Welche Reiter/Paare vertreten die USA bei der Weltmeisterschaft in Aachen? Die Kandidaten
USA geben WM Shortlists in Springen und Dressur bekannt
Kent Farrington und Greya beim Weltcup-Finale in Fort Worth. Foto: FEI/Shannon Brinkman Shortlist Springen für die WM
Auf der Shortlist der Springreiter sind zehn Reiter aufgeführt, teilweise mit mehreren Pferden. Die Übersicht.
Karl Cook (Rancho Santa Fe, Calif.)
mit Caracole de la Roque, Selle Français geb. 2012 v. Zandor Z, und b, Selle Français geb. 2015 v. Armitages Boy >
Mit der von Julien Epaillard ausgebildeten Caracole de la Roque gehörte Karl Cook 2024 zum Olympiasilberteam und 2023 zur Goldmannschaft bei den Pan-Am-Games, Foxy de la Roque war bereits mit ihrem vorherigen Reiter Victor Bettendorf siegreich in 1,60 Meter Grand Prix und mit ihrem neuen Reiter hoch platziert.
Natalie Dean (Palo Alto, Calif.)
mit Mr. Boombastic, Selle Français geb. 2014 v. Vigo Cece x Sable Rose, und Pedro van de Barlebuis, BWP geb. 2015 v. Echo van’t Spieveld >
die 27-jährige Dean war 2023 beim Weltcup-Finale dabei, hat aber ansonsten noch keine Championatserfahrung
Katie Dinan (New York, N.Y.)
mit Out of the Blue SCF, BWP geb. 2014 v. Verdi TN >
die beiden machten gerade erst beim Weltcup-Finale in Fort Worth als Drittplatzierte auf sich aufmerksam, nachdem sie 2025 bereits Achte waren
Kent Farrington (Wellington, Fla.)
mit Descartes SR, Mexikanisches Sportpferd geb. 2017 v. Caramelo, Greya, OS-Stute geb. 2024 v. Colestus, und Toulayna, Zangersheider Stute geb. 2014 v. Toulon >
die sportlichen Erfolge des Weltcup-Siegers und Weltranglisten-Ersten bedürfen kaum einer Ausführung, hier erfahren Sie mehr über den besonderen Werdegang von Kent Farrington
Laura Kraut (Royal Palm Beach, Fla.)
mit Baloutinue, Hannoveraner geb. 2010 v. Balou du Rouet, Bisquetta, Zangersheider Stute geb. 2014 v. Bisquet Balou, Dorado, OS-Wallach geb. 2013 v. Diarado’s Boy, und Tres Bien Z, Zangersheider Wallach geb. 2015 v. Toulon >
Laura Kraut ist eine Legende im Springsattel, war 2008 Mannschaftsolympiasiegerin der Springreiter und gehörte mit Baloutinue zu den Silberteams der Olympischen Spiele 2021 und 2024. 2018 war sie Mannschaftsweltmeisterin usw.
Lillie Keenan (New York, N.Y.)
mit Argan de Beliard, Selle Français geb. 2010 v. Mylord Carthago, Fasther, KWPN geb. 2010 v. Vigo d’Arsouilles, und Kick On, Britisches Sportpferd geb. 2014 v. Warrior >
mit Argan de Beliard war Keenan 2022 Teil des WM Teams in Herning, mit Kick On nahm sie an zwei Weltcup-Finals teil und war jüngst in Fort Worth Zehnte
Marilyn Little (West Palm Beach, Fla.)
mit Heidi von Imhoff, Holsteiner geb. 2015 v. Christian, und La Contessa, Mecklenburger geb. 2015 v. License >
Marilyn Little war 2015 Doppelsiegerin bei den Pan-Am-Games – allerdings im Vielseitigkeitssattel. Daneben war sie aber auch immer im internationalen Springsport aktiv. Heidi von Imhoff hat sie zum Jahreswechsel von Maximilian Weishaupt übernommen und war mit ihr mehrfach in CSI4* und 5* Prüfungen erfolgreich. Mit La Contessa war sie jüngst Zweite im CSI5* Grand Prix von Monterrey.
Callie Schott (Wellington, Fla.)
mit Garant, KWPN geb. 2011 v. Warrant >
Callie Schott hat den Wallach von ihrer Chefin Beezie Madden übernommen, 2025 gehörten sie zum US-Team beim Nationenpreis Finale in Barcelona
Aaron Vale (Williston, Fla.)
mit Carissimo, Holsteiner geb. 2013 v. Cascadello >
auch dieses Paar gehörte 2025 zum Nationenpreis-Finalteam in Barcelona und belegte beim Weltcup-Finale in Fort Worth Rang sieben
McLain Ward (Brewster, N.Y.)
mit High Star Hero, BWP geb. 2013 v. Zaza, und Jordan Molga M, KWPN geb. 2014 v. Etoulon VDL >
Ward hatte eine Zeitlang Startverbot in Aachen, weil man ihn 1999 mit spitzen Plastikteilchen unter dem Beinschutz seines Pferdes Benetton erwischt hatte. Er erhielt damals lebenslängliches Startverbot bei dem Turnier, das er selbst als „Kathedrale des Springsports“ bezeichnet. Nachdem er seine FEI-Sperre verbüßt und sich mehrfach entschuldigt hatte, durfte er 2004 wieder in der Soers reiten. Obwohl diese Begebenheit bis heute nicht ganz in Vergessenheit geraten ist – eines kann man Ward nicht absprechen: Er reitet wie kaum ein Zweiter. Die Liste seiner Erfolge ist lang. Unter anderem war zweimal Mannschaftsolympiasieger, dreimal olympisches Team-Silber, Mannschaftsweltmeister und Weltcup-Sieger. High Star Hero war gewann Ende Februar den Großen Preis in Wellington. Jordan Molga M hat Ward erst Ende vergangenen Jahres von Nicolas Delmotte (FRA) übernommen, war mit ihm bereits mehrfach hoch platziert.
Als Sichtungen gelten die Turniere CSI5* Aachen, CSIO5* Rom, CSIO5* La Baule, CSIO5* St. Gallen und LLN CSIO5* Rotterdam
Shortlist der Dressurreiter bei der WM
Die Shortlist der US-Dressurreiter für die WM umfasst derzeit acht Paare. Es fehlt allerdings die jüngst gekrönte nationale Meisterin Ellesse Gundersen mit Quintessential. Um für die Auswahl in Betracht zu kommen, müssen die Reiter sich vorher für die Selektion registrieren. Das hat Gundersen versäumt. Allerdings hat sie laut dem US-Portal Dressage-news.com die Möglichkeit, auf eigene Kosten nach Europa zu reisen und so eine Chance auf eine WM-Nominierung zu wahren.
Auf der Shortlist stehen nun folgende Paare:
Meagan Davis (Loxahatchee, Florida)
mit Toronto Lightfoot, Oldenburger geb. 2013 v. Totilas > noch kein Championatseinsatz, aber Teil des siegreichen Nationenpreis-Teams von Wellington, wo die USA sich gegen Deutschland durchsetzten. PB im Grand Prix: 72,108 Prozent.
Ashley Holzer (Wellington, Florida)
mit Hawtins San Floriana, BHHS geb. 2012 v. San Amour > San Floriana stand früher in gemeinschaftlichem Besitz von Carl Hester und Charlotte Dujardin und war von Dujardin national erfolgreich bis Grand Prix vorgestellt worden. 2024 wechselte sie zu Ashley Holzer. Keine Championatserfahrung, aber Teil des siegreichen Wellington-Teams. PB im Grand Prix: 70,261 Prozent.
Jordan LaPlaca (Ledyard, Connecticut)
mit Gold Play, Oldenburger geb. 2015 v. Grey Flanell > Kein Championat, aber Nationenpreissieg. Erste CDI Saison auf Grand Prix-Niveau. PB im Grand Prix: 69,935 Prozent.
Anna Marek (Dunnellen, Florida)
mit Fayvel, KWPN geb. 2010 v. Zizi Top > Platz acht beim Weltcup-Finale 2024 in Riad, Nationenpreissieg in Wellington, PB im Grand Prix: 73,131 Prozent
Kasey Perry-Glass (Wellington, Florida)
mit Heartbeat W.P., KWPN geb. 2012 v. Charmeur > Kasey Perry-Glass hatte ihren internationalen Durchbruch mit dem Dänen Goerklintgaards Dublet, der sie zu Team-Bronze bei Olympia 2016 und Mannschaftssilber bei der WM 2018 sowie zwei Weltcup-Finals trug. Mit Heartbeat W.P. noch kein Championatseinsatz, PB im Grand Prix: 72,022 Prozent.
Christian Simonson (Wellington, Florida)
mit Fleau de Baian, KWPN geb. 2010 v. Jazz und Indian Rock, KWPN geb. 2013 v. Apache > Mit dem Erwerb von Indian Rock, der zuvor das Olympiapferd der Niederländerin Emmelie Scholtens war, startete der 23 Jahre junge Simonson durch. Vorläufiges Highlight: Platz zwei beim Weltcup-Finale in Fort Worth, PB im Grand Prix: 76,043 Prozent.
Fleau de Baian war von Adelinde Cornelissen bis Grand Prix ausgebildet worden. Mit Simonson war er gerade siegreich in der Kür bei den nationalen Meisterschaften. PB im (internationalen) Grand Prix: 69,065 Prozent.
Geñay Vaughn (Elk Grove, Kalifornien)
mit Gino, KWPN geb. 2011 v. Bretton Woods > Holga Finken hat Gino bis Grand Prix ausgebildet, 2023 ging er seine ersten Prüfungen mit Geñay Vaughn. 2025 qualifizierten sie sich fürs Weltcup-Finale in Basel. PB im Grand Prix: 72,282 Prozent.
Adrienne Lyle war in den letzten Jahren eine feste Größe des US-Teams und ist unter anderem Trainerin von Christian Simonson. Sie hat jüngst nach ein jähriger Turnierpause ihr Comeback mit ihrem Olympia- und Weltcup-Pferd Helix gegeben und war siegreich in Grand Prix (72,239) und Special (73,213). Sie hatte sich ebenfalls nicht für die Sichtungen angemeldet, will aber laut Dressage-news.com auf eigene Kosten nach Europa reisen.