Freispringwettbewerb Hannoveraner Springpferdezucht in Verden: Noblesse S und Unica Tamara DB an der Spitze

Hannoveraner Freispring-Frauen-Power in der Niedersachsenhalle

Zucht
Noblesse S v. Nevados ist die Siegerin der Dreijährigen beim Hannoveraner Freispringwettbewerb 2026 in Verden. Foto Hannoveraner Verband Noblesse S v. Nevados ist die Siegerin der Dreijährigen beim Hannoveraner Freispringwettbewerb 2026 in Verden. Foto Hannoveraner Verband
Zwei Stuten standen an der Spitze des Freispringwettbewerbs im Rahmen des Programms Hannoveraner Springpferdezucht in Verden. 38 Pferde waren zum Hannoveraner Verband gekommen, 25 Drei- und 13 Vierjährige. Die Siegerinnen stammten von Nevados S und Utamaro d’Ecaussines ab.

Beide Stuten präsentierten sich mit einer Kombination aus Vermögen, Übersicht und Technik, – passend für den modernen Springpferdesport. So sahen es die Richter, Springpferdezuchtexperte Heinz Meyer und Thomas Schönig vom Hannoveraner Verband.


Bei den Dreijährigen war die Siegerin unangefochten: Noblesse S, eine Tochter des Nevado S. Der in Polen auf Holsteiner Basis gezogene Schimmel ist unter dem Belgier Gregory Wathelet über Jahre hocherfolgreich im internationalen Sport gegangen. Die Mutter von Noblesse S hat Diamant de Plaisir zum Vater (Z. u. B: Ernst Stahlhut, Stadthagen). Sie überzeugte mit gleichmäßigem Ablauf und klarem Vermögen am Sprung. Die Richter vergaben ein „sehr gut“ für Springanlage und Intelligenz, was sich in der Endnote von 26,7 widerspiegelte. Insgesamt waren 25 Dreijährige zum Freispringen nach Verden gekommen.


Promi-Verwandtschaften beim Hannoveraner Freispringwettbewerb


Platz zwei ging an Samoa v. Stolzenberg-Diacontinus (Z. u. B.: Marschalk-Pecksen, Elmlohe) mit Wertnote 25,5. Platz drei teilten sich, knapp hinter Samoa, zwei Stuten (25,4): Charlotte KHR v. Checkter-Glasgow van’t Merelsnest (Z. u. B.: Karl-Henning Rollwage) sowie eine noch namenlose Zinedream-Stanley-Tochter (Z. u. B.: Friedel Cordes), die zudem über ihre Abstammung – Halbschwester zur Bundeschampionesse Chacoona Cat – auf sich aufmerksam machen konnte.


Beide Stuten unterstrichen den Ansatz, gezielter Springpferdezucht: Beide Mütter waren als junge Pferde selbst erfolgreich in Verden beim Hannoveraner Freispringwettbewerb platziert.


Diamant de Semilly-Enkelin vorne bei den Vierjährigen


Auch bei den Vierjährigen zeigte sich ein klares Bild. Unica Tamara DB v. Utamaro d’Ecaussines-Casallco (Z. u. B.: Ausbildungsstall Duchac) präsentierte sich souverän, mit viel Übersicht und Leichtigkeit im Ablauf. Nach ihrem Auftritt im Vorjahr bestätigte sie nun ihre Entwicklung und setzte sich gegen die 13-köpfige Konkurrenz durch.


Kein Freispringwettbewerb ohne „Jo“


Knapp dahinter folgte mit Coco Jo PJ eine väterliche Halbschwester zur Weltcup-Siegerin Greya. Wie Kent Farringtons wieselschnelle Stute hat auch Coco Jo PJ Colestus zum Vater. Zur Welt gekommen ist die Stute bei der Dr. Jacobs GbR, Bierbergen. Die Mutter Bambi Jo v. Balou du Rouet war erst kürzlich bei den Hannoveraner Springpferde-Masters erfolgreich. Sie ist aus einer Vollschwester der gekörten Escudo-Vollbrüder gezogen.


Die Zuchtstätte der Pferde mit dem „Jo“ ist erfolgsverwöhnt beim Hannoveraner Freispringwettbewerb. Schon häufig fuhren sie mit der Siegerschärpe nasch Hause. Für die hat es zwar in diesem Jahr nicht gereicht, aber mit Dandy Man PJ v. Diro stellte die Dr. Jacobs GbR zudem den Drittplatzierten in der Kategorie der Vierjährigen.


Infos auf der Webseite des Hannoveraner Verbandes


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