Brinkop weiter erfolgreich bei der Pre-Sunshine Tour in Vejer de la Frontera
Zwei Große Preise, zweimal Platz zwei für Brinkop
Besser hätte der Saisoneinstieg fast nicht laufen können für Kendra Claricia Brinkop mit ihren Youngstern. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Weitere Siege kamen zwar nicht hinzu, aber diverse Platzierungen, unter anderem in den beiden Großen Preisen. Am Samstag wartete der „kleine Große Preis“ der CSI2*-Tour über 1,40 Meter auf die Teilnehmer der Sunshine Tour. Kendra Claricia Brinkop hatte hier die zehnjährige Hunter’s Scendro-Tochter Que Passa de Regor gesattelt. Im Sommer 2024 hatte sie die Zügel der Stute von dem Belgier Andres Verdecke übernommen. Letztes Jahr waren die beiden auch schon über 1,50 Meter platziert, doch dann hat die Stute über die grüne Saison länger pausiert, ehe sie Anfang Dezember in Lier wieder ins turniersportliche Geschehen zurückkehrte. Mit Platz zwei im gestrigen Großen Preis zeigte sie beim zweiten Turnier nach der mehrmonatigen Pause, dass sie nichts verlernt hat.
Sieger war hier ein alter Bekannter: der inzwischen 17-jährige Diamant de Semilly-Sohn Volver de la Vigne unter Portugals António Matos Almeida. Die beiden waren 2019 bei der EM in Rotterdam am Start, sind also bereits über höchste Abmessungen gesprungen. Danach hatte Volver de la Vigne mehrere neue Reiter, zunächst Philipp Weishaupt, dann den Araber Kamal Abdullah Bahamdan, dann dessen Landsmann Bader Alfa, kurzzeitig den Briten Samuel Hutton und noch kürzer die Schwedin Olivia Kinneson und Italiens Vittoria Minnisgallo. Erst 2025 kehrte Volver de la Vigne zurück zu Almeida. Das gestern war der erste Sieg seither und insofern ein besonders wertvoller, auch wenn er „nur“ über 1,40 Meter war.
Großer Preis Nummer zwei
Für den eigentlichen Großen Preis des Wochenendes über 1,45 Meter hatte Kendra Claricia Brinkop auf den nun neunjährigen Replay van’t Paradijs gesetzt, wie der Leipziger Weltcup-Sieger Iashin Sitte von Steve Guerdat ein Sohn des Bamako de Muze. Der Hengst ist ein echtes Stephex-Pferd. Nachdem er als Fünfjähriger mit hervorragenden Runden bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde auf sich aufmerksam gemacht hatte, übernahm zunächst Emilie Conter als Tochter des Hauses die Zügel. Dann ging Replay kurzzeitig auch unter Frederike Staack und seit Herbst 2024 sitzt Brinkop in seinem Sattel. Sie ritt ihn siebenjährig bei der WM, verpasste nach einem Abwurf aber den Einzug ins Finale. Dafür sammelten sie diverse andere Platzierungen, auch in Großen Preisen. Heute wurde es Rang zwei, die bislang beste Rangierung auf diesem Niveau für den Hengst.
Dabei mussten die beiden nur Sasha Barte aus der Schweiz auf Essenar High Hopes den Vortritt lassen. Ebenfalls platziert: Emelie Pieper auf Come to me an vierter Stelle, Kühner-Srallreiter Helmut Schönstetter mit De Luxe de Plaisir als Neunter nach zwei Abwürfen im Stechen und Jens Baackmann auf Ay Caramba Z, die den Einzug ins Stechen nach drei Zeitfehlern im Umlauf verpassten und Rang elf belegten.
Letzter platzierte sich übrigens unmittelbar hinter dem Siegerhengst der Oldenburger Hengsttage 2018, Cavoiro-H OLD. Der nun elfjährige Casallco-Sohn, der einst von Tobias Meyer in den Sport gebracht worden war, springt inzwischen unter belgischer Flagge mit Roy van Beek, qualifizierte sich fürs Stechen, wurde hier aber zurückgezogen.
Und noch einmal mal To Me-K van Kattenheye
Einen Gutteil ihrer Erfolge dieses Wochenende verdankt Kendra Claricia Brinkop der siebenjährigen Van Gogh-Tochter To Me K-van Kattenheye. Diese Stute gewann die ersten beiden Springen bei den Siebenjährigen. Auch heute im Finale war sie fehlerfrei, aber nicht ganz so schnell. Diesmal wurde es Rang fünf.
Roy van Beek war bei den Siebenjährigen übrigens mit einem weiteren alten Bekannten aus Vechta im Einsatz, der Preisspitze des Hengstmarkts 2021, Cha-Cha-H v. Chacco-Blue aus der Mutter von Halifax van het Kluizebos. Die beiden wurden strafpunktfrei Achte des Finales.
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