Keur Prädikat bei KWPN für Dressurhengste United, Ampere, All at once und Ferguson
Promi-Väter: Ein „Keur-Quartett“ bei der KWPN Körung
Der Marokkaner Rahmouni Yessin und der KWPN-Hengst All at Once v. Ampere bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021. Foto: sportfotos-lafrentz.de/Dirk Caremans United, Ampère, sein Sohn All At Once und Ferguson wurden mit dem prestigeträchtigen „Keur“-Prädikat vom niederländischen Warmblutzuchtverband KWPN ausgezeichnet. Das „Keur“-Prädikat verweist auf die außerordentliche Wertschätzung, die diese Dressurhengste in der niederländischen Pferdezucht genießen.
Am längsten musste der mittlerweile 25-jährige KWPN-Hengst United auf die Auszeichnung warten. Er holte sie sich persönlich ab zeigte, dass er noch längst nicht zum alten Eisen zählt. United war als junger Hengst immens populär in den Niederlanden, stellte unter anderem mehrfach die meisten Nachkommen für die Weltmeisterschaften junger Dressurpferde. In seiner Leistungsprüfung hatte er für die Grundgangarten Trab und Galopp jeweils die 9,5 erhalten. Edward Gal hatte den Hengst unter anderem geritten. United, der nun das Keur tragen darf, war einer der ersten beim KWPN gekörten Söhne des Krack C. Seine Mutter hat den Grand Prix-siegreichen Trakehner Hengst Partout v. Arogno zum Vater.
„Keur“ für Bordeaux-Vater United beim KWPN
Sein wohl prominentester gekörter Sohn ist Bordeaux, der Vater von Frederic Wandres‘ Mannschaftsolympiasieger Bluetooth OLD. Außerdem zeugte der United-Enkel auch Bonheur de la vie, unter Charlotta Rogerson siegreich bei den Stuttgart German Masters 2025 und Bohemian, den Cathrine Laudrup-Dufour bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Finale geritten hat.
Dressurhengste Ampere und Sohn All at once auch „Keur“
Ampere machte Schlagzeilen, als er als Siegerhengst 2008 die Körung des KWPN verließ. Nun wurde auch er zum „Keur-Hengst“ ernannt. Der jetzt 21-jährige Rousseau-Sohn hat allein in Deutschland 55 gekörte Söhne aufzuweisen. Sein Sohn Abbeglen ging unter der Österreicherin Victoria Max-Theurer im olympischen Kürfinale von Paris. Unter seinen gekörten Söhnen ist Nymphenburg’s First Ampere der erfolgreichste in Deutschland unter dem Sattel von Cosima von Fircks. Immer weiter ins Rampenlicht drängt seine Stute Amanyara M FRH, die unter Dr. Svenja Kämper-Meyer im Finale des Louisdor-Preises stand und mittlerweile internationale Erfolge aufweist. Ampere selbst steht seit geraumer Zeit in den USA.
Zweimal Olympia
Zeitgleich wurde auch sein Sohn All At Once als „Keur“-Hengst ausgezeichnet. Der Hengst war für Marokko bei zwei Olympischen Spielen am Start. Seine Tochter Alive and Kicking wurde unlängst unter der Britin Charlotte Dujardin Sechste der Weltcup-Etappe von Amsterdam.
Unter den gekörten Söhnen von All at once ragt der noch junge Opoque heraus. Er stellte bei der Hannoveraner Körung in Verden mehrere Söhne, von denen ein Prämienhengst besonders ins Auge stach.
Ferguson posthum ausgezeichnet
Der hannoversch gezogene Ferguson v. Floriscount-Lauries Crusador xx erlebte seine Ehrung nicht. Der Fuchs ist 2023 in Alter von nur zwölf Jahren eingegangen. Sportlich befand er sich auf dem Weg in den Grand Prix-Sport. Da gleich mehrere seiner Nachkommen sich in den Jungpferde-Championaten des KWPN haben hervortun können und die ältesten auch im gehobenen Sport sich viel versprechend in Szene setzen, wurde Ferguson posthum das „Keur“ Prädikat zugesprochen.