Pieter Devos gewinnt Global Champions Tour-Etappe in Kairo

Devos siegt und Marco Kutscher top platziert bei Global Tour in Kairo

Springen
Aller guten Dinge sind ja drei: Nach Platz zwei in Valkenswaard und Rom (Foto) sprangen Pieter Devos und Casual DV Z nun in Kairo ganz nach vorn. 
Foto: LGCT/Stefano Grasso Aller guten Dinge sind ja drei: Nach Platz zwei in Valkenswaard und Rom (Foto) sprangen Pieter Devos und Casual DV Z nun in Kairo ganz nach vorn. Foto: LGCT/Stefano Grasso
Belgiens Springreiter dominieren bei der Global Champions Tour Etappe in Kairo und Marco Kutscher war ebenfalls vorn dabei.

Zweiter in Valkenswaard, Zweiter in Rom – die Global Champions Tour Saison (und die restliche ebenfalls) verlief sehr erfreulich für Belgiens Mannschaftssilbermedaillengewinner der WM in Aachen, Pieter Devos. Aber mit einem GCT Sieg wollte es bislang nicht klappen. Bis heute. In Kairo schlug die große Stunde von Devos und seiner selbst gezogenen Cornet Obolensky-Tochter Casual DV Z. Die beiden waren zweites Paar im Stechen, und setzten mit fehlerfreien 45,85 Sekunden eine Benchmark, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss.


Insgesamt hatten zwölf Paare das Stechen erreicht. Devos‘ Landsmann Olivier Philippaerts kam mit dem zehn Jahre jungen Schweden Hipster v. Corporal VDL noch am dichtesten dran an die Topzeit, aber der Abstand blieb komfortabel: 46,31 Sekunden benötigten die beiden, Rang zwei.


Als letztes Paar hätten Ben Maher und Point Break Devos den Sieg noch streitig machen können. Der Sieger des Rolex Grand Prix von Spruce Meadows hatte nach seinem Sturz in Kanada vier Wochen pausiert, ging erst letztes Wochenende zum ersten Mal wieder an den Start. Maher versuchte einiges, war aber fast eine Sekunde langsamer, 46,57 Sekunden, Rang drei.


Immerhin kann der Brite sich auf die Fahnen schreiben, der einzige gewesen zu sein, der die belgische Phalanx in Kairo durchbrechen konnte, denn auch auf Platz vier sprang ein belgisches Duo: Niels Bruynseels mit H&M Oaky Flandria, einer Tochter des Cabrio van de Heffinck, der einst Olivier Philippaerts seinen ersten großen Sieg bescherte, nämlich 2012 als er den damals 19-Jährigen zu einem sensationellen Sieg in Spruce Meadows trug. Auch Bruynseels und Oaky Flandria beiden blieben doppelnull, ließen es aber ein bisschen ruhiger angehen: 48,82 Sekunden.


Die Ergebnisse der deutschen Starter


Bestes deutsches Paar waren Marco Kutscher und Pikeur Lemar NRW. Der elfjährige westfälische Wallach v. Los Angeles aus der Zucht und im Besitz von Wolfgang Brinkmann hat seinem Reiter ein fantastisches Wochenende beschert, an dem er sich nicht einen einzigen Springfehler zuschulden kommen ließ. Damit gewannen sie Donnerstag bereits die Global Champions League Etappe – und damit auch die Gesamtwertung für Riesenbeck International – und damit belegten sie heute Rang fünf.


Zu den zwölf Paaren im Stechen gehörten auch Christian Kukuk und Checker. Die beiden hatten die schnellste Zeit von allen, 45,36 Sekunden. Aber sie bezahlten das Risiko mit zwei Abwürfen, Platz zehn.


Bei Maximilian Weishaupt und Zuccero HV war im ersten Umlauf eine Stange gefallen, ebenso bei den Mannschaftsweltmeistern Daniel Deußer auf WM-Pferd Otello de Guldenboom und Sophie Hinners mit Iron Dames Combella sowie Marcus Ehning und Coolio.


Dickes Trostpflaster für Daniel Deußer: Er hatte gestern im wichtigsten Springen des Tages mit Pepita van’t Meulenhof Rang drei belegt. Sieger war hier Luxemburgs Victor Bettendorf mit seiner Kannan-Tochter Encore Toi du Linon vor Vizeweltmeister Thibeau Spits mit King van Essene.


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