann er mit dem Richten und arbeitete sich bis zum FEI4* Richter hoch. Noch bis 2025 war er neben seiner Steward-Tätigkeit auch als Richter bei nationalen und internationalen Turnieren im Einsatz.
In Belgien war er zudem vier Jahre lang Vorsitzender des Dressurkomitees sowie Chefsteward auf nationaler Ebene. 2022 wurde er von Horse Sport Vlanders zur „Sportpersönlichkeit des Jahres“ ernannt.
Ronan Murphy, der FEI Dressurdirektor, sagte: „Jacques van Daele war eine hoch angesehene Persönlichkeit im internationalen Dressursport – geschätzt nicht nur für sein Fachwissen und seine Professionalität, sondern auch für seine Leidenschaft für unseren Sport und die Art und Weise, wie er sein Umfeld unterstützte.
Er war besonnen, fair und stets bereit, zuzuhören, seine Erfahrungen zu teilen und die Entwicklung anderer zu fördern. Sein Engagement für das Reglement, den Sport und vor allem für das Wohlergehen der Pferde prägte sein Wirken als Offizieller. Jacques’ Weisheit, seine Freundlichkeit und seine Freundschaft werden der gesamten Dressur-Gemeinschaft sehr fehlen.“