Zwei Starts, zwei Siege für Henrik von Eckermann heute in Verona

Wiederholungssieg für Henrik von Eckermann und Newcomerin Qasirah in Verona, Vogels Youngsters auf dem Vormarsch

Springen
Henrik von Eckermann und Qasirah van de Reistenhoek.
Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Henrik von Eckermann und Qasirah van de Reistenhoek. Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de
Zwei Starts, zwei Siege – super Arbeitstag für Henrik von Eckermann in Verona, vor allem mit der zehnjährigen Qasirah. Auch Richard Vogel stellte heute seine Youngster vor und besonders einer konnte sich in Szene setzen.

Highlight heute im Parcours des Weltcup-Turniers von Verona war ein 1,55 Meter-Springen mit zwei Umläufen. In Runde zwei gingen zehn Paare an den Start, 13 wurden platziert. Aber 20 blieben fehlerfrei, so dass die Zeit darüber entschied, wer weiterkam. Pech für Paula de Boer-Schwarz und My Miss Marple – sie waren genau „einen raus“.


Fehlerfrei und schnell waren hingegen Henrik von Eckermann und die zehnjährige belgische Fuchsstute Qasirah van het Reistenhoek schon im ersten Umlauf. Die Emerald-Tochter war zuletzt beim Weltcup-Turnier in Oslo am Start und schon hier hatte Henrik von Eckermann den Großen Preis mit ihr gewonnen. Das gelang ihnen auch heute. Gegen die Uhr waren nur noch zwei Paare fehlerfrei und von Eckermann und Qasirah waren das deutlich schnellere der beiden. In 34,81 Sekunden sprangen sie zum Sieg, fast zwei Sekunden schneller als Belgiens Koen Vereecke im Sattel einer weiteren Emrald-Tochter, Merryweather van het Leeuwerikenhof. Platz zwei für die beiden.


Im Frühjahr 2025 hatte Henrik von Eckermann Qasirah von Viktor Daem übernommen, der sie ausgebildet hat. Seither hat der Doppelweltmeister von 2022 die Stute systematisch aufgebaut. Schon letztes Jahr hatte die Stute einige Fünf-Sterne-Platzierungen. Dieses Jahr wurden sie unter anderem Vierte im Rolex Grand Prix von ’s-Hertogenbosch und Neunte in Aachen. Oslo war der erste große Sieg, heute dann der nächste.


Schneller als von Eckermann und Qasirah war nur ein Paar, Weltmeister Daniel Deußer und sein neuer Schleifensammler Navarro van her Eelshof. Mit einem Abwurf in 34,47 Sekunden sprangen die beiden auf Rang drei.


 


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Vogel und seine Holsteiner Youngster


Henrik von Eckermann dürfte heute der mit Abstand glücklichste Reiter von ganz Verona gewesen sein. Ehe er und Qasirah die Konkurrenz am Abend deklassierten, hatte Speedspezialistin Iliana (v. Cardento) bereits Ehre für die Cyor Stables in der ersten Prüfung des Tages eingelegt, einem 1,50 Meter-Zeitspringen. Mit komfortablen Vorsprung verhinderten der Schwede und seine 13-jährige KWPN-Stute einen Heimsieg von Emanuele Gaudiano auf dem Cornet Obolensky-Sohn Esteban de Hus.


Dritter wurde Richard Vogel auf dem achtjährigen Holsteiner Baxxter, ein Sohn von Beezie Maddens Breitling LS aus der Zucht der ZG Rainer und Thomas Tischer. Wie der ebenfalls holsteinisch registrierte achtjährige Cherano, der gestern vorne mitgemischt hatte und heute einen Abwurf im Hauptspringen hatte, ist auch Baxxter viel auf nationalen Turnieren im Einsatz gewesen mit Vogel. International ist er bislang nur zweimal gesprungen, in der Youngster-Tour von Frankfurt im Dezember 2025 und beim CSIO5* Falsterbo. Nach zwei Siegen in drei Prüfungen gewann er in Frankfurt die Gesamtwertung. In Falsterbo war er Dritter und Zweiter in zwei 1,45 Meter-Springen und hatte dann einen Abwurf in der letzten Prüfung über 1,50 Meter. Das lief heute deutlich besser: null Fehler und einen ganzen Tick schneller als Hansi Dreher und sein neunjähriger Hoffnungsträger Harley de la Cense (v. Andiamo Semilly), die Platz vier belegten.


Ebenfalls platziert: Pia Reich auf dem Hannoveraner Wallach PB Dicannus v. Diarado als Siebte und Tom Schewe mit seinem Star im Stall, Congress Blue. Letztere nutzten das Springen als Warm-Up für den Weltcup morgen und sprangen entspannt auf Rang elf.


Ausblick


Morgen im Weltcup-Springen geht Daniel Deußer mit dem Weltcup-Zweiten und Mannschaftsweltmeister Otello de Guldenboom als Vorjahressieger an den Start. Auch diese beiden nutzten das Zeitspringen als Warm-Up, hatten keinen Spring-, aber vier Zeitfehler. Richard Vogel reitet Gangster Montdesir, Hans-Dieter Dreher setzt auf Elysium. Tom Schewe und Congress Blue komplettieren das deutsche Aufgebot.


Alle Ergebnisse aus Verona finden Sie hier


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