Die Dressurreiter der USA für die Reit-WM in Aachen

US-Dressurteam für die Weltmeisterschaft in Aachen

Dressur
Auf dem Hof Kasselmann hatte Jordan LaPlaca Gold Play vierjährig entdeckt. Sieben Jahre später sicherten sie beiden sich dort ihren ersten Startplatz in einem Championatsteam.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Auf dem Hof Kasselmann hatte Jordan LaPlaca Gold Play vierjährig entdeckt. Sieben Jahre später sicherten sie beiden sich dort ihren ersten Startplatz in einem Championatsteam. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Der CDIO Hagen und der CDI Hartpury waren die letzten Möglichkeiten für die Dressurreiter der USA mit Ambitionen für die WM in Aachen, sich bei den Selektoren in den Fokus zu rücken. Dies ist das Team.

Angeführt von Equipechefin und Trainerin Christine Traurig sowie Mannschaftsführerin Laura Roberts treten für die USA auf dem Viereck der WM in Aachen nun folgende Dressurreiter an:



  • Ashley Holzer (62) mit Hawtins San Floriana (12), Hannoveraner Stute v. San Amour-Florestan I, Z.: Hawtins Stud, GBR > Holzer reitet erst seit 2017 für die USA, vorher saß sie für Kanada im Sattel, nahm an vier Olympischen Spielen teil, unter anderem 1988 in Seoul, als Kanada eine historische Bronzemedaille gewann. Für die USA war sie 2022 bei den Weltreiterspielen in Herning am Start. Hawtins San Floriana gehörte früher Carl Hester und Charlotte Dujardin, die sie auch bis zur Grand Prix-Reife förderte. Ihre ersten internationalen Starts absolvierte die San Amour-Tochter ab 2024 unter Holzer. Diese Saison gehörten sie zum siegreichen Nationenpreisteam der USA in Wellington.

  • Jordan LaPlaca (38) mit Gold Play (11), Oldenburger Wallach v. Grey Flanell-Sir Donnerhall, Z.: Janne Schäfer > Jordan LaPlaca ist nicht nur Dressurreiter, sondern war auch als Springreiter, Vielseitigkeitsreiter und Fahrer im Einsatz. Er entdeckte Gold Play („GP“) vierjährig auf Hof Kasselmann und bildete ihn aus. Dies ist ihre erste „richtige“ Grand Prix-Saison. Sie waren Teil des siegreichen Nationenpreisteams in Wellington im Januar – ihr Team-Debüt. In Hagen waren sie bestes US-Paar. Als Pflegerin für Gold Play ist LaPlacas Frau Caitlin dabei. Die beiden haben auch eine preisgekrönte Beagle-Zucht.

  • Christian Simonson (23) mit Fleau de Baian (16), KWPN-Hengst v. Jazz-Ulft (Z.: Fam. Beyer) > Simonson hat schon als Jugendlicher große Erfolge bei US-Championaten gehabt. Unter anderem gewann er als Junger Reiter eine Silbermedaille auf dem einstigen Burg-Pokal Sieger Rassolini FRH von Kathrin Meyer zu Strohen. In den vergangenen Jahren war er regelmäßiger Gast bei den Future Champions in Hagen und in der Junge Reiter-Tour in Aachen. Der Sprung in den Spitzensport gelang ihm im Sattel des von Emmelie Scholtens übernommenen Indian Rock, mit dem er dieses Jahr Zweiter im Weltcup-Finale wurde. Danach bekam „Rocky“ Pause und Simonsons zweites Grand Prix-Pferd, der von Adelinde Cornelissen ausgebildete Fleau de Baian musste ran. Sie waren Teil des drittplatzierten Teams im Nationenpreis von Hagen.

  • Geñay Vaughn (31) mit Gino (15), KWPN-Wallach v. Bretton Woods-Haarlem (Z.: M. F. M. Heynert-Hermans) > Geñay Vaughn ist in Kalifornien zuhause und betreibt dort einen Ausbildungsstall mit ihrer Mutter Michele, die auch Mitbesitzerin von Gino ist. Sechsjährig kam der Wallach in den Besitz der Familie, verbrachte allerdings zwischenzeitlich auch Jahre in Deutschland, wo Holga Finken ihn von Klasse S bis Grand Prix förderte. 2020 stellte Finken ihn um Louisdor-Preis vor. Danach ging er zu seiner Besitzerin, die mit ihm dieses Jahr mehrere Grand Prix-Erfolge mit über 72 Prozent verbuchen konnte. Auch sie gehörten in Hagen zum US-Nationenpreisteam und gefielen durch harmonische Auftritte.


Reservisten


Als Erste Reserve wurde Kasey Perry-Glass (38) mit Heartbeat W.P. ausgewählt. Die Schülerin von Debbie McDonald gehörte 2016 zum olympischen Bronzeteam der USA und zwei Jahre später zur Silbermannschaft bei der WM in Tryon. Die damaligen Erfolge erreichte sie alle mit dem Dänen Goerklintgaards Dublet. Nach der Geburt ihrer Tochter Tru Lynn Glass 2021 kehrte sie mit ihrem jetzigen Toppferd Heartbeat W.P. zurück auf die Bühne. 2024 gab der Charmeur-Ferro-Sohn aus niederländischer Zucht sein internationales Debüt. Jüngst erreichten sie im Special der CDI Tour von Hagen ein Personal Best im Special von 71,341 Prozent.


Zweite Reserve für das US-Team sind Meagan Davis (35) und Toronto Lightfoot, 13-jähriger Oldenburger v. Totilas-Onassis. Als Juniorin und Junge Reiterin hat Davis zahlreiche US-amerikanische Meisterschaften bestritten. Ihre Grand Prix-Karriere begann aber erst mit dem in Dänemark geborenen Totilas-Sohn Toronto Lightfoot. Bis 2024 waren die beiden in der internationalen Kleinen Tour erfolgreich, dann nahm ihre Grand Prix-Karriere Fahrt auf. In ihrer Heimat Florida erzielten sie mehrfach Ergebnisse in Grand Prix und Special von über 70 Prozent. Jüngst in Hagen waren sie im Nationenpreis am Start und kamen im Grand Prix auf 68,565 und Special auf 68,532 Prozent.


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