Weihegold-Enkel KWPN-Siegerhengst 2026
KWPN-Siegerhengst Tony Gold v. Toto Junior. Foto: KWPN/Hippo Foto Media Bevor der KWPN-Siegerhengst 2026 ausgerufen wurde, waren zunächst neun Prämienhengste benannt worden. Sie stammten beispielsweise von Emmelie Scholtens Grand Prix-Hengst Desperado (KWPN v. Vivaldi), Kingston Blue Hors (KWPN v. Toto Junior), Kyton (KWPN v. Ferguson), O’Frederic (Oldenburger v. For Romance), Opoque (KWPN v. All at once) und Vitalis (KWPN v. Vivaldi) ab. Der Vitalis Sohn, Vamos Junior, ein Westfale a. d. Hotshot v. Hotline, ist Vollbruder zu Vamos Amigos, dem Mannschaftsweltmeister von Cathrine Laudrup-Dufour aus dem Jahr 2022. Er wurde am Ende Reservesiegerhengst.
Später wurde per Wild Card dann noch ein Hengst zur Auktion hinzugefügt. Der machte auch das Rennen um den Titel „KWPN-Siegerhengst 2026“. Der Dunkelbraune, Tony Gold, ebenfalls ein Westfale, kann auf eine bekannte Mutter verweisen. Und auf eine überragende Großmutter. Der Siegerhengst stammt väterlicherseits von Toto Junior v. Totilas ab. Seine Mutter Aweih v. Apache ist auch Mutter des ehemaligen westfälischen Körchampions Extra Gold. Aweih ist eine Tochter von Isabell Werths Olympiazweiten von Rio, der Oldenburger Stute Weihegold. Damit ist der neue KWPN-Siegerhengst eng verwandt mit Isabel Freeses Olympiafinalisten Total Hope sowie dessen Halbbruder Sir Weihbach, dem mit Katharina Hemmer in den Grand Prix Sport gerade hineinwachsenden Special Gold oder Weihronce, Mutter des Louisdor Preis-Siegers von 2025, Viva Gold.
„Tony Gold hat viel Rasse, Jugend und einen starken, athletischen Körperbau. Er überzeugte besonders gut in den Übergängen der Grundgangarten, bewegte sich mit viel Balance und Beintechnik und ist darüber hinaus auch genetisch sehr gut aufgebaut“, so das Fazit von Körkommissar Bart Bax.
KWPN-Siegerhengst 2026 Tony Gold kostet 345.000 Euro
Diese Genetik plus den Titel Champion ließ sich der Stall Brouwer 345.000 Euro kosten. Platz zwei im Preisranking nahm der Prämienhengst Trinellowaard ein. Der Fuchs, ein Sohn des Oldenburgers Extreme U.S. v. Escamillo, aus einer Florencio-Mutter kostete 165.000 Euro. Ti Sento, ein Negro-Enkel v. Kjento-Krack C, kostete 115.000 Euro. (zu den Auktionsergebnissen)
Unter den weiteren gekörten Hengsten waren einige, die schon in Deutschland die Zuchtzulassung erhalten hatte. Dazu zählte der Trakehner Prämienhengst Top Star U.S. v. Kwahu, der Schimmel Super Saint AEH v. St. Emilion, Prämienhengst der Oldenburger Körung 2025, Fairlas v. Fair Deal oder der Hannoveraner Escador v. ExtremeU.S.
47 der dreijährigen Junghengste des Geburtsjahrgangs 2023, der in den Niederlanden mit dem Anfangsbuchstaben T beginnt, erreichten das erhoffte Klassenziel „gekört“ nicht.
In einer ersten Fassung hatten wir fälschlich geschrieben, der Siegerhengst sei an das schwedische Gestüt Lövsta verkauft worden. Wir bitten den Fehler, den wir korrigiert haben, zu entschuldigen.