Landesverband Bayerischer Pferdezüchter: Neun Champions bei Hagauer Reitertagen 2026
Neun neue Champions beim Bayerischen Landeschampionat
Freaky Friday v. For Treasure wurde unter Paula Fischer Bayerischer Landeschampion der sechsjährigen Springpferde. Foto: Fotoagentur Dill Über 120 Pferde gingen an dem Wochenende der Bayerischen Landeschampionate an den Start. Bei den Springpferden gab es auf dem Turniergelände der Hagauer Reitertage zweimal eine 8,8 – damit standen die Champions im Parcours fest.
Fünfjährige: kein Saulus weit und breit, aber ein Paulus
Internationale Blutführung bei den fünfjährigen Springpferden: Detlef Kaiser jun. ritt den Eldorado v. d. Zeshoek-Diarado-Sohn Paulus an die Spitze des Felds. Die Wertnote von 8,8 war die Tageshöchstnote. Gezogen wurde Paulus bei Daniel Abele. Platz zwei ging mit einer 8,6 an Con Zidane W v. Con Chello. Das W im Namen des Hengstes verweist auf den Züchter Josef Weishaupt. Valerie Karaskova erzielte eine 8,6 mit dem Fuchshengst.
Auch bei den Sechsjährigen war ein Weishaupt im Spiel. Der neue Champion, bzw. die neue Championesse, heißt Freaky Friday und stammt von For Treasure VDL-Con Spirit ab. Besitzer ist Sportpferde Weishaupt. Paula Fischer ritt die Schimmelstute mit einer 8,8 durch den Parcours. Züchter der Championesse ist Andreas Schorer. Freaky Friday wurde im Anschluss an die Bayerischen Landeschampionate mit dem DSP-Titel ausgezeichnet.
Gegen die Uhr: Odine Champion der Sieben- und Achtjährigen bei Bayerischen Landeschampionaten
Die Sieben- und Achtjährigen traten in einer Zwei-Phasen-Springprüfung Kl. S an. Odine M v. Vingino-Calido I (Z.: Hannes Meindl) schnappte sich unter Elisabeth Meyer mit der schnellsten fehlerfreien Runde Sieg und Schärpe.
8,86 für F-Grace St und Ralf Kornprobst
Titelverteidigung geklappt: Keine Bürde, sondern nur eine Begleiterscheinung, war der Vorjahrestitel für F-Grace St. Die Schwarzbraune Stute gewann auch in diesem Jahr wieder den Titel. Ralf Kornprobst im Sattel darf sich auf einen Start in Warendorf beim Bundeschampionat freuen. Dann übrigens mit dem Zusatz „DSP“ im Namen. Denn die Wertnote 8,86 für das Paar bedeutete gleichzeitig die Qualifikation fürs Bundeschampionat.

F-Grace St stammt von Glamourdale ab aus einer Fürstenball-Diamond Hit. Züchter und verantwortlich für das Anhängsel „St“ im Namen ist Alois Steidl. Im Trab erhielt die Stute ein 9,0, im Galopp eine 9,5. Vier Pferde waren in dieser Prüfung am Start.
Mach’s noch einmal, Bon Jovi
Dressurlinie mal Springblut. So lautete das züchterische Konzept, das den Champion der fünfjährigen Dressurpferde hervorgebracht hat: Bon Jovi v. Bon Courage-Quality-Concetto I ist der neue Landeschampion. Er erhielt eine 8,26 und ist ein Familienprojekt: Martin Stechele saß im Sattel, Dr. Max Stechele ist Züchter und Besitzer. Und auch Bon Jovi ist ein Wiederholungstäter. Im vergangenen Jahr war er Champion der Vierjährigen in Bayern.
Während ihr Vater seinen ersten internationalen Grand Prix Special-Sieg feierte, gewann die Morricone-Tochter Mocca Royal das Bayerische DSP-Youngster-Championat, eine Dressurpferdeprüfung Kl. S. Die aus einer Destano-Sandro Hit-Mutter gezogene Stute, rollte unter Christoph Winkels das Feld von hinten auf. Doris Karl ist die Züchterin der Youngster-Championesse.
Reitpferde: Zephyr, Best Secret und Sciano
Der Sohn des Marbacher Landbeschälers Zenetti, Zephyr, war das beste der vier Pferde, die bei den Dreijährigen am Start waren. Fanny Markström ritt den von Udo Kast aus einer Ritz Carlton-Mutter gezogenen Wallach.
Zweite in diesem Championat wurde Bonnie v. Secret. Die Dunkelfuchsstute konnte ihrem ein Jahr älterem Bruder, Best Secret, zum Championatstitel (8,24) der Vierjährigen gratulieren. Wie beim Bundeschampionat 2026 auch, wurde das Finale in einer Dressurpferdeprüfung Klasse A entschieden.
Beide Dunkelfüchse stammen aus der Ballerina v. Baryshnikov-Argentinus, sind bei Josef Ritzel zur Welt gekommen und wurden von Ramona Ritzel vorgestellt – eine echte Familienleistung!
Bayerischer Landeschampion der vierjährigen Hengste wurde der im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger beheimatete Sciano v. Scalatore-Luis Figo. Johanna Müller verließ mit ihm das Viereck mit einer 8,06.
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