Vor zwei Jahren noch A-Springen, jetzt Vier-Sterne-Parcours in Hohen Wieschendorf: Tomma Thiesen
Tomma Thiesen (19): erster Vier-Sterne-Start, erster Sieg in Hohen Wieschendorf
Tomma Thiesen und Big Lady ZE debütierten in Hohen Wieschendorf auf CSI4*-Niveau und siegten auf Anhieb. Foto: Foto: Pauline Ullmann-Davis Tomma Thiesen ist 19 Jahre und arbeitet auf der Insel Fehmarn bei Hinerk Köhlbrandt. Springen an der Ostseeküste liegt ihr somit im Blut. Wie sehr, das hat sie beim internationalen Vier-Sterne-Springen in Hohen Wieschendorf gezeigt. Mit Big Lady ZE gewann sie das 1,40 Meter-Springen im Rahmen des CSI4*. Es war für sie der allererste Start in dieser Kategorie. Sie gewann mit Weile. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Ansgar Holtgers Jr. (USA) auf Kennedy Z: dreieinhalb Sekunden. Dritter wurde Michael Viehweg mit Cyrill.
Von A bis 4*S in drei Jahren
Das Tempo war ausschlaggebend, schließlich blieben 49 Paare ohne Fehler und fünf weitere hatten keinen Abwurf, aber Zeitfehler. Beinahe hätte es ein Doppelsieg für die 19-Jährige werden können. Auf Bert v. Branzau gelang ihr der schnellste Vier-Fehlerritt in 58,53 Sekunden. Am letzten Hindernis rollte bei Bert eine Stange. Nur die Tochter des Olympiasiegers Big Star (Rio 2016), Big Lady ZE, war noch schneller als ihr Stallkollege.
Thiesen nimmt’s mit Fassung. „Ich kenne beide Pferde schon sehr lange. Wir müssen sehr wenig kommunizieren, um genau zu wissen, was der andere will. Nur so ist das möglich.“ Muttergefühle, sagt sie, kämen bei beiden Pferden auf – sie habe mit ihnen in A-Prüfungen angefangen.
„Fleiß und Talent“ – mehr nicht
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Im April war Thiesen mit Big Lady in Hagen in einem Drei-Sterne-Springen siegreich, vergangenes Wochenende ritt sie ihren ersten Nationenpreis bei den Senioren. Trainer Hinerk Köhlbrandt, in dessen Stall sie arbeitet, hält die Erklärung kurz: „Fleiß und Talent.“
Eckermann gewinnt das Morgenspringen
Bereits am Donnerstagmorgen hatte Katrin Eckermann eine 1,40-Meter-Prüfung gewonnen – mit der achtjährigen Chacoona Cat in 59,76 Sekunden, 56 Hundertstelsekunden vor Miriam Schneider auf Querida v. Quibery. Dritte: Paula Nagel mit Carmen. Die Chacoon Blue-Tochter Chacoona Cat war 2024 unter Sophie Hinners Bundeschampionesse – Eckermann übernahm die Schimmelstute im Herbst 2025. „Sie ist eine Kämpferin, sehr sensibel, aber im Parcours zeigt sie ihren Mut“, bilanziert Eckermann gewohnt nüchtern.