Sattelkörung Oldenburg 2026: zehn Hengste gekört, drei prämiert, Sieger von Best of Gold
Sattelkörung Oldenburg 2026: Siegerhengst von Best of Gold
Besanndro heißt der Siegerhengst der Oldenburger Sattelkörung 2026 in Vechta. Hier mit seinem Züchter Heinz Ahlers. Foto: Kiki Beelitz Drei Hengste stellte die Körkommission am Ende besonders heraus bei der Oldenburger Sattelkörung 2026 . Das Rennen in diesem Trio machte der Best of Gold-Sohn Besandro aus der Zucht von Heinz Ahlers. Auf dessen Station ist auch der Vater des neuen Siegers lange zum Einsatz gekommen. Best of Gold, im gehobenen Dressursport erfolgreich, ist aus dem Edoste-Stamm hervorgekommen. Das hat er mit seinem nun zum Siegerhengst 2026 gekürten Sohn gemeinsam. Dieser Zweig der Familie, die beispielsweise den Vererber Fürst Romancier hervorgebracht hat, ist für seine „goldigen“ Namen bekannt. Die Großmutter des neuen Champions hat mehrere gekörte Söhne zur Welt gebracht.
Der Sieger war ein formschönes Pferd, das sich im Trab ausbalanciert und leichtfüßig zu bewegen wusste. Fremdreiterin Janina Tietze aus dem niedersächsischen Landgestüt Celle attestierte ihm, sich „sehr fein“ reiten zu lassen.
Reservesieger von Dynamic Dream
Davosino heißt der Reservesieger. Der Dynamic Dream-Sohn stammt aus einer Fürstenball-Mutter, was an der Konstruktion der Hinterhand klar abzulesen war. Die Mutter war fünfjährig zweitbestes Pferd im Oldenburger Landeschampionat. Platz drei ging an den formatigen Debutant PS-Sohn Dahlmann, dessen Mutter v. San Amour abstammt.
19 Hengste waren erschienen, um sich auf dem Pflaster, freilaufend und unter dem Sattel des eigenen und der Fremdreiterin darzustellen. Insgesamt erhielten zehn Hengste die Zuchtzulassung. Sie stammten von Escanto PS, Feinsten, Global Player, So Perfect und Topgun ab. Zwei Hengste schieden aus.
Bei der Auktion in Vechta stehen unter anderem der Sieger und der Reservesiegerhengst zum Verkauf.
Dass einer der Kandidaten offensichtlich nicht seinen kooperativsten Tag hatte, konnten die Zuschauer auf Clipmyhorse heute nur erahnen. Denn als der Hengst begann, sich den treibenden Hilfen der Testreiterin deutlich zu entziehen, schwenkte die Kamera weg und zeigte nur, wie der zweite, auf den Testritt wartende Hengst, im Schritt an der kurzen Seite der Halle bewegt wurde.
Interessant dabei: Diese nicht neue Praxis des Internetstreamers steht im deutlichen Gegensatz zu den Argumenten, die die Abteilung der Zucht stets für die Partnerschaft mit dem Medienunternehmen angeführt hatten. Nur so, so hatte Dr. Klaus Miesner immer wieder betont, hätten die Züchter eine Chance, sich bei Hengstprüfungen wirklich über den Hengst zu informieren. Dort zeigten die Hengste ihr wahres Ich und sein damit besser zu beurteilen als im Rahmen von Hengstvorführungen.