Großer Preis von Hohen Wieschendorf 2026: Philip Weishaupt siegt mit neunjähriger Lady Concern Du Rezidal
Hohen Wieschendorf: Weishaupt siegt im Großen Preis mit Clipmyhorse-Entdeckung, Krankenhauslaborantin Fünfte
Philipp Weishaupt gewinnt den Großen Preis in Hohen Wieschendorf mit
Lady Concern Du Rezidal. Foto: Pauline Ullmann-Davis Der Große Preis von Hohen Wieschendorf war das erste 1,60-Meter-Springen, das die Neunjährige Lady Concern du Rezidal in ihrem Leben gegangen ist. Und dann gleich ein Sieg. Philipp Weishaupt sagt, er habe sie bewusst lange in 1,45- und 1,50-Meter-Prüfungen geritten. „Unter dem Radar“, wie er sagt. Der Olympiareiter hatte die Stute zufällig auf Clipmyhorse gesehen. „Ich habe mich sofort verliebt, weil sie einfach viel besser sprang als alle anderen“, erzählte Weishaupt nach seinem Sieg an der Ostseeküste. „Wir haben sie direkt gekauft, ohne Ausprobieren.“ Hinter „wir“ versteckt sich Besitzer Edouard de Rothschild .
Fünf im Stechen
Fünf der 50 Starter waren fehlerfrei im Umlauf geblieben — fünf weitere verzeichneten keine Spring-, aber Zeitfehler. Weishaupt lobte Parcourschef Hesse ausdrücklich: „Hätte er die Zeit auch nur um eine Sekunde verlängert, wären alle ein bisschen langsamer geritten und wir hätten wahrscheinlich noch viel mehr Nuller bekommen. Fünf Reiter im Stechen eines Großen Preises — das reicht vollkommen.“
Im Stechen blieb Weishaupt der Schnellste. 0,17 Sekunden betrug sein Abstand auf den Zweitplatzierten Ales Opatrny (CZE) auf Vivo de Muze PS, einem Vivant-Sohn, den er erst seit Januar reitet. Auch für Vivo war es das erste 1,60-Meter-Springen. „Er hat das super gemacht!“, sagt Opatrny — und mit Blick auf seinen vierten Platz im Vorjahr fügt er trocken hinzu: „Mal sehen, was nächstes Jahr klappt.“ Der Schwede Douglas Lindelöw komplettierte das Podium mit einem Abwurf in 47,10 Sekunden auf Asterix de Couleur.
Die Fünfte aus Redefin
Den lautesten Jubel des Abends holte sich keiner der drei Profis. Christin Wascher, 27, Laborantin in einem Krankenhaus und für den RFV Landgestüt Redefin am Start, hatte es als einzige Frau ins Stechen des Großen Preises geschafft.
Mit dem 15-jährigen Quincy ritt sie fehlerfrei durch den Umlauf. Wascher kennt den Quintero-Sohn seit sechs Jahren. „Quincy ist ein sehr spezieller Typ. Umso spezieller er wird, umso besser springt er — er muss schon diese Verrücktheit haben.“ Im Stechen unterliefen dem Paar zwei Fehler, Platz fünf am Ende. Vor dem Stechen sei sie mit ihrem Vater in Ruhe den Parcours abgegangen. „Und dann habe ich eigentlich alles wie immer gemacht.“
Ergebnis Großer Preis von Hohen Wieschendorf