Initiative Road2LA: deutsche Vielseitigkeitsreiter gezielt auf Weg zu Olympia Los Angeles 2028 unterstützen
Road2LA – die besten Vielseitigkeitspaare auf dem Weg nach Olympia begleiten
Olympiasiegerin Julia Krajewski und Nickel, Elfter der Spiele von Paris, gehören zu den Olympic Hopefuls, die in den Genuss einer Förderung durch Road2LA kommen. Foto: sportfotos-lafrentz.de Kern der Initiative Road2LA ist eine Potenzialgruppe von bis zu acht Paaren zu definieren, die auf ihrem Weg in Richtung Olympia 2028 strukturell wie finanziell begleitet werden. Aktuell umfasst die Förderung unter anderem:
Arne Bergendahl mit Bronco NRW, geb. 2016, Westfale v. Blockbuster, erfolgreich bis CCIO4*-NC-L, (Mutter Luthien v. La Calido aus der Zucht des Vaters des Reiters ist international erfolgreich)
Michael Jung mit fischerSolution II, geb. 2016, Polnisches Warmblut v. Harley, erfolgreich bis CCI-4*-L
Julia Krajewski mit Uelzener’s Nickel, geb. 2014, Holsteiner v. Numero Uno, Elfter der Olympischen Spiele von Paris 2024
Ben Leuwer mit Zuccini MN, geb. 2017, Holsteiner v. Zucchero, erfolgreich bis CCI4*-S
Pia Leuwer mit Hanami 4, geb. 2017, Westfale v. Hambacher, erfolgreich bis CCI4*-S
Brandon Schäfer-Gehrau mit Very Special 5, geb. 2015, Hannoveraner v. Viscount, erfolgreich bis CCI4*-L
Road2LA: Leistungsträger identifizieren und nachhaltig begleiten
Der Ansatz ist klar: Leistungsträger frühzeitig erkennen und nachhaltig unterstützen. Das langfristige Ziel ist es, aus dem deutschen Vielseitigkeitslager heraus die bestmöglichen Paare für einen Start bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 rekrutieren zu können.
Die vom DOKR-Vielseitigkeitsausschuss benannten Paare werden mit einem Festbetrag unterstützt, der frei eingesetzt werden kann. So könnten beispielsweise Reisen zu großen Turnieren – etwa die CCI5*-L in Kentucky – ermöglicht werden, sollte es an Mitteln fehlen. Leistungen der Pferd/Reiterinnen und Reiter-Kombinationen, die von Road2LA begleitet werden, werden evaluiert, sodass gegebenenfalls Förderungen auch auslaufen und dafür andere „Olympic Hopefuls“ mit größerem Potenzial nachrücken können.
Konzept greift weiter
Die geförderten Paare sind regelmäßig auf internationalen Turnieren unterwegs, die Planung der Starts erfolgt dabei gezielt mit Blick auf Qualifikationen und Formaufbau. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Entwicklung der Pferde. Auch, idealerweise, über Los Angeles hinaus. Denn 2032 wartet das australische Brisbane auf den Olympischen Reitsport. Wer dort Olympiamedaillen entgegennehmen kann, weiß niemand. Fest steht aber: Auch der Olympiasieger von Brisbane ist bereits geboren. Er oder sie weiß nur noch nichts von seinem Glück.
Olympiasiegerinnen und -sieger begrüßen Road2LA
„Der Weg zu Olympischen Spielen ist lang – für uns und für die Pferde. Kontinuität und Vertrauen in der Ausbildung sind entscheidend. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können wir uns genau darauf fokussieren“, so Julia Krajewski. Ähnlich sieht es Michael Jung: „Im internationalen Vergleich entscheiden oft Kleinigkeiten. Eine gezielte Förderung kann hier den Unterschied machen“.
„Sinnvolle Ergänzung“
Bundestrainer Peter Thomsen ordnet das Projekt als sinnvolle Ergänzung ein: „Eine breite und gleichzeitig leistungsstarke Spitze ist entscheidend. Wenn mehrere Kombinationen auf Top-Niveau arbeiten können, erhöht das unsere Chancen im internationalen Vergleich deutlich.“
Ähnlich sieht es auch Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender Pferdesport Deutschland: „Diese Initiative zeigt, wie moderne Spitzensportförderung funktionieren kann: Road2LA ergänzt und intensiviert unsere Förderung auf ideale Weise. Sie schafft zusätzliche Möglichkeiten – genau dieses Zusammenspiel stärkt unseren Weg nach Los Angeles und lässt uns dort hoffentlich an die medaillenreichen Erfolge der vergangenen Olympischen Spiele anknüpfen“.
Medaillen sind für die Sportförderung durch das Bundesinnenministerium ein wichtiger Faktor. Mehr als zwei Millionen Euro an Fördergeldern flossen 2025 von Berlin nach Warendorf.
In Luhmühlen geht es los auf der Road2LA
Der offizielle Auftakt von Road2LA ist im Rahmen des 4*- und 5*-Events in Luhmühlen im Juni 2026 vorgesehen. Road2LA versteht sich als privatwirtschaftlich getragenes Zusatzformat zur Förderung des deutschen Vielseitigkeitssports mit klarer internationaler Perspektive. Gemeinsam mit dem DOKR soll die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Paare im Hinblick auf Los Angeles langfristig gesichert werden. Networking und damit auch die Möglichkeit, neue Menschen für die Unterstützung des Vielseitigkeitssports zu begeistern, ist ein weiterer Ansatz der Initiative.
Informationen gibt es auch online.