USA gewinnen Dressur Nationenpreis in Wellington

USA hängen Deutschland im Dressur Nationenpreis von Wellington ab

Dressur
They did it! Strahlende Gesichter beim siegreichen US-Team. Foto: Centre Line Media They did it! Strahlende Gesichter beim siegreichen US-Team. Foto: Centre Line Media
Fünfmal hat Team Deutschland den Dressurnationenpreis in Wellington gewonnen, jedesmal vor den Gastgebern. Dass es 2026 ein sechstes Mal so kommen würde, konnten die USA verhindern – obwohl sich eine ihrer Reiterinnen im Weg irrte und Deutschlands Newcomerin ein Personal Best aufs Viereck zauberte.

Eigentlich stand das Vorhaben der USA, Deutschland endlich einmal zu schlagen im Dressur Nationenpreis von Wellington, unter keinem besonders guten Stern. Auf den letzten Drücker musste der eigentlich gesetzte Ben Ebeling gegen Anna Marek mit Fayvel ausgetauscht werden. Die hatten sich offenbar vorgenommen zu beweisen, dass man sie besser gleich nominiert hätte. Mit 69,435 Prozent lieferten sie das beste Ergebnis fürs Team und wurden Dritte in der Einzelwertung.


Meagan Davis und ihr Totilas-Sohn Toronto Lightfoot folgten ihr mit 68,544 Prozent auf dem Fuße. Ashley Holzer und die San Amour-Tochter Hawtins San Floriana wurden mit 67,652 Prozent Siebte. Es wären auch noch mehr Punkte drin gewesen, aber leider musste ihnen 0,5 Prozent für ein Verreiten abgezogen werden. Vierter Mann im Team war Jordan LaPlaca auf dem elfjährigen Grey Flanell-Sohn Gold Play. Mit 65,131 Prozent lieferten sie das Streichergebnis.


Trotz des Verreitens von Holzer setzten die USA sich mit 205,631 Prozent insgesamt an die Spitze und ließen das deutsche Team hinter sich. Hier kamen 205,043 Prozent zusammen. Das dritte Team am Start, Kanada, sammelte 204,196 Prozent. Es war also eine äußerst knappe Entscheidung!


Wandres vorn, Lienert top


Bestes Paar nicht nur für Deutschland, sondern der Prüfung waren Frederic Wandres und der zehnjährige Verrenberg v. Vilancio. Im vergangenen Jahr hatte Wandres versucht, den Oldenburger für das Louisdor-Preis Finale zu qualifizieren. Das hat nicht geklappt. Dafür konnten die beiden in Wellington bereits zahlreiche Schleifen einheimsen. Im Januar erzielten sie sogar einmal ein Grand Prix-Ergebnis von 71,326 Prozent. Bei den nachfolgenden Turnieren waren es allerdings immer knapp unter 70 Prozent und da landeten sie auch heute, bei 69,913 Prozent. Das reichte, um selbst an der Spitze zu stehen, aber nicht, um für alle anderen die Kohlen mit aus dem Feuer zu holen.


Obwohl auch die top unterwegs waren. Stell dir vor, du reitest deinen ersten Grand Prix für Deutschland in der Nationalmannschaft und lieferst ein Personal Best. So erging es heute Emma Caesilia Lienert auf dem 16-jährigen Johnson-Sohn Windermere J’Obei. Die Rheinische Meisterin gehörte im vergangenen Jahr zur Piaff-Förderpreis Crew. Sie ist bereits seit Jahresbeginn in Florida unterwegs, um hier Erfahrungen zu sammeln. Mit „Joey“ hat sie dafür den richtigen Lehrmeister. Der Fuchs war unter seiner Ausbilderin Melissa Galloway für Neuseeland bei den Olympischen Spielen in Paris am Start. Und auch für seine jetzige Reiterin gibt er alles. Ihr CDI Debüt haben die beiden Ende Februar gegeben, das noch mit 67,543 Prozent. Heute wurden es bereits 68,152 Prozent.


Drittbestes Paar waren Lars Ligus und die von Familie Kasselmann selbst gezogene Zonik-Tochter Zara K mit 66,978 Prozent. Direkt dahinter folgte mit Michael Klimke auch der Equipechef, der die deutsche Mannschaft bei den fünf Nationenpreisen zuvor jedesmal zum Sieg geführt hatte. Heute sollte es nicht sein. Mit dem zwölfjährigen Oldenburger Fado erzielte er 66,630 Prozent.


Team Kanada


Für die drittplatzierten Kanadier ritten Brittany Fraser-Beaulieu auf Jaccardo (Platz drei, 69,435 Prozent), Camille Carier Bergeron auf Finnländerin (Platz fünf, 68,261), Danielle Gallagher auf Come Back de Massa (Rang zehn, 66,109) und Alexandra Duncan mit Hitmaker (Zwölfte, 62,957).


Die Ergebnisse in der Übersicht finden Sie hier.


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