Der mit 500.000 Euro dotierte Große Preis in Woche sieben beim Winter Equestrian Festival

Vogel ist schneller, aber Ward gewinnt in Wellington

Springen
Sieger im 500.000 Dollar Grand Prix von Wellington: McLain Ward und High Star Hero. Foto: Wellington International // Cassidy Klein Sieger im 500.000 Dollar Grand Prix von Wellington: McLain Ward und High Star Hero. Foto: Wellington International // Cassidy Klein
Fünf der 31 Paare im Großen Preis von Woche sieben des Winter Equestrian Festivals in Wellington hatten die Chance, sich den Löwenanteil an der halben Million zu sichern, mit der das CSI5* Springen dotiert war. Fünf Paare, fünf Nationen. Am Ende blieb der Sieg im Land.

McLain Ward hatte für das Highlight des Wochenendes, den mit 500.000 Dollar dotierten Großen Preis des Winter Equestrian Festivals, den 13-jährigen Belgier High Star Hero gesattelt. Der Braune aus der Zucht von Luc Henry ist ein Sohn des auch als Zazu bekannten I am Morhoeve’s Star. Der wiederum ist ein Vertreter des berühmten BWP-Prestatie-Stamms 34 (de Muze). In Deutschland kennt man Ward und High Star Hero unter anderem, weil sie letztes Jahr in Aachen einmal siegreich und einmal drittplatziert in den größeren Rahmenspringen des CHIO Aachen waren. Heute zeigte High Star Hero, dass er noch wesentlich mehr drauf hat.


Mit McLain Ward, der ihn 2024 von der Australierin Thaisa Erwin übernahm, war High Star Hero heute das erste Pferd, das den Parcours von Andy Christiansen und Anthony Ambrosio fehlerfrei überwand. Allzu viele Kollegen gesellten sich nicht dazu.


Die nächsten waren die Sieger des letzten großen Events, Richard Vogel und Gangster Montdesir. Außerdem kamen noch der Kolumbianer Mark Bluman auf dem einst mit Kent Farrington hoch erfolgreichen Landon de Nyze hinzu, das irische Olympiapaar Shane Sweetnam/James Kann Cruz – wie Vogels Gangster ein Kannan-Sohn – und die derzeit beste Reiterin der Welt, Frankreichs Nummer acht der Weltrangliste, Nina Mallevaey auf Dynastie de Beaufour.


Vogel der Schnellste, aber …


Wenn es einen Reiter gibt, der wie eine Maschine immer liefert, dann ist es McLain Ward. So auch heute. Und dass er Stechen reiten kann, ist bekannt. So zeigten High Star Hero und er nicht nur einen makellosen Umlauf, sondern fanden auch im Stechen die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit. Mit fehlerfreien 39,14 Sekunden setzten sie die Messlatte für die Konkurrenz.


Vogel, der sich bei Ward in der Vergangenheit einige Tipps geholt hatte, legte einen wunderbaren Ritt im ersten Umlauf hin – zügig, aber wohl überlegt und mit einem hoch motivierten Gangster Montdesir unter dem Sattel. Hoch motiviert waren die beiden auch im Stechen und es gelang ihnen das Kunststück, Ward fast zwei Sekunden abzunehmen. Doch ein Flüchtigkeitsfehler warf sie am Ende auf Rang vier zurück.


Mark Bluman ritt Landon in 39,71 Sekunden auf Platz zwei vor Sweetnam und seinem Schimmel, die zwei Zehntelsekunden langsamer waren. Nina Mallevaey war schneller als beide, hatte aber ebenfalls einen Abwurf. Damit stand Ward als Sieger fest.


Der sagte später: „Sie alle sind entweder superschnelle Reiter oder haben extrem schnelle Pferde, und ich wusste, dass sie alles riskieren würden, um zu gewinnen. Also musste ich meinen hoffentlich erfolgversprechenden Plan umsetzen. Und das Pferd [High Star Hero] hat wunderbar reagiert – er springt seit etwa sechs Monaten wirklich großartig. Ich hätte es mir nicht besser wünschen können.“


Noch zwei weitere Paare für GER


Die beiden weiteren deutschen Reiter hatten diesmal mit der Entscheidung nichts zu tun. Olympiasieger Christian Kukuk freundet sich dieser Tage mit mehreren neuen Pferden an, zu denen auch die elfjährige französische Stute Fantasia de Wy v. Armitage’s Boy gehört. Sie wurde zuvor von Kathrin Stolmeijer vor allem auf CSI2*-Niveau geritten. Das heute war ihr Debüt über 1,60 Meter, das mit mit vier Abwürfen in die Kategorie „Erfahrung sammeln“ fällt.


Gar keinen guten Tag hatten René Dittmer und Corsica X. Normalerweise gehört die 13-jährige Holsteiner Connor-Tochter durchaus zu den Pferden mit Schleifenchancen. Doch heute scheute sie bereits vor der Startlinie vor irgendetwas, das sie erspäht hatte und stieg. Dittmer lenkte sie geschickt nach links, um zu verhindern, dass sie die Lichtschranke durchbrachen und es gelang ihm, Corsica wieder nach vorne zu schicken. Doch als auch im Parcours mehrere Stangen fielen, gab er vernünftigerweise auf. Ein anderes Mal.


Alle Ergebnisse aus Wellington finden Sie hier.


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