CCI2* Luhmühlen
Lara de Liederkerke-Meier siegt mit Weltmeisterin, starker Auftritt von 16-jähriger Heine
Weltmeisterin auf Kurs: Tara van het Leliehof und Lara de Liederkerke-Meier siegten in Luhmühlen. Foto: Christiane Jahnke Für den CCI2* in Luhmühlen hatte Lara de Liederkerke-Meier zwei Nachwuchspferde dabei, die achtjährige französische Catoki-Tochter Chantelle QC Z, mit der sie nach einem Abwurf im Parcours, aber fehlerfreiem Gelände 18. wurde, und die Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde des Vorjahres, Tara van het Leliehof, nun siebenjährig. Letztere bewies heute einmal mehr, was sie für ein Ausnahmepferd ist.
Mitte vergangenen Jahres hatte Lara de Liederkerke die belgische Comme il faut-Enkelin (v. Pegase van’t Ruytershof) von der Italienerin Cecilia Magni übernommen. Seither waren sie – ohne dieses Wochenende in Luhmühlen – in vier CCI-Prüfungen am Start, haben dreimal gewonnen und waren einmal Zehnte. Mit dem vierten Sieg sprangen sie zum Titel bei der WM der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde. Noch kein einziges Mal in ihrer Laufbahn hat die Rappstute einen Hindernisfehler im Gelände gehabt und bei drei ihrer vier Auftritte mit Lara de Liederkerke war sie innerhalb der erlaubten Zeit. So auch heute.
Die beiden gewannen den CCI2*-S von Luhmühlen mit ihrem Dressurergebnis von 27,4 Minuspunkten. Auf Platz zwei fanden sich der Italiener Paolo Mario Simone und die neunjährige KWPN-Stute Miss Bumblebee wieder, ebenfalls mit ihrem Dressurergebnis, hier 29,2 Minuspunkte.
Berit Schulz und die zwölfjährige Holsteiner Stute Caja v. Cassilano hatten wie das Siegerpaar 27,4 Minuspunkte auf dem Viereck, kassierte im Cross aber zwei Zeitfehler, Rang drei vor Antonia Baumgart und Lamango, die auf dem Viereck mit 29,6 Minuspunkten bedacht worden waren, was auch ihr Endergebnis war.
Heine unschlagbar

Jona Isabell Heine (16) aus Ammersbek in Schleswig-Holstein reitet seit 2024 international im Busch und seit 2025 hat sie die 16-jährige Hannoveraner Stute Chantilly v. Catoki unter dem Sattel – ein Match! Bei nun acht internationalen Starts mussten sie sich nur ein einziges Mal einen Hindernisfehler im Gelände ankreiden lassen. Bei ihren ersten Deutschen Jugendmeisterschaften belegten sie Rang neun bei den Junioren. Die Saison 2025 beendeten sie mit einem Start-Ziel-Sieg in der Juniorenprüfung in Strzegom.
Und die Saison 2026 läuteten sie heute mit einem Sieg ein. Nach der Dressur waren ihre 30,8 Minuspunkte zwar gerade gut genug für Rang zwölf, doch die beiden waren eines von nur fünf Paaren, die sowohl im Parcours als auch im Cross ohne Zeit- und Hindernisfehler ins Ziel kamen. Das bedeutete am Ende den Sieg.
Zwar hatten auch Iliane Hannalisa Hein und der Brandenburger Quaterback-Sohn Akeby’s Quemiro Silla 30,8 Minuspunkte, doch die bessere Platzierung im Gelände entschied über Sieg und Niederlage an der Spitze.
Die beste Dressur hatten Greta Reinstorf (18) und die 14-jährige Hannoveraner Stute Ilara W in den Heidesand gezaubert: 27,4 Minuspunkte. Doch 3,6 Zeitfehler im Cross warfen sie auf den dritten Platz zurück (31,0). Wer die Namen Reintorf/Ilara W eigentlich mit einem anderen Reitervornamen verbindet, liegt nicht falsch. Die Stute war mehrere Jahre die Nummer eins von Gretas älterer Schwester Paula, die mit der Inliner-Tochter dreimal bei U21-EMs dabei war und zwei Silber- sowie eine Bronzemedaille mit heim brachte.
Alle Ergebnisse aus Luhmühlen finden Sie hier.